Endstand 0:2

Es hat nicht gereicht: Werder verliert gegen Bayern

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2 Tore innerhalb von 60 Sekunden - Werder Bremen verliert mit 0:2 gegen den FC Bayern münchen im Weserstadion

Bremen. Bayern München hat seinen Siegeszug in der Fußball-Bundesliga mit Mühe und späten Toren fortgesetzt. Der souveräne Spitzenreiter gewann am Samstag im 93. Nord-Süd-Klassiker bei Werder Bremen trotz einiger Problemen mit 2:0 (0:0) und festigte damit seine Tabellenführung.

Bremen war in dieser Partie immer aktiv, präsent, wach und zweikampfstark. Trotzdem hat es nicht zu einem Punkt gegen die Bayern gereicht. Mit einer eiskalten Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit haben sie innerhalb von 60 Sekunden das Spiel entschieden. Bremen konnte sie nicht vor unlösbare Probleme stellen, Bayern baut seine makellose Bilanz weiter aus. Mit den neunten Sieg im neunten Pflichtspiel haben sie ihren eigenen Vereinsrekord eingestellt.

Werder Bremen - FC Bayern München

Beim sechsten Sieg im sechsten Punktspiel schoss Luiz Gustavo vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion das erlösende Tor für die Münchener in der 81. Minute, ehe Mario Mandzukic (83.) mit seinem sechsten Saisontor erhöhte.

Die Bayern hatten deutlich mehr Probleme als zuletzt gegen Wolfsburg. Die Bremer stellten sich nicht hinten rein und warteten auf Konter, sondern versuchten die Bayern zu beschäftigen - und das lange Zeit mit Erfolg. Mit eigenen Offensiv-Aktionen und schnellem Passspiel gelang das in der frühen Phase des Spiels am besten. Das sah teilweise gut aus, wirklich gefährlich in den Strafraum kamen die Bremer dabei aber nur selten. Eine der besseren Möglichkeiten vergab Marko Arnautovic (70.).

Die meiste Mühe hatten die Münchener auf der rechten Seite. Werders Linksaußen Eljero Elia narrte Philipp Lahm einige Male. Der Nationalspieler sah dabei nicht gut aus, seine Mitspieler im Zentrum klärten allerdings.

Mit Thomas Müller für den angeschlagenen Arjen Robben in der Startelf hatten die Gäste trotz der Bremer Bemühungen deutlich mehr Ballbesitz. Auch mehrere Torschüsse standen in der Statistik. Hochkarätige Torchancen blieben bis zu den Treffern aber Mangelware. Die erste richtig gute Möglichkeit gab es erst zwei Minuten vor der Halbzeit, als Claudio Pizarros Kopfball knapp über das Tor strich.

Dass die Bayern nicht mehr Gefahr entwickeln konnten, lag auch an der Schwäche im Spielaufbau. Gegen die zweikampfstarken und hartnäckigen Bremer konnte sich Toni Kroos fast nie durchsetzen, und auch der nachrückende Bastian Schweinsteiger entwickelte wenig Effektivität. Mit dem eingewechselten Xherdan Shaqiri wurde es in der letzten halben Stunde besser. Erst nach dem Tor von Gustavo, der eine Müller-Vorlage überlegt einschoss, hatten die Bayern mehr Platz. Nach einem Konter über Shaqiri nutzte der eingewechselte Mandzukic freistehend seine erste Chance und erhöhte.

Die meiste Gefahr ging bis dahin von Franck Ribéry aus. Der Franzose zeigte ein paar schöne Dribblings gegen Werders Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie und knallte den Ball vier Minuten nach dem Wechsel gegen den Pfosten.

Besonders im Blickpunkt stand am Samstag ein ehemaliger Bremer: Vor dem Spiel wurde Claudio Pizarro offiziell von der Werder-Clubführung verabschiedet. Der langjährige Sturmführer hatte seinen Wechsel von Bremen zu den Bayern erst nach Saisonschluss bekanntgegeben und erhielt daher mit Verspätung Blumen und ein Bild. Die Fans bedankten sich mit viel Applaus und pfiffen nicht - anders als vor Jahren nach dem Wechsel von Miroslav Klose zu den Bayern.

Das bei den Anhängern beliebte Schlitzohr hatte bei seinen zwei Engagements in Bremen zusammen 159 Spiele für Werder absolviert und kam am Samstag zu seinem insgesamt 338. Bundesligaspiel. Trainer Jupp Heynckes setzte den Peruaner wie zuletzt in der Champions League gegen Valencia von Beginn an ein und ließ Mandzukic auf der Bank. Gegen seine letztjährigen Mitspieler Sokratis und Sebastian Prödl vermochte sich Pizarro allerdings kaum durchzusetzen und wurde nach nicht einmal einer Stunde ausgewechselt.

Auf der Gegenseite stand der ausgeliehene Bayern-Stürmer Nils Petersen wieder in der Startelf. Doch der Angreifer konnte sich gegen die sichere Münchener Defensive nicht in Szene setzen, wurde von Dante und Jerome Boateng gut abgeschirmt.

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