Neuzugang vom FC Bayern München

U23-Spieler Marin Pudic im Interview: „Ich durfte unter Ancelotti und Kovac trainieren“

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Marin Pudic aus der U23 von Werder Bremen im Interview mit Marcel Schwenk von der DeichStube.

Von Marcel Schwenk. In der Sommerpause wechselte Marin Pudic aus der Jugend des FC Bayern München zum SV Werder Bremen. Im Interview mit der DeichStube spricht der 19-jährige Mittelfeldspieler der U23 über seine Zeit beim Rekordmeister, den Wechsel an die Weser - und er erzählt, bei welchem Werder-Profi er ganz genau hinschaut.

Marin Pudic, Sie trainieren regelmäßig mit den Profis, waren auch mit in den Trainingslagern im Zillertal und in Grassau. Sind Sie der Bundesliga schon näher gekommen?

Jedes Training hilft mir dabei, mich zu verbessern, Tag für Tag. Auch die Testspiele sind sehr wichtig. Als junger Spieler muss man dagegenhalten – körperlich, aber vor allem auch in Bezug auf das Tempo. Dass ich mit in die Trainingslager reisen durfte, hat mich sehr gefreut. Vor allem, weil ich erst kurz davor zu Werder gewechselt bin. Es hat Spaß gemacht und ich habe vieles mitgenommen.

Bei welchem Werder-Profi schauen Sie auch mal genauer hin?

Man schaut sich bei allen etwas ab, aber als Mittelfeldspieler schaue ich bei Nuri Sahin genauer hin. Nuri hat schon eine überragende Karriere, spielte bei Real Madrid, beim BVB und in Liverpool. Diese Erfahrung merkt man auf und neben dem Platz. Auch Maxi Eggestein oder Davy Klaassen gucke ich mir genauer an, gerade wie sie sich im Mittelfeld bewegen.

Warum sind Sie vom großen FC Bayern zum SV Werder Bremen gewechselt?

Werder ist doch auch ein sehr großer Verein. Ich hatte von Beginn an das Gefühl: Hier bin ich richtig. Ich mag den Verein einfach, die Menschen, die Spielidee und das familiäre Miteinander. Ich fühle mich hier bestens aufgehoben und sogar das Moin habe ich mir schon angewöhnt. Außerdem fallen in Werder-Spielen oft viele Tore – das gefällt mir.

Werder Bremen U23: Marin Pudic eher zufällig vom FC Bayern München entdeckt

Also sind Sie eher der Typ, der lieber 4:3 als 1:0 gewinnt?

Auf jeden Fall (lacht).

Vor dem Schritt zu Werder haben Sie lange in München gespielt. Wie wurden Sie eigentlich entdeckt?

Mein Bruder Karlo hat damals schon in München in der U8 gespielt. Während mein Bruder Training hatte, habe ich oft an der Seite für mich gespielt. Dort haben sie mich gesehen. Ich wurde eingeladen. Nach dem Probetraining haben sie mich genommen. Dann war ich insgesamt zwölf Jahre dort.

Sie haben für den FC Bayern auch in der Uefa-Youth-League gespielt, quasi parallel zur Champions League der Profis. Wie war das als junger Spieler?

Also so eine englische Woche mit drei Spielen ist schon sehr herausfordernd. Aber die Youth-League ist nochmal eine andere Bühne. Es ist spannend zu sehen, wie in anderen Ländern gespielt wird. Und es ist eine Herausforderung, sich mit den Teams zu messen, zum Beispiel mit Ajax Amsterdam oder Real Madrid. Da waren schon auch ein paar echt gute Kicker dabei (lacht).

In Testspielen kam Marin Pudic, eigentlich in der U23, auch schon für die Profis von Werder Bremen zum Einsatz.

Werder Bremen U23: Marin Pudic trainierte unter Carlo Ancelotti und Niko Kovac

Einen Titel haben Sie in ihrer Zeit bei Bayern auch geholt.

Ja, das war im Finale der deutschen B-Jugend-Meisterschaft 2017 gegen Werder Bremen. Wir haben mit 2:0 gewonnen, das war ein sehr schönes Erlebnis.

Mit vielen damaligen Gegenspielern spielen Sie heute in einer Mannschaft. Haben Ihnen die Jungs mittlerweile verziehen?

Wir haben ab und zu mal darüber geredet und nehmen uns auch mal gegenseitig aufs Korn (lacht). Das passt schon.

Welche persönlichen Ziele haben Sie?

Erstmal konzentriere ich mich voll auf die U23, nehme aber jede Trainingseinheit bei den Profis gerne mit. Wichtig dabei ist, Schritt für Schritt zu gehen und immer an sich zu arbeiten. Man braucht natürlich auch ein wenig Glück. Aber jeder will in der Bundesliga spielen. Diesem Traum folgt man schon als Kind. Dafür braucht man den Willen und den Ehrgeiz – beides habe ich.

Trotz Ihrer noch sehr kurzen Karriere haben Sie schon den einen oder anderen namhaften Trainer erlebt. Wer hat Ihnen am meisten mit auf den Weg gegeben?

Die waren schon alle sehr unterschiedlich. Ich habe damals bei Bayern unter Carlo Ancelotti und Niko Kovac trainieren dürfen, die ihre jeweils eigene Art hatten. Florian Kohfeldt hier bei Werder spricht sehr viel mit uns jungen Spielern, nimmt sich Zeit für uns und erklärt beispielsweise, was wir bei verschiedenen Passformen verbessern können. Das ist sehr hilfreich, um besser zu werden und das muss immer unser Anspruch sein.

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„Nicht auf dem Abstellgleis“ - Was kommt noch von Claudio Pizarro in seiner letzten Saison für Werder Bremen? „Ich würde es als Fan genauso machen“ - Maximilian Eggestein über fehlende Punkte bei Werder Bremen, seine Form und öffentliche Kritik.

Quelle: DeichStube

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