DeichStuben-Reporter Daniel Cottäus kommentiert

Kommentar: Der Umgang mit Rückschlägen könnte zum Trumpf für Werder werden

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Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, lebt trotz zahlreicher Rückschläge die Devise: Weiter, immer weiter.

DeichStuben-Reporter Daniel Cottäus ist der Meinung, dass der SV Werder Bremen sportlich zwar noch Luft nach oben hat, in Sachen Einstellung und Wille aber schon weit vorne mitspielt. Ein Kommentar.

Bremen - Seit Marco Reus darf das Wort ja eigentlich kaum mehr benutzt werden, es steht praktisch auf dem Index der Fußballsprache. Geht es in diesen Tagen allerdings um den SV  Werder Bremen, ist es ziemlich schwer, gänzlich darauf zu verzichten: Mentalität.

Vereinfacht ausgedrückt beschreibt der Begriff die Art des Denkens einer Person oder Gruppe - und die Gruppe Werder Bremen fällt vor diesem Hintergrund seit Wochen ziemlich positiv auf. Was wiederum ein großer Verdienst von Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann ist.

Seit knapp zwei Jahren lebt das Duo vor, was es bedeutet, positiv zu denken, an die eigenen Stärken zu glauben, selbstbewusst zu sein. Motto: Wir sind Werder Bremen! Norddeutsche Zurückhaltung? Sehr gerne. Falsche Bescheidenheit? Nicht mehr zeitgemäß. Inzwischen ist diese Denkweise offenbar angekommen im Verein, Werders Auftritte in der laufenden Saison sprechen dafür.

Wille und Einstellung stimmen bei Werder Bremen

Das jüngste Beispiel lieferte der späte Ausgleich in Frankfurt, als sich die Bremer auch nach dem Rückschlag in der 88. Minute noch wehrten und dafür belohnt wurden. In den Wochen zuvor war das Team auch in Dortmund zurückgekommen, hatte das Stahlbad bei den Eisernen von Union Berlin überstanden - und überhaupt fast täglich neue Verletztenmeldungen ohne Jammern weggesteckt. Bis heute ist der SV  Werder Bremen bekanntlich noch ein gutes Stück entfernt von seiner Bestbesetzung.

Sportlich waren die bisherigen Auftritte dabei nicht immer überzeugend, bisweilen sogar schwach, auch das soll nicht verschwiegen werden. Die Basis in Bremen stimmt aber. Die Einstellung. Der Wille. Die - und damit zum Abschluss doch noch mal mal kurz dieses Wort - Mentalität.

Natürlich darf fußballerisch schon gegen Hertha BSC gerne wieder mehr kommen, aber abgesehen davon könnte sich dieses „Wir-machen-einfach-immer-weiter“ noch zum großen Trumpf entwickeln. (dco)

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37% Ballbesitz, nur 70% angekommene Pässe: Selten trat Werder Bremen unter Florian Kohfeldt weniger dominant auf. Unser Taktikanalyst Tobias Escher erklärt, warum Eintracht Frankfurt die Bremer am eigenen Strafraum festnagelte. Den Moment für sein erstes Tor im Trikot von Malmö FF hätte sich Felix Beijmo kaum besser aussuchen können: Der Leihspieler des SV Werder Bremen erzielte am Sonntag den goldenen Treffer beim Sieg gegen IFK Göteborg. Wann steht er wieder auf dem Platz? Und bleibt er bei Werder Bremen? Die Zukunft von Fin Bartels bleibt offen. Bundestrainer Joachim Löw hat Maximilian Eggestein, Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen, nicht in den Kader für die anstehenden Länderspiele berufen – und das trotz Absagenflut.

Quelle: DeichStube

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