Österreicher trifft bei Ex-Club Twente und rettet Werder / Große Sorge um verletzten Tim Wiese

1:1 – ausgerechnet Arnautovic

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Augen zu und durch: Claudio Pizarro versucht sich im Dreikampf mit den Twente-Verteidigern Douglas (hinten) und Rosales.

ENSCHEDE - Erst auf der Bank, dann ausgebuht – und letztlich doch Werders Retter: Mit seinem Tor zum 1:1 (0:0)-Endstand hat Marko Arnautovic den Bremern gestern bei seinem Ex-Club Twente Enschede einen vermutlich überlebenswichtigen Punkt beschert.

Beide Teams haben nun in der Gruppe A der Champions League zwei Punkte, Werder hat aber den Vorteil, Twente in zwei Wochen im Weserstadion zu empfangen. Dennoch: Sorgen bleiben – ums Weiterkommen, aber auch um den verletzten Stammkeeper Tim Wiese.

Die Bilder vom Spiel Twente Enschede - Werder Bremen

Twente Enschede - Werder Bremen

Dieser hatte sich bei einer völlig harmlos aussehenden Aktion am rechten Knie verletzt (35.). Wiese wollte den Ball holen, blieb mit dem Bein im Rasen hängen, verdrehte sich das Knie und sackte mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen. Sofort war klar: Der 28-Jährige muss runter. Immer wieder den Kopf schüttelnd, verließ Wiese den Platz. Immerhin gab Sportchef Klaus Allofs vorsichtig Entwarnung: „Das erste Signal ist, dass nichts gerissen ist. Aber genau wissen wir es noch nicht.“ Heute soll sich Wiese in Bremen einer Kernspintomographie unterziehen.

Die Noten der Werder-Spieler

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Gestern kam für ihn Sebastian Mielitz, der vor 24 000 stimmungsvollen Zuschauern im ausverkauften Stadion „De Grolsch Veste“ sichtlich nervös war und sich einige Unsicherheiten leistete. Vor allem nach einem Schuss des sonst blassen Enscheder Sturmriesen Marc Janko: Mielitz ließ den Ball prallen und konnte dann gerade noch vor Denny Landzaat retten (41.).

Die besten Chancen für die Hausherren, bei denen der Ex-Hannoveraner Arnold Bruggink mitttrainiert und angeblich kurz vor der Unterschrift steht, hatte Bryan Ruiz. Der schnelle Außenstürmer zielte aber zweimal knapp links am Tor vorbei (12./45.).

Und Werder? Hielt Twente weitgehend gut in Schach, brachte im Spiel nach vorne aber sehr wenig zustande. Aus dem umgestalteten Mittelfeld kamen kaum Ideen. Trainer Thomas Schaaf vertraute dort zunächst der defensiven Variante mit Kapitän Torsten Frings, Wesley, Philipp Bargfrede und Aaron Hunt. Bargfrede kümmerte sich meistens um den immens schussgewaltigen Theo Janssen, der Werder im letzten Aufeinandertreffen am 18. Februar mit seinem Knaller aus gut 25 Metern die 0:1-Niederlage eingebrockt hatte.

Als Linksverteidiger durfte Petri Pasanen ran, der Franzose Mikael Silvestre erhielt die dringend benötigte Pause. Bitter war diese Aufstellung vor allem für Arnautovic, der im Spiel bei seinem ehemaligen Club auf der Bank schmorte und später bei seiner Einwechslung (60.) auch noch mit einem gellenden Pfeifkonzert begrüßt wurde.

Vorne spielten Claudio Pizarro als hängende Spitze und Hugo Almeida als einziger echter Stürmer. „Wir haben zuletzt viele Gegentore bekommen, wollten kompakt stehen“, erklärte Allofs. Das gelang – allerdings auch zu Lasten der Offensive. Werder hatte vor der Pause nur eine gute Gelegenheit: Almeida scheiterte jedoch an Nicolai Mihaylov (32.) – jenem Keeper, der Werder vor vier Jahren, damals in Diensten von Lewski Sofia, mit zwei üblen Patzern den Weg zum 3:0 geebnet hatte.

Diesmal wurde der 22-Jährige auch nach dem Seitenwechsel kaum gefordert. Ähnlich wie Mielitz, der eine Viertelstunde vor Schluss aber geschlagen war: Erst parierte er stark, dann knallte Janssen – wer sonst? – den Ball doch noch zum 1:0 für Twente in die Maschen. Allerdings: Das Tor hätte nicht zählen dürfen, Janssen stand im Abseits. Werder im Pech – und dabei blieb es auch. Denn nach dem Ausgleich durch Arnautovic, der den Ball nach einem Doppelpass mit Pizarro unter die Latte hämmerte (80.), gelang dem Vorlagengeber sogar noch das 2:1. Doch diesmal erkannte Schiedsrichter Claus Bo Larsen (Dänemark) die Abseitsstellung, obwohl es nur Zentimeter waren. Schöne Randnotiz: Am Rande der Partie blieb’s – anders als im Februar – total ruhig.

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