Vestergaard und Djilobodji „ein gutes Team“

Zwei für die erste Null

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Räumt er heute alles weg? Jannik Vestergaard will Werder das erste Zu-Null-Spiel der Bundesliga-Saison schenken.

Bremen - Von Carsten Sander. Ist heute der perfekte Tag? Noch nie in dieser Saison ist Werder Bremen in einem Bundesliga-Spiel ohne Gegentor geblieben. Doch gegen 1899 Hoffenheim könnte es klappen – nein, wird es klappen. So verspricht es jedenfalls Innenverteidiger Jannik Vestergaard. „Ja, wir schaffen es“, sagt er vor dem Kellerduell zwischen dem Tabellen-16. aus Bremen und dem 17. aus Hoffenheim. Basis seiner Zuversicht: Die starke Defensivleistung des gesamten Teams beim 3:1-Pokalcoup in Leverkusen sowie die Zusammenarbeit mit Papy Djilobodji.

Der Senegalese hat es geschafft, in nur vier Spielen in die Rolle eines Führungsspielers zu schlüpfen und – neben den meisten Fans – auch Vestergaard voll zu überzeugen. „Er traut sich etwas zu, ist schon wichtig für die Mannschaft. Mir gefällt es, neben ihm zu spielen, wir sind ein gutes Team“, sagt der Däne über die Leihgabe des FC Chelsea, die bei Werder Soforthilfe leisten sollte und auch leistet.

Trotzdem: Ein Zu-Null-Spiel in der Liga hat es auch mit ihm noch nicht gegeben. Aber im Pokal gegen Leverkusen war Werder dicht dran. Bis auf die eine Situation, die zum Elfmeter und zum Rückstand führte, „haben wir sicher gestanden, sind sehr geschlossen aufgetreten“, erklärt Vestergaard. Aber: Die Taktik in Leverkusen war sehr speziell. Vestergaard spielte im defensiven Mittelfeld, wurde oft zum dritten Innenverteidiger. Es war ein maßgeschneidertes System für die auf Pressing und Offensive ausgelegte Werkself. Wie Hoffenheim heute unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann auftritt, ist dagegen schwer vorherzusagen.

Aber als Leverkusen-Kopie wird die TSG gewiss nicht um die Ecke kommen. Und Werder nicht wie das Werder am Dienstag. Nur auf Konter zu lauern, wird im eigenen Stadion gegen einen direkten Konkurrenten zu wenig sein. Vestergaard bestätigt: „Wir wollen sicherlich mehr Ballbesitz haben, wollen nicht zulassen, dass uns der Gegner dominiert. Aber ab und zu wird der Gegner den Ball haben – und dann geht es darum, dass eigene Tor zu verteidigen.“ Mit ihm in der Innenverteidigung oder wieder im Mittelfeld? Vestergaard lacht und antwortet professionell: „Ich spiele da, wo ich dem Team helfe.“ Und wenn die Lösung gegen Hoffenheim die ist, als „Sechser“ zu agieren, „dann mache ich das“.

Die Haltung ist insofern bemerkenswert, da Jannik Vestergaard vor 13 Monaten fast schon fluchtartig die TSG Hoffenheim verlassen hatte, weil er dort als Innenverteidiger nicht gefragt war und im defensiven Mittelfeld agieren sollte. Ein bisschen holt ihn nun die Vergangenheit ausgerechnet vor der Partie gegen den Ex-Club ein. Doch die „Sechser“-Phobie von einst ist für den fünffachen dänischen Nationalspieler bestenfalls noch eine Anekdote. Aktuell stellt er eigene Vorlieben zurück, macht sogar Werbung für einen weiteren Auftritt vor der Viererkette – und zwar auch bei einer offensiveren Ausrichtung als in Leverkusen. „Ich sehe nicht, warum es nicht gehen sollte“, meint der eigentliche Abwehrchef, schränkt aber ein: „Ich werde natürlich nicht drei, vier Leute austanzen und noch eine Pirouette drehen, so ein Spieler bin ich nicht. Aber ich kann als defensiv Denkender den Kreativen Sicherheit geben.“

Vielleicht vertraut CoachViktor Skripnik deshalb wieder der Variante mit Vestergaard vor der Abwehr, vielleicht kehrt er aber auch zum System mit Vestergaard in der Viererkette zurück. Das Ziel ist in beiden Fällen das Gleiche: Die Null muss endlich wieder stehen. Es wäre das erste Mal seit dem 31. Spieltag der Vorsaison (1:0 gegen Eintracht Frankfurt).

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