Vestergaard freut sich auf England-Premiere

Häkchen auf der To-do-Liste

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Jannik Vestergaard will bei Werder vorangehen.

Bremen - In Spanien? Hat Jannik Vestergaard schon mal gespielt. In Italien auch. Mit seinen damaligen Jugendmannschaften. Was Werders Däne noch fehlt, ist ein Auftritt im Mutterland des Fußballs. Er stand noch nie auf irgendeinem englischen Platz. Morgen (16.00 Uhr/MEZ) gibt es im letzten Bremer Testspiel der Vorbereitung bei West Ham United die Premiere. „Und ich freue mich sehr darauf“, sagt Vestergaard.

Der eine oder andere englische Club könnte sich gut vorstellen, dass der 22-Jährige nicht nur mal vorbeischaut, sondern dauerhaft in der Premier League kickt. Der FC Everton etwa soll in diesem Sommer großes Interesse an einer Verpflichtung des 1,99-Meter-Hünen gehabt haben.

Für Vestergaard ist das momentan aber kein Thema: „England ist einfach ein sehr großes Fußball-Land, in dem ich bisher nie gespielt habe. Ich sehe es als einen Punkt auf meiner To-do-Liste.“ Wenn der morgen abgearbeitet ist, gilt die volle Konzentration dem nahenden Pflichtspielstart mit Werder.

Und dem großen Ziel, nicht schon wieder so viele Gegentore schlucken zu müssen wie in den Vorjahren. In den Testspielen – gegen zugegebenermaßen überwiegend unterklassige Gegner – hat das schon recht ordentlich geklappt. Werder blieb ungeschlagen (acht Siege, zwei Remis), die Bremer Torhüter mussten insgesamt nur drei Mal hinter sich greifen. Zahlen, die Vestergaard Mut machen. Seine Zwischenbilanz: „Wir sind auf einem guten Weg, eine gute defensive Ordnung zu finden.“

Ihm selbst kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Für Vestergaard, der trotz seines verspäteten Einstiegs in die Vorbereitung „keinen Rückstand“ mehr bei sich sieht, ist die neue Saison in Bremen durchaus eine besondere. Es ist seine erste komplette, nachdem er im Winter aus Hoffenheim gekommen war. Und es ist eine, in der er viel Verantwortung auf seine breiten Schultern laden möchte. Das hat er bereits gegen Ende der vergangenen Saison angekündigt – und gestern noch mal unterstrichen. „Mit meiner Leistung und meiner Ausstrahlung will ich ich versuchen, voranzugehen. Ich will einer sein, auf den man sich auf und neben dem Platz verlassen kann.“ Dafür, urteilt er, müsse er eigentlich nicht viel verändern.

Schon in der Rückrunde war ein ganz wichtiger Mann bei Werder. Während die Nebenmänner aus Leistungs- oder Verletzungsgründen wechselten, war Neuzugang Vestergaard gleich die Konstante in der Bremer Innenverteidigung. Er verpasste wegen einer Knieblessur nur zwei Spiele und etablierte sich schnell als Führungsspieler.

Nun führt kein Weg an ihm vorbei, wenn es darum geht, nach dem Weggang von Sebastian Prödl (FC Watford) einen neuen Abwehrchef zu finden. Vestergaard selbst gibt sich bescheiden: „Ob ich das sein kann, sollen andere beurteilen.“ Er kann – findet Torwart Felix Wiedwald. „Jannik gibt gute Anweisungen, spielt die Bälle hinten stark heraus und sorgt für Stabilität“, lobt der Keeper und ergänzt: „An ihm können wir uns orientieren, er spielt eine wichtige Rolle.“

mr

Manneh trainiert bei den Profis

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