Bleibt Abwehrchef von Werder Bremen über 2020 hinaus?

Vertragsverlängerung von Niklas Moisander wird zur Formsache

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Abwehrchef Niklas Moisander könnte seinen auslaufenden Vertrag bei Werder Bremen verlängern.

Zell - Um die große Bedeutung des Fußballers Niklas Moisander für Werder Bremen zu veranschaulichen, genügt ein Blick auf folgende Zahlen: 85 und 102. Seit seiner Verpflichtung im Juli 2016 hat der Innenverteidiger 85 von 102 möglichen Bundesligaspielen für die Bremer bestritten. Wenn er nicht dabei war, war er entweder verletzt oder gesperrt - und wurde schmerzlich vermisst.

Auch im aktuellen Kader von Trainer Florian Kohfeldt ist der Finne unumstrittener Abwehrchef - und soll, so Werders Wunsch, noch möglichst lange im Verein bleiben.

Werder Bremen: Frank Baumann glaubt an Vertragsverlängerung von Niklas Moisander

Sportchef Frank Baumann arbeitet bereits daran, dass Niklas Moisander seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag bei Werder Bremen verlängert - und befindet sich dabei offenbar auf einem guten Weg. „Beide Parteien haben signalisiert, dass sie großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit haben“, sagt Frank Baumann gegenüber der DeichStube - und hebt hervor: „Da werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Lösung hinbekommen.“

Niklas Moisander hatte in der Vergangenheit schon mehrfach betont, dass er sich ein Karriereende bei Werder Bremen vorstellen könne. Immerhin wird der ehemalige finnische Nationalspieler (62 Einsätze) im September 34 Jahre alt und weiß, dass der Herbst seiner Laufbahn längst angebrochen ist.

Erhält Niklas Moisander leistungsbezogenen Vertrag bei Werder Bremen?

An Moisanders Leistungen ist das allerdings nicht abzulesen - ganz im Gegenteil. Der Linksfuß wird eher von Jahr zu Jahr, das er in Bremen spielt, besser, dürfte in der neuen Saison sogar das Kapitänsamt übernehmen. „Niklas genießt bei uns eine sehr hohe Wertschätzung“, sagt Baumann, „und wir trauen ihm zu, dass er auch weiterhin auf hohem Niveau spielen kann.“

Werders Plan ist es, dass der Routinier einen stärker leistungsbezogenen Vertrag unterschreibt, so wie es früher schon die „Oldies“ Clemens Fritz oder auch Claudio Pizarro getan haben.

Unterdessen bastelt Frank Baumann auch bei Milot Rashica an einer vorzeitigen Vertragsverlängerung. Und auch bei einem neuen Ärmelsponsor für das Trikot von Werder Bremen könnte demnächst Vollzug gemeldet werden. Alles zum Testspiel zwischen Werder Bremen und Darmstadt 98 findet Ihr derweil hier. 

Neuer Vertrag und neues Amt? Abwehrchef Niklas Moisander könnte der nächste Kapitän von Werder Bremen werden.

Zur letzten Meldung vom 6. Juli 2019:

„Ich erwarte nichts!“ Moisander über das Kapitänsamt und seinen auslaufenden Vertrag

Die Medienrunde war schon einige Minuten alt, als Niklas Moisander etwas geraderücken musste. Wieso bei ihm alle von einem Vertrag bis 2021 reden, fragte sich der Finne: „Ich habe nur noch ein Jahr.“ Aha! Nach Stand der Dinge wäre für den 33-Jährigen also am Ende der bevorstehenden Saison Schluss bei Werder Bremen.

Das wirft Fragen auf. Nach seiner Zukunftsplanung. Nach seinem möglichen Nachfolger Marco Friedl. Danach, ob er sein eventuell letztes Werder-Jahr als Teamkapitän verbringen wird. Nicht auf jede dieser Fragen hat Niklas Moisander schon eine Antwort parat.

Zunächst einmal muss aber die Frage des Missverständnisses um die Vertragslaufzeit geklärt werden. 2021 ist in der Mehrzahl der Online-Portale als Ablaufdatum erfasst. Falsch. Als Moisander vor einem Jahr im Zillertal seinen bis 2019 datierten Kontrakt vorzeitig verlängerte, wurde – wie seit einiger Zeit bei Werder üblich – keine Jahreszahl dokumentiert. Jetzt ist klar: Verlängert wurde nur um ein Jahr. Nicht um die bislang allgemein angenommenen zwei. „Und es gibt auch keine Klausel“, sagt Moisander.

Werder Bremen: Wird Niklas Moisander der Nachfolger von Max Kruse als Kapitän?

Weshalb er anno 2019 an dem gleichen Punkt ist wie anno 2018: noch ein Jahr Vertrag. Aber aktuell werden keine Gespräche um eine vorzeitige Verlängerung geführt. Moisander nimmt es mit der Gelassenheit eines erfahrenen Profis. „Für mich ist das kein Stress. Ich denke nicht ans Aufhören. Wenn ich fit bleibe, werde ich meine Karriere weiter fortsetzen.“ Wo? In Bremen natürlich. Jedenfalls am liebsten. Moisander: „Ich habe mir bislang keine anderen Gedanken gemacht. Werder ist für mich einfach sehr wichtig geworden.“

Und er für Werder. Moisander, der Abwehrchef, Moisander, der Nachfolger von Max Kruse als Kapitän? Der Innenverteidiger gilt als Kruses Stellvertreter logischerweise als Favorit auf die Rolle. Er selbst sieht das nicht ungerne, sagt aber: „Ich erwarte nichts.“

So ist er, der Niklas Moisander. Bescheiden, unauffällig, leise. Er zuckt auch nicht, wenn das Thema Marco Friedl auf den Tisch kommt. Den jungen Österreicher hat Werder gerade fest verpflichtet, will ihn perspektivisch zum Nachfolger von Moisander auf der linken Innenverteidigerposition aufbauen. Moisander könnte sich jetzt wehren und klarstellen, dass es für eine Nachfolgerdiskussion noch zu früh ist, aber er macht es nicht. Lieber lobt er Friedl und dessen Potenzial. „Er ist ein Typ wie ich“, meint der Gentleman-Profi und bekräftigt alle in dem Glauben, dass Friedl schon der Richtige wäre, um ihn zu beerben. Irgendwann. 

„Ich sehe so viel Potenzial in ihm. Er sucht auch im Spiel von hinten heraus immer die feine Lösung, spielt manchmal auch einen Risikoball – so wie ich“, beschreibt es Moisander. Am Montag stößt Friedl nach seinem Extra-Urlaub wegen der Teilnahme an der U21-EM zum Team – dann geht die Ausbildung des zwölf Jahre jüngeren Abwehrspielers weiter. „Wir sprechen schon immer viel miteinander“, meint Moisander. Aber jetzt müsse Friedl auch mehr spielen. Problematisch nur: Moisander selbst blockiert ihn. Frewillig Platz machen wird er sicher nicht. Der Finne lacht: „Ich will immer spielen. Wenn Marco auch spielen will, dann neben mir.“

Niklas Moisander: Kein Problem, als Linksfuß rechter Innenverteidiger zu spielen

Das Schicksal will es so, dass Friedl genau das machen muss. Die Verletzungen von Sebastian Langkamp (Muskelfaserriss in der Wade) und Milos Veljkovic (Zehenbruch) rücken ihn in die erste Reihe. Wenigstens für die Dauer der Vorbereitung und vielleicht auch noch die ersten ein, zwei Pflichtspiele. Oder gar dauerhaft? 

Linksfuß neben Linksfuß in der Innenverteidigung – auch damit hätte Moisander keinen Stress. „Ich sehe das nicht als Problem. Bei AZ Alkmaar habe ich als Linksfuß drei Jahre lang rechter Innenverteidiger gespielt .“ Also kann er Friedl schon mal zeigen, was er dabei beachten muss. Ehe er ihm 2020 oder 2021 oder wann auch immer das Zepter für die linke Position übergibt.

Unterdessen hat Werder-Neuzugang Niclas Füllkrug erneut das Teamtraining der Bremer verpasst. Er trainierte nur individuell. Indes hat Werder Bremen ein südkoreanisches Talent verpflichtet. Werder Bremen hat noch ein weiteres Nachwuchstalent nach Belgien verliehen.

Quelle: DeichStube

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