Polizei sucht Videos und Fotos

Fan-Angriff auf Polizisten nach Pokalspiel: Ermittler schalten Hinweisportal frei

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Nach dem DFB-Pokal-Spiel zwischen Werder Bremen und Atlas Delmenhorst sind bei Fan-Ausschreitungen Polizisten attackiert und verletzt worden.

Bremen – Bremer Polizisten sind am Samstag im Nachgang des DFB-Pokal-Spiels des SV Werder Bremen gegen Atlas Delmenhorst von Fans verletzt worden. Aus der Politik gab es erboste Reaktionen. Jetzt reagiert auch Werder Bremen. Die Polizei hat ein Hinweisportal freigeschaltet.

Nach dem Angriff auf Polizeibeamte am vergangenen Wochenende hat die Polizei Bremen nun ein Hinweisportal freigeschaltet. Nach dem DFB-Pokalspiel Atlas Delmenhorst gegen Werder Bremen war es am vergangenen Sonnabend gegen 23.20 Uhr im Bereich Braunschweiger Straße/Ecke Harzburger Straße zu Angriffen auf Polizisten gekommen. 

Ein Werder-Ultra soll demnach auf das Dach eines Autos geklettert sein und einen Beamten mit voller Wucht an den Kopf getreten haben. Drei weitere Beamte erlitten durch Pflastersteine Verletzungen, ein weiterer durch Schläge mit einer Stange verletzt. Die heftigen Angriffe der linken Ultras hatten in der Polizeiführung und bei Politikern für Entsetzen gesorgt.

Bremer Einsatzgruppe ermittelt mit Hinweisportal

Die Ermittler der daraufhin gebildeten Einsatzgruppe „Bussard“ bitten nun darum, ab sofort Bilder und Videos, die am 10. August von Fangruppierungen in dem genannten Bereich gemacht wurden, der Polizei zur Verfügung zu stellen. „Mögliche Aufnahmen können für die Aufklärung der Straftaten von großer Bedeutung sein“, sagte ein Sprecher. Unter folgendem Link gelangt man auf das entsprechende Portal der Bremer Polizei: „https://hb.hinweisportal.de“. Hier können Bilder, Videos und Texte hochgeladen werden. Wer seine Identität nicht preisgeben möchte, kann auch anonym bleiben, hieß es.

Zudem nimmt nach wie vor der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0421/362-3888 Hinweise entgegen. (sk)

Zur letzen Meldung vom 15. August 2019:

„Der SV Werder Bremen verurteilt die Tat. Das war ein brutaler Akt, der durch nichts zu rechtfertigen ist“, sagte Präsident Hubertus Hess-Grunewald in einer Mitteilung des Vereins. Hess-Grunewald hofft auf eine schnelle Genesung der Beamten und eine schnelle Identifizierung des Täters.

Nach dem DFB-Pokal-Spiel war eine Gruppe von Werder-Ultras von der Polizei auf dem Rückweg aus dem Weserstadion begleitet worden, als plötzlich ein Mann auf ein Autodach geklettert sei und einen Beamten „mit voller Wucht“ gegen den Kopf getreten habe, hieß es im Polizeibericht. Die Festnahme des Mannes sei von umstehenden Personen gewaltsam verhindert worden, wie der SV Werder kritisiert.

„Die Solidarisierung mit dem Täter ist nicht nachvollziehbar“, sagte Hess-Grunewald und nahm die Ultras in die Pflicht. „Die aktive Fanszene sollte sich an dieser Stelle sehr intensiv hinterfragen. Mit solchen Ausschreitungen wird ein differenzierter Blick auf die Arbeit von Ultra-Gruppierungen erschwert. Gewalttäter zu schützen, gefährdet alle positiven Effekte ihrer Arbeit.“ (han)

Zur letzten Meldung vom 11. August:

Entsetzen über Ausschreitungen nach Pokal-Spiel von Werder Bremen

Die brutale Kopftritt-Attacke eines Ultras von Werder Bremen gegen einen Polizisten und weitere Ausschreitungen nach dem Pokalspiel im Weserstadion sorgen weiter für erboste Reaktionen.

Am Wochenende hatten sich bereits Polizeivizepräsident Dirk Fasse und Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) entsetzt gezeigt. Die oppositionelle CDU fordert nun einen schriftlichen Bericht des Senators für die nächste Sitzung der Innendeputation.

Der CDU-Abgeordnete Marco Lübke, selbst Polizeibeamter, sagte am Montag: „Eine derartig brutale und hinterhältige Attacke auf Polizisten ist widerwärtig.“ Es müsse „generell über das Thema linker Gewalt gegen die Polizei“ geredet werden. Lübke: „Erst vor wenigen Wochen haben sich Linksextremisten dazu bekannt, zwei Einsatzfahrzeuge am Polizeirevier Schwachhausen in Brand gesteckt zu haben. Das alles ist eine Herausforderung unseres Rechtsstaates.“

Gewalt gegen Polizisten nimmt erheblich zu und wird zu einem echten Problem in dieser Stadt“, sagte FDP-Fraktionschefin Lencke Steiner am Montag. Auch die Grünen-Fraktion verurteilte den „Gewaltausbruch“. Björn Fecker: „Derartige Attacken gegen die Polizei sind völlig inakzeptabel und durch nichts zu rechtfertigen. Ich bin mir sicher, die Besonnenen unter den Werder-Ultras wissen das auch.“ 

(kuz)

Weitere News zu Werder Bremen

Wie geht es nach der Verpflichtung von Ömer Toprak weiter in Sachen Transfers? Sportchef Frank Baumann hat weitere Transfers angekündigt. Aber wen holt Werder Bremen? Janik Haberer und Bernardo jedenfalls nicht. Unterdessen darf nach überzeugender Leistung Christian Groß aus der U23 weiter bei den Profis von Werder Bremen bleiben. Und ein Werder-Profi hat ein interessantes Interview gegeben - Maxi Eggestein sagt: Traumclub? „Das fliegt mir um die Ohren!

Zur letzen Meldung vom 11. August 2019:

Ausschreitungen bei Werder-Spiel: Polizei spricht von „feiger Tat“

Bitteres Nachspiel beim legendären Pokalduell zwischen dem SV Werder Bremen und dem SV Atlas Delmenhorst: Bei Ausschreitungen einer Fan-Gruppe in der Nähe des Weserstadions wurden zwei Polizisten verletzt. Das berichtet die Bremer Polizei. Wegen der Schwere der Tat hat die Polizei am Sonntag eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Eine Gruppe von Werder-Ultras war in der Nacht zu Sonntag von der Polizei auf dem Rückweg aus dem Weserstadion begleitet worden, als plötzlich ein Mann auf ein Autodach geklettert sei und einen Beamten „mit voller Wucht“ gegen den Kopf getreten habe, heißt es im Polizeibericht. Der Polizist habe Kopfverletzungen erlitten und sei zunächst benommen am Boden liegen geblieben. Er sei nicht mehr dienstfähig gewesen. 

Als die Polizei den mutmaßlichen Täter festnehmen wollte, seien die Beamten mit Steinen beworfen und mit Stangen attackiert worden. Ein Stein habe eine Polizistin leicht verletzt. Mit Hilfe von Pfefferspray und zusätzlichen Einsatzkräften konnte die Situation laut Polizei wieder beruhigt werden. Tatverdächtige Fans habe man allerdings nicht mehr festnehmen können. Der Vorfall habe sich im Bereich der Harzburger Straße in der östlichen Vorstadt ereignet, berichtet die Polizei. Es wurden Strafanzeigen wegen des schweren Landfriedensbruchs sowie der gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte gefertigt. 

Werder Bremen: Ulrich Mäurer verurteilt Angriff auf Polizisten aufs Schärfste

Innensenator Ulrich Mäurer verurteilte nicht nur die Vorkommnisse nach dem Spiel, sondern auch das Abbrennen von Rauchtöpfen und Bengalos in der Ostkurve während des Spiels: „Die Pyrotechnik mit ihren gesundheitsschädlichen Rauchgasen ist eine Zumutung für die Zuschauer. Wenn dann noch anschließend Bremer Ultras Polizeibeamte mit Steinen bewerfen, mit Stangen attackieren und einem der Beamten gegen den Kopf treten, kann einem jede Freude an einer schönen Fußballbegegnung vergehen. Wir werden alles tun, um diese feigen Täter zu ermitteln.“ 

Auch Polizeivizepräsident Dirk Fasse bezeichnete die Geschehnis in einer Pressemitteilung als „feige, grundlos und hinterhältig“ und kündigte an: „Polizisten riskieren regelmäßig ihre Gesundheit für den Schutz anderer. Dass skrupellose Gewalttäter nun auf diese Art und Weise ihren Hass gegen den Staat und die Polizei auslassen und dabei unter anderem einen Familienvater massiv angreifen, macht mich sprachlos. Es werden konsequente Ermittlungen erfolgen.“

Zeugen des Vorfalls und alle, die Hinweise auf den oder die Täter liefern können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0421 362-3888 zu melden. (kni)

Weitere News zu Werder Bremen

Nun ist es amtlich: Werder Bremen leiht Ömer Toprak für ein Jahr vom BVB aus. Der Spielbericht zum DFB-Pokalkracher: Werder Bremen besiegt Atlas Delmenhorst mit dreifachem Rekord. Bereits wenige Stunden nach der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels trainiert Ömer Toprak bereits mit seinen neuen Teamkollegen von Werder Bremen und sagt: „Ich war heiß darauf für Werder zu spielen.“ Derweil hat Frank Baumann nach dem schwierigen Toprak-Deal weitere Transfers von Werder Bremen angekündigt.

Quelle: DeichStube

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