Nummer eins trotz schwacher Zahlen gesetzt

Vander lobt Wolf

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Torwarttrainer Christian Vander (links) stärkt Werders Stammkeeper Raphael Wolf den Rücken.

Bremen - Die Zahlen sind niederschmetternd. Werder-Keeper Raphael Wolf hat nur 52 Prozent der Schüsse auf sein Tor gehalten. Das ist der schlechteste Wert der Bundesliga. Unter 60 Prozent haben von den Stammkräften zwischen den Pfosten sonst nur Stuttgarts Thorsten Kirschbaum (58,97) und Herthas Thomas Kraft (59,52) vorzuweisen. Bester in der Schuss-Statistik nach elf Spieltagen ist Bayerns Manuel Neuer (88,89), dicht gefolgt von Gladbachs Yann Sommer (88,00).

Trotz der schwachen Zwischenbilanz gibt es bei Werder aber keine Überlegungen, einen Torwart-Wechsel vorzunehmen. Wolf bleibt die klare Nummer eins. „,Rapha‘ gibt überhaupt keinen Anlass, in eine Diskussion zu gehen“, betont Christian Vander (34). Der neue Torwarttrainer, der nach der Entlassung von Robin Dutt mit Chefcoach Viktor Skripnik und Assistent Torsten Frings aus der U23 hochgerückt ist, findet die Zahlen „nicht wirklich aussagekräftig. Wenn von 100 Bällen 99 in den Winkel gehen, hat er eine schlechte Quote, kann aber nicht einen Ball halten. Man muss jede Situation einzeln bewerten“, sagt Vander und präzisiert: „Welches Tor war vermeidbar? Wo hatte er eine Chance? Wo hat er sich gut verhalten? Daran machen wir das fest.“

Mit Wolfs vergangenen Auftritten war Vander, der seine aktive Karriere bei Werder 2013 beendete und in den Trainerstab wechselte, ziemlich zufrieden: „Da hat er Sicherheit und Ausstrahlung gehabt.“ In Mainz (2:1) und gegen Stuttgart (2:0) habe der 26-Jährige „wichtige Bälle gehalten. Das waren Schlüsselmomente“, meint Vander. Insgesamt hat Wolf in den drei Spielen mit dem neuen Trainerteam nur einen Gegentreffer kassiert – und Werder drei Mal gewonnen. Auch, weil die Defensive deutlich stabiler stand und nicht mehr so viel durchkam.

So soll es im Nordderby am Sonntag beim Hamburger SV weitergehen. Für Wolf wird es ein besonderes Spiel – von 2004 (B-Jugend) bis 2009 stand der gebürtige Münchner beim HSV unter Vertrag, schaffte dort aber nicht den Durchbruch und kam nur im Reserveteam in der Regionalliga zum Einsatz.

mr/csa

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