Werder-Neuzugang Ujah beginnt zögerlich und taut dann richtig auf

Anruf bei Hennes – und künftig wird getanzt

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Auf die Frage, ob er noch Kontakt zum Kölner Geißbock Hennes hat, antwortete Anthony Ujah: „Klar, ich habe ja seine Telefonnummer.“

Bremen - Seine Stirn glänzt, die Schweißperlen sind nicht zu übersehen. Gut, der Mann hat vor einer Stunde einen laufintensiven Laktattest absolviert – und die Schweinwerfer an der Decke heizen auch ein. Aber das allein ist es nicht, was Anthony Ujah so zu schaffen macht. Der 24-Jährige ist bei seinem ersten Medientermin für Werder ziemlich nervös. Doch die Rettung naht – und hat zwei Hörner.

Bei der Frage nach seinem Freund Hennes bricht das Eis. Da lacht Ujah, da ist er der fröhliche Nigerianer, der mit Geißbock Hennes Kölner Tore bejubelt. Doch wie soll das in Zukunft laufen, denn Hennes ist natürlich beim 1. FC Köln geblieben. Mit wem soll der 4,5-Millionen-Einkauf nun jubeln?

„Wir werden schon einen finden, dem er die Ohren langziehen kann“, scherzt Sportchef Thomas Eichin und verspricht: „Er wird die Herzen der Fans gewinnen. Mit seiner Art passt er sehr gut zu Werder.“ Auch sportlich, urteilt Trainer Viktor Skripnik: „Es war mein Wunsch, ihn als Ersatz für Davie Selke zu bekommen. Er passt perfekt in unser System und wird ein gutes Paar mit Franco Di Santo bilden.“

Davon ist auch Ujah überzeugt. Der Angreifer hat sich den Argentinier auch schon als Jubel-Ersatz für Hennes ausgesucht: „Franco kann als Südamerikaner sehr gut tanzen, von ihm werde ich mir was abschauen. Am besten tanzen wir zusammen.“ Über eigene Treffer würde er sich natürlich besonders freuen, aber eine Tormarke setzt er sich nicht, denn im Vordergrund stehe immer das Team. „Ich bin ein Kämpfer, ich tue alles für die Mannschaft“, versichert der Nigerianer, der vor vier Jahren aus Norwegen nach Deutschland kam. Meistens antwortet er auf Englisch. „Ich kann aber auch Deutsch“, sagt er. Aber entspannter plaudert es sich noch auf Englisch. Und dabei erzählt er, dass Didier Drogba, der Superstar von der Elfenbeinküste, sein großes Vorbild ist: „Wegen ihm bin ich Chelsea-Fan geworden. Pizarro hat da auch gespielt – und so habe ich damals erstmals von Bremen gehört.“ Selbst war er damals noch ein Straßenfußballer in Nigeria.

Inzwischen ist er Profi und kennt auch Werder bestens, spricht von einem großen Club und hofft auf eine erfolgreiche Zeit. Leider ohne Hennes. „Ich vermisse ihn schon“, gesteht Ujah – und reagiert auf die Frage, ob er noch Kontakt zum Geißbock habe, ziemlich schlagfertig: „Klar, ich habe ja seine Telefonnummer.“ Ujah wirft dabei den Kopf zurück und lacht lauthals. Die Schweißperlen sind längst verschwunden.

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Trainingsauftakt bei Werder in Bildern

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