Im freien Fall Richtung Liga 2

Werder Bremens fürchterliches Fiasko gegen FSV Mainz 05

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Das ist heftig: Der SV Werder Bremen verliert gegen Mainz 05 mit 0:5.

Es war ein Kellerduell, in das Werder Bremen alles hineinwerfen wollte. Doch es wurde zum sportlichen Offenbarungseid. Mit 0:5 (0:4) verlor der Tabellen-15. der Bundesliga im eigenen Stadion gegen Mainz 0:5 und lieferte dabei eine historisch schlechte erste Halbzeit ab. Der Spielbericht der DeichStube*.

Bremen – Robin Quaison mit drei Toren (10., 24., 38.) sowie eine tragikomische Eigentor-Koproduktion von Milos Veljkovic und Jiri Pavlenka (15.) sorgten für den höchsten Pausenrückstand in der Bundesliga-Historie von Werder Bremen. Jean-Philippe Mateta setzte für den FSV Mainz 05 spät noch einen drauf (82.). Durch die Pleite wird sich auch die Diskussion um Trainer Florian Kohfeldt verschärfen. Am Samstag geht es für die Bremer noch nach Köln – eine letzte Chance noch, vor der Winterpause den Eindruck zu verwischen, dass sich diese Mannschaft im freien Fall Richtung Liga zwei befindet.

Auf zwei Positionen besetzte der Werder-Coach seine Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Bayern München neu. Innenverteidiger und Kapitän Niklas Moisander meldete sich fit, ebenso Mittelfeldmann Leonardo Bittencourt. Wichtiger als die Änderungen auf dem Spielberichtsbogen, war es jedoch, die Änderung in den Köpfen der Spieler herbeizuführen. „Wir müssen nach dem enttäuschenden 1:6 in München eine Reaktion zeigen“, hatte Sportchef Frank Baumann gefordert. Und die Fans in der Ostkurve formulierten ihre Botschaft an die Mannschaft auf einem Banner so: „Zerreißt euch für das Trikot mit der Raute!“

Werder Bremen liegt nach 19 Minuten mit 0:3 gegen Mainz 05 hinten

Aber: Die einzigen, die dann etwas zerrissen, waren die Mainzer: Und zwar zerrissen sie von Anfang an konsternierte Bremer in der Luft. 3:0 führten die Gäste nach nur 19 Minuten – es war ein Fiasko unvorstellbaren Ausmaßes für das Kohfeldt-Team. Wo war der Lerneffekt nach dem Bayern-Spiel? Wo die eingeforderte Reaktion? Wo die Ordnung in der Defensive? Wo der Wille, etwas zu erzwingen? Wo die giftigen Zweikämpfe? Alles nicht vorhanden! Zählt man von der 44. Minute des Bayern-Spiels bis zur 19. Minute gegen Mainz, so kassierte Werder Bremen in 70 Minuten (inklusive Nachspielzeiten) neun Gegentore.

Die gängigen Begriffe wie desolat, desaströs, blamabel, kläglich etc. reichen kaum aus, um zu beschreiben, was Werder vor 41.000 Zuschauern im Weserstadion zeigte. Und es begann in der zehnten Minute. Der Ex-Bremer Levin Öztunali passte aus dem Zentrum steil auf Robin Quaison, der unbedrängt verwandelte. Das 0:2 folgte wenig später und war so etwas wie die Verquickung von Inkompetenz und Pech. Eine Öztunali-Flanke bugsierte Milos Veljkovic unbeholfen mit dem linken Knie an den Pfosten des eigenen Tores, von wo der Ball an den Rücken von Keeper Jiri Pavlanka prallte – drin (15.). Geht's noch schlimmer? Nein, geht es nicht. Auch wenn die Szene sicherlich unglücklich war, blieb ein Eindruck doch unumstößlich bestehen: Werder machte sich nach allen Regeln der Kunst lächerlich. Alle Probleme, die diese Mannschaft mit sich schleppt, zeigten sich mit brutaler Vehemenz.

Werder Bremen: Abstieg in zweite Liga ist 40 Jahre her

Nicht nur wegen des 0:2, sondern weil die Bremer Defensive absolut plan- und hilflos wirkte. Siehe auch das 0:3. Boetius passte durch die Abwehrkette, Robin Quaison verwandelte (19.). Wieder waren die Bremer nur staunende Statisten. Und dann auch noch das: 0:4 nach einer Standardsituation – mal wieder. Einen Eckball verlängerte Szalai per Kopf auf Quaison, der am langen Pfosten so alleine gelassen worden war von seinen Gegenspielern, als hätte er eine hochansteckende Krankheit. Torfieber vielleicht, denn es war nach 38. Minuten schon der dritte Treffer des Schweden.

Die Bremer Fans, die direkt nach dem 0:1 noch eine positive Reaktion gezeigt und das Team angefeuert hatten, waren längst umgeschwenkt. Pfiffe gellten durch das Stadion. Die Illusion, das 0:1 gegen Paderborn und das 1:6 gegen die Bayern wären nicht das wahre Bremer Gesicht gewesen, war allen genommen. Das ist keine Maske bei Werder, das ist die hässliche Realität. 0:4 zur Pause – das hatte es in der Bundesliga-Geschichte der Bremer noch nie gegeben. Nicht mal in der Abstiegssaison 79/80. 40 Jahre ist der bislang einzige Gang in die zweite Liga her, und es ist seit Dienstagabend sehr, sehr denkbar, dass sich Geschichte wiederholen wird.

Werder Bremen: Aufgabe statt Abstiegskampf gegen Mainz 05

Klar ist: Die Horror-Halbzeit gegen Mainz raubt auch den Kohfeldt-Befürwortern die Argumente. Vier Tore kassiert, selbst nur einen Pfostenschuss durch Bittencourt zustande gebracht (41.) – das war nicht Abstiegskampf, das war Aufgabe. Defensiv sowieso und offensiv auch. Oder wie ist es zu erklären, dass Werder Bremen immer wieder hohe Flanken in den Strafraum schickte, obwohl da kein Kopfballspieler wartete? Konzeptlos nennt man so etwas.

Wie demütigend der Abend für die Bremer war, zeigte auch eine Szene in der Coaching-Zone. Davy Klaassen hatte einen Zettel mit Kohfeldt-Anweisungen gelesen und direkt vor die Füße von Achim Beierlorzer geworfen. Doch der Mainzer Coach spionierte nicht, sondern reichte das Papier an den Vierten Offiziellen weiter. Wer so komfortabel führt, kann sich diese Größe locker erlauben. (csa)

Hier geht es zu den Stimmen zum Heimspiel-Debakel des SV Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05. Schämen allein reicht nicht! – Der DeichStuben-Kommentar zum Heimdebakel von Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05. Cheftrainer Florian Kohfeldt zieht nach der blamablen Vorstellung von Werder Bremen gegen Mainz die ersten Konsequenzen.

Werder Bremen verliert 0:5 gegen Mainz 05: Live-Ticker zum Nachlesen

20:22 Uhr: Das war ein ganz, ganz schlimmes Spiel für jeden, der es mit Werder hält. Viel schlechter kann man nicht spielen - besonders in der ersten Halbzeit. Und im zweiten Durchgang war es vor allem deswegen besser, weil Mainz sich zurückgezogen hat. Die Bremer gehen unter und müssen schauen, wie es weitergehen soll, auch (mit) Florian Kohfeldt.

20:21 Uhr: Und dann ist Ende! Werder blamiert sich absolut verdient mit 0:5 gegen Mainz 05!

90. Min +1: Es gibt drei Minuten obendrauf.

89. Min: Dafür gibt es ein bisschen Applaus. Bittencourt mit einer ausnahmsweise guten Flanke, die Bartels erreicht. Der Wiedergenesene schließt per Kopfball ab, trifft das Tor aber nicht.

88. Min: Die Grün-Weißen sind nochmal verstärkt in der Offensive und möchte zumindest den Ehrentreffer erzielen.

86. Min: Zentner geht ins Dribbling gegen Pizarro, aber der Peruaner kommt knapp nicht an den Ball.

85. Min: Fin Bartels ist direkt aktiv und schießt das zweite Mal aufs Tor. Dieses Mal aus 18 Metern, allerdings zu harmlos, sodass Zentner die Kugel festhalten kann.

83. Min: Auf der Gegenseite steckt Rashica auf Bartels durch, der mal gut abschließt - Zentner ist zur Stelle und wehrt den Ball zur Ecke ab. Daraus wird dann nichts.

82. Min: Mateta wird durchgeschickt und schließt durch die Beine von Pavlenka ab ins Tor.

82. Min: Tor für Mainz! Mateta trifft zum 0:5!

81. Min: Bittencourt sieht nach einem Frustfoul am gegenerischen Strafraum seine fünfte gelbe Karte. Somit fehlt er am Samstag bei seinem Ex-Klub Köln.

80. Min: Rückkehr eines Langzeitverletzten. Fin Bartels kommt für Lang ins Spiel. Wenigstens eine gute Nachricht am heutigen Abend.

78. Min: Im Moment wird Kunde verletzt ausgewechselt. Für ihn kommt der luxemburgische Nationalspieler Barreiro..

77. Min: Jojo Eggestein sieht die gelbe Karte für ein Fpul.

73. Min: Wie Sky soeben berichtet hat, hat Klaassen einen Anweisungszettel von Kohfeldt zusammengeknüllt und vor die Füße von Mainz-Coach Beierlorzer geschmissen. Dieser hat ihn dann aber an den vierten Offiziellen weitergegeben.

72. Min: Pizarro erzielt das 1:4, aber es wird aufgrund von Handspiels zurückgenommen.

69. Min: Jetzt ist Pizarro im Spiel - er kam für Osako, der wieder blass geblieben ist, wie allerdings jeder heute.

69. Min: Das war mal ganz gut gespielt: Jojo Eggestein mit einem Doppelpass mit Klaassen. Von der Grundlinie aus spielt er dann Osako an, kann aber noch entscheidend gestört werden.

68. Min: Claudio Pizarro macht sich bereit.

67. Min: Der zweite Wechsel der Mainzer: Mateta wird für Szalai ins Spiel gebracht.

64. Min: Nach einer Hereingabe von Augustinsson von halblinks kommt Osako zum Abschluss. Sein Schuss wird abgeblockt und landet im Toraus. Aus der Ecke wird nichts.

63. Min: Bittencourt kommt zwei Mal in kurzer Zeit zu einem Kopfball - am Ende wird jeweils geklärt.

62. Min: Insgesamt ist die Partie aber verflacht, was für Werder gar nicht so schlecht ist. Mainz lässt den Bremern den Ball hin und her spielen und stößt dann hin und wieder nach vorne.

59. Min: Und da ist mal wieder ne große Chance für Mainz - Pavlenka pariert und Jojo Eggestein klärt vor Öztunali.

55. Min: Werders Passspiel wird etwas sicherer, was aber nicht bedeutet, dass wir hier gute Kombinationen vermelden können. Besser konnte es nur werden. Die Mainzer ziehen sich auch vermehrt zurück und warten auf Konter.

53. Min: Gefühlt das erste Mal im Spiel ist jetzt mal ein paar Minuten Ruhe im Spiel, ohne dass Mainz vorne gefährlich wird. 

50. Min: Wenn Werder mal im oder um den Strafraum der Mainzer postiert ist, werden nur Flanken geschlagen, die allesamt ungefährlich kommen und von Werders kleinen Offensivspielern auch kaum verwertet werden können.

48. Min: Die Grün-Weißen mal vorne und nach einem kleinen Gewusel kommt Jojo Eggestein zum Abschluss aus der Distanz. Zentner hält den Ball fest.

47. Min: Direkt nach dem Beginn gibt es eine gute Freistoßposition für die Gäste. Brosinski tritt den gut, aber der Ball fliegt dennoch knapp am rechten Pfosten vorbei.

46. Min: Weiter geht es.

19:32 Uhr: Es geht in wenigen Augenblicken weiter.

19:22 Uhr: Die Aussagen von Baumann, Kohfeldt und Co. von vor dem Spiel dürften jetzt nicht mehr gelten. Es wäre leider untertrieben, wenn ich sagen würde, das Spiel heute erinnert an das 0:3 vor zwei Jahren gegen Augsburg. Anschließend wurde nämlich Alexander Nouri gekündigt. An Florian Kohfeldt haben vor dem Spiel die meisten Fans und Fußballexperten noch geglaubt. Aber ist der Werder-Coach jetzt noch zu halten? Es sieht sehr dunkel aus. 
Noch sind 45 Minuten zu spielen, um zumindest ein bisschen etwas gut zu machen.

Halbzeit! Werder Bremen mit höchstem Halbzeitrückstand seiner Bundesliga-Geschichte

19:17 Uhr: Es ist Halbzeit in Bremen - endlich!

44. Min: Die Grün-Weißen sind mehr als verunsichert und es geht absolut nichts mehr! Die Fans sind verständlicherweise geschockt und sauer. Bei jedem Ballverlust kommen viele Pfiffe auf.

43. Min: Bittencourt mit einem Kopfball nach einer Ecke, der dann abgeblockt wird. Ja, Werder ist manchmal vorne, aber sowohl das Passspiel, als auch das Zweikampfverhalten ist desaströs - defensiv wie offensiv!

40. Min: Jetzt ist es nur noch lächerlich! Werder will, aber was ist das schon wert? Es ist eine einzige Katastrophe und Blamage, was hier passiert. Nach vorne geht gar nichts und hinten sind die Bremer nicht existent. Man würde Kreisligaspieler beleidigen, wenn man sagen würde, dass Werder auf Kreisliganiveau verteidigt!

38. Min: Quaison mit seinem dritten Tor! 0:4!

35. Min: Jetzt ist es logischerweise ein komisches Spiel. Die Bremer wollen und müssen nach vorne kommen, sind aber im Passspiel und in den Zweikämpfen so schlecht, dass Mainz die meiste Zeit in Werders Hälfte verbringt. Auch wenn momentan wenig Chancen dabei herausspringen.

33. Min: Wenn Werder das Debakel, was es bis hierhin defintiv ist, noch abwenden will, muss hier ein Fußball-Wunder her! Noch ist genügend Zeit, um es gerade zu biegen. Aber haben die Bremer auch genug Zutrauen und Power?

30. Min: Szalai wird mit einer flachen Hereingabe im Strafraum angespielt von Brosinski. Szalais Abschluss landet in Pavlenkas Armen.

29. Min: „Fun“-Fact: Zuletzt im Mai 1973 lag der SVW so früh so hoch in Rückstand!

27. Min: Und beide Trainer wechseln zugleich: Für Fernandes kommt Brosinski aufgrund einer Verletzung. Bei Werder kommt Jojo Eggestein für Sahin.

27. Min: Dann ist Werder kurz vorne, aber Moisander zieht deutlich übers Tor.

24. Min: Nächste Chance für Mainz! Nach einer Ecke darf Alexander Hack aufs Tor köpfen. Die Kugel fliegt ganz knapp am Kasten vorbei!

23. Min: Mehr kann ich euch kaum berichten. Nach dem 0:1 sind die Werder-Fans sogar noch lauter geworden, um durch den Support etwas verändern zu können. Und auch die Bremer Spieler hatten es kurz versucht, zu antworten. Aber dann folgte das 0:2 und es nahm seinen Lauf.

21. Min: Beim 0:3 steckte Boetius auf Quaison durch, der dann freistehend vor Pavlenka nur noch einschieben musste! Traurige Vorstellung.

20. Min: Nachtrag zum 0:2: Öztunali hatte eine Flanke gebracht, die Veljkovic klären wollte und per Slapstick den Ball an den Pfosten befördert, von wo aus er gegen Pavlenkas Rücken und ins Tor fliegt. Unfassbar!

Live-Ticker: Werder Bremen wird in kürzester Zeit von Mainz 05 zerlegt

19. Min: Wieder Quaison! 0:3 für Mainz! Unglaublich!

15. Min: Tor für Mainz! Pavlenka mit dem 0:2 - extrem bitter!

10. Min: Öztunali steckt durch zu Quaison und der darf aus rund 20 Metern abziehen und tut das mit einem richtigen Bums - Pavlenka ohne Chance..

10. Min: Tor für Mainz! Quaison trifft zum 0:1!

8. Min: Und dann steht Osako aus spitzem Winkel alleine vor Zentner nach einem abgefälschten Pass. Aber er kann nur noch unkontrolliert und grätschend abschließen - Abstoß.

7. Min: Dann sind die Bremer mal vorne und kombinieren sich vor das Tor. Im Endeffekt kommt aber nur ein Distanzschuss von Sahin dabei raus.

6. Min: Die Stimmung auf den Rängen ist gut, das Spiel der Grün-weißen bislang gar nicht. Mainz ist deutlich griffiger.

3. Min: Der Ballbesitz ist zunächst in den Reihen der Gäste. Die Teams versuchen, ins Spiel zu finden.

Werder Bremen gegen Mainz 05 läuft!

1. Min: Anpfiff - das Spiel läuft!

18:25 Uhr: Die Teams stehen bereits im Tunnel und werden sofort aufs Feld laufen. Gleich geht es los!

18:23 Uhr: Dietmar Hamann ist ein Fan von Florian Kohfeldt und dem Werder-Weg. Das hat er als Experte bei Sky schon häufiger durchblicken lassen. Und dabei bleibt es auch in der Krise. Der Ex-Nationalspieler lobt „Ruhe und Kontinuität“ im Verein, mit denen die aktuelle Situation gemeistert werden soll. „Da werden Entscheidungen mit dem Kopf getroffen, nicht mit dem Bauch.
Das Bremer Projekt gefällt mir“, sagt Hamann, der einen Werder-Sieg über Mainz erwartet: „Ich glaube an die Bremer.“

18:20 Uhr: Heutiger Schiedsrichter ist Frank Willenborg, der an den Seitenlinien von seinen Assistenten Christian Bandurski und Arno Blos unterstützt wird. Vierter Offizieller ist Arne Aarnink. Im Kölner Keller sitzt Video-Assistent (VAR) Guido Winkmann, der wiederum Holger Henschel an seiner Seite hat.

18:18 Uhr: Noch gut zehn Minuten bis zum Anpfiff des 16. Spieltags im Weserstadion. Wir sind gespannt!

18:17 Uhr: „Das Tor ein Stück weit mit dem eigenen Leben verteidigen“ – Florian Kohfeldt wählte diesen Satz, um sein Team für den Abstiegskampf zu sensibilisieren. „Martialische Worte“, sagt dazu Mainz-Trainer Achim Beierlorzer, der aber eigentlich das Gleiche auch von seinen Spielern fordert. Denn: In Mainz (38 Gegentore) und Bremen (35) treffen die beiden schwächsten Defensiven der Liga aufeinander.

18:11 Uhr: Trotz der schlechten Ausgangssituation vor diesem Spiel, sei Unterstützung aus der Führungsetage des Clubs „maximal, die könnte deutlicher nicht sein“, sagte der Coach, „aber das Entscheidendste für mich ist, dass ich den kompletten Rückhalt der Spieler spüre“.

18:05 Uhr: Um sich mit einem Sieg etwas Luft zu verschaffen, „muss man dafür kämpfen und nicht dafür reden“, sagte Florian Kohfeldt zur aktuellen Lage. Er fordert heute, „das Tor mit dem eigenen Leben zu verteidigen“, um den ersten Heimdreier seit dem vierten Spieltag einzufahren.

18:00 Uhr: Viel wichtiger als die Statistik ist für Werder ohnehin die aktuelle Situation - und vor allem, aus dieser so schnell wie möglich herauszukommen. Denn mit 14 Punkten steht der SVW auf dem 15. Tabellenplatz - nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz und einen Punkt hinter dem heutigen Gegner Mainz 05. 

17:50 Uhr: Aus den letzten fünf Heimspielen kann man keine Tendenz für den Ausgang der heutigen Partie ablesen. Für die Grün-Weißen gab es einen Sieg, drei Unentschieden und eine Niederlage.

17:48 Uhr: Es weihnachtet sehr – auch auf dem Bremer Trikot. Statt mit der Werder-Raute auf der Brust laufen die Profis im letzten Heimspiel vor Weihnachten mit einem Tannenbaum auf. Seit 2002 gibt es diesen Brauch in Bremen – und die sportliche Bilanz in Spielen mit dem Weihnachtsbaum ist positiv: Sieben Siege, sechs Unentschieden, zwei Niederlagen.

17:46 Uhr: Die Werder-Fans sind optimistisch vor dem so wichtigen Heimspiel gegen Mainz. Mehr Fotos könnt ihr in der Fotostrecke sehen.

17:41 Uhr: Die Bremer Bank ist nicht vollbesetzt. Coach Kohfeldt hat nur 19 statt der möglichen 20 Spieler nominiert. Zu den 19 gehört bereits zum dritten Mal in dieser Saison U-19-Stürmer Nick Woltemade. Der 17-Jährige, mit 1,98 Metern eine erstaunliche Erscheinung, gehörte schon beim 2:2 gegen Bayer Leverkusen und beim 4:1 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Heidenheim zum Kader. Woltemades Empfehlung in dieser Saison: 15 Tore in 15 Pflichtspielen für die U 19.

17:38 Uhr: Was für Maxi Eggestein gilt, gilt auch für Yuya Osako. Der Japaner, gegen Bayern kaum mit guten Szenen, bleibt im Team. Mit Milot Rashica und dem nach Magen-Darm-Infekt in die Startelf zurückgekehrte Leo Bittencourt bildet Osako die Abteilung Attacke – und eventuell bekommt Werder das mit der Attacke heute besser hin als im bis dato letzten Heimspiel gegen den SC Paderborn. Vor zehn Tagen sorgten Rashica, Osako und Bittencourt für null Tore, Werder verlor mit 0:1.

17:35 Uhr: Nicht viel Neues im Mittelfeld. Nuri Sahin spielt auf der Sechs, davor agiert trotz anhaltender Formschwäche erneut Maximilian Eggestein an der Seite von Davy Klaassen. Freiwillig, so scheint es, wird Coach Kohfeldt nie auf Eggestein verzichten.

17:32 Uhr: Kapitän Niklas Moisander ist zurück im Team. Nach seinem Comeback gegen Paderborn und der Zwangspause gegen den FC Bayern (wegen Wadenproblemen) steht der 34-Jährige wieder in der Startelf. Gemeinsam mit Milos Veljkovic bildet Moisander die Innenverteidigung, die Außenpositionen besetzen Luwig Augustinsson links sowie Michael Lang als Vertreter des frisch verletzten Theo Gebre Selassie.

Die Aufstellungen von Werder Bremen und Mainz 05 sind da

17:31 Uhr: Und so starten die Gäste aus Mainz. Mit dabei ist auch Ex-Bremer Öztunali.

17:30 Uhr: Hier sind die Aufstellungen der Werderaner für das heutige Heimspiel.

17:16 Uhr: Moin Moin und Herzlich Willkommen zum Liveticker für das Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Mainz 05. In wenigen Minuten geht es hier mit den Aufstellungen weiter.

Zum Vorbericht vom 16. Dezember 2019:

Florian Kohfeldt macht die Werder-Verlierer heiß auf Mainz: „Das Tor mit dem eigenen Leben verteidigen“

Bremen – Er ist wieder da – der Weihnachtsbaum, der die Raute auf den Trikots des SV Werder Bremen ersetzt. Es ist ein bisschen Tradition, dass die Tanne im letzten Heimspiel vor dem Fest auf der Brust der Spieler auftaucht. Aber auch Schnickschnack, für den im nun auch offiziell ausgerufenen Abstiegskampf eigentlich gar kein Platz sein sollte. Denn im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am Dienstagabend (18.30 Uhr) geht es nicht um ein schönes Weihnachtsfeeling, sondern einzig und allein darum, endlich wieder zu punkten – und zwar dreifach! Ansonsten drohen am Samstag beim 1. Köln ein echtes Schicksalsspiel sowie Weihnachten auf einem Abstiegsplatz.

Trainer Florian Kohfeldt hat seine Mannschaft deshalb noch einmal ins Gebet genommen. Nicht, weil ihm der Einsatzwille in der Vergangenheit zu gering war. Aber im Abstiegskampf gebe es eben diese berühmten Prozentpunkte, die letztlich entscheidend sein können. Immer ein bisschen mehr geben als der andere – oder drastisch formuliert: „Es geht darum, im Zweikampf auch mal eine Verletzung zu riskieren und das Tor mit dem eigenen Leben zu verteidigen.“ Kohfeldt sagt, dass er diese Forderungen „noch mal stärker in den Vordergrund gerückt“ habe.

Werder Bremen gegen Mainz 05 mit letztem Aufgebot

Theodor Gebre Selassie hatte das in München vorgelebt und alles versucht, den Ausgleich zu verhindern. Vergeblich. Die Bayern trafen, der Tscheche verletzte sich schwer, fällt nun wochenlang verletzt aus. Das ist tragisch. Doch nur mit diesem Einsatz geht's, meint der Coach, der einmal mehr so etwas wie sein letztes Aufgebot mobilisieren muss. Florian Kohfeldt kann gegenüber dem 1:6 in München am Samstag kaum personelle Veränderungen vornehmen, es fehlen einfach die Alternativen, die Besserung versprechen. „Wir können das über uns ergehen lassen oder dagegen angehen“, sagt er, und er ist klar, was er sich wünscht: Mehr Männer wie Theo Gebre Selassie, die ohne Rücksicht auf die eigenen Befindlichkeiten zu Werke gehen.

Aber nicht falsch verstehen: Davy Klaassen und Co. sollen im Abstiegskampf weder zu einer Tretertruppe werden noch sich selbst zerstören. Der feine Fuß darf und soll auch für ein gepflegtes Offensivspiel weiter eingesetzt werden. „Es bleibt dabei“, meinte Sportchef Frank Baumann: „Guter Fußball garantiert bessere Ergebnisse.“ Aber eben nicht automatisch. Der Unterschied zu sonst könnte nun sein, so Kohfeldt, dass auf die eine oder andere Kombination im Offensivspiel verzichtet wird: „Der Ball kann auch mal schneller ins letzte Drittel kommen. Wir müssen die Chancen auch erzwingen.“ Ob sein auf schönen Fußball ausgerichtetes Team das kann? Abwarten.

Werder Bremen muss vor Weihnachten gegen Mainz 05 dringend gewinnen

Ausgerechnet die Abreibung in München bietet dabei eine gute Vorlage: Da wurde in Halbzeit eins mehrfach Milot Rashica ziemlich schnörkellos auf die Reise geschickt. Einmal langte der Kosovare dann auch zu. Wiederholung erwünscht.

Im Gegensatz zum Einbruch in der zweiten Halbzeit. Bei aller Klasse des Rekordmeisters, „das geht so nicht“, betonte Kohfeldt noch einmal. Die Köpfe hängen zu lassen und aufzugeben, sei keine Option. Auch das hat er seinen Spielern noch einmal deutlich mitgeteilt. „Natürlich waren sie nach dem Spiel in München nachdenklich“, berichtete der Coach des SV Werder Bremen, der weiter den Rückhalt seiner Mannschaft spürt: „Aber sie sind bereit für Mainz. Sie haben schon bewiesen, dass sie mit diesem Druck umgehen können. Und auch, wenn ich für diese Aussage wieder zerrissen werden sollte: Ich glaube an meine Spieler!“

Jetzt muss der Glaube nur noch in einen Sieg münden. Es wäre übrigens erst der vierte in der laufenden Hinrunde und der zweite im Weserstadion. Gelingt das gegen den Tabellen-14. aus Mainz nämlich nicht, dann ist es mit der Besinnlichkeit in Bremen ganz vorbei, dann brennt kurz vor Weihnachten der Baum. Hinweis: Hier erfahrt Ihr, wie ihr das Werder-Spiel gegen Mainz live im TV oder Stream sehen könnt. (kni)

*DeichStube.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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