Sieben Verträge laufen bei Werder 2022 aus

Werder Bremen kündigt Diät bei den Gehältern an: Neue Verträge nur zu abgespeckten Bezügen

Für Werder Bremen um Sportchef Frank Baumann (li.) und Scouting-Leiter Clemens Fritz steht die Personal-Planung an: Sieben Spieler-Verträge laufen im Sommer 2022 aus.
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Für Werder Bremen um Sportchef Frank Baumann (li.) und Scouting-Leiter Clemens Fritz steht die Personal-Planung an: Sieben Spieler-Verträge laufen im Sommer 2022 aus.

Bremen - Die aktuelle Saison ist noch lange nicht beendet, und doch plant Werder Bremen schon jetzt über den Sommer hinaus - wobei: würde gerne planen, muss es eigentlich heißen. Weil die Verträge von gleich sieben wichtigen Spielern im Jahr 2022 auslaufen, stünden demnächst eigentlich erste Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung an. Eigentlich. Weil der Verein seine künftige finanzielle Situation aber noch nicht genau genug abschätzen kann, wurde das Thema um ein paar Monate nach hinten verschoben. 

„Bei den Vertragsverlängerungen müssen wir noch abwarten, weil es aktuell noch zu viele Fragezeichen gibt“, sagt Werders „Leiter Profifußball“ Clemens Fritz und spielt damit vor allem auf die große Ungewissheit an, wann der Verein wieder mit Zuschauereinnahmen planen kann. „Wir hoffen, dass wir schnellstmöglich Bescheid wissen, wie es in der Pandemie weitergehen kann“, betont Fritz. „Vielleicht kann man das im Mai schon besser absehen. Dann werden wir uns auch mit den Vertragsverlängerungen beschäftigen.“ Arbeit gibt es für Werder Bremen bei diesem Thema mehr als genug. In Jiri Pavlenka, Ludwig Augustinsson, Milos Veljkovic, Kevin Möhwald, Milot Rashica, Yuya Osako und Josh Sargent gehören gleich sieben Spieler dem Aufgebot an, die im Sommer 2022 für andere Vereine ablösefrei zu haben wären, was Werder selbstredend unbedingt verhindern will. Heißt für den Verein: Entweder den Vertrag entsprechend verlängern, oder aber in diesem Sommer verkaufen.

Sieben Verträge laufen 2022 bei Werder Bremen aus: Verlängern oder auf dem Transfermarkt verkaufen?

Dass bei Werder Bremen kein Spieler unverkäuflich und der Bundesligist nach der laufenden Saison auf Transfererlöse angewiesen ist, um finanziell überleben zu können, ist längst bekannt. „Auf Grund der wirtschaftlichen Situation müssen wir uns mit jedem Angebot beschäftigen, das reinkommt“, sagt Fritz. Deshalb sind natürlich auch die genannten sieben Profis heiße Verkaufskandidaten bei Werder, zumal Namen wie Rashica, Pavlenka, Augutinsson und Sargent durchaus ordentliche Ablösesummen versprechen. Andererseits müssen die Bremer aber aufpassen, nicht zu viel sportliche Substanz ziehen zu lassen und zumindest einige Leistungsträger im Club zu halten.

Erschwert könnte das dadurch werden, dass Werder Bremen seinen Spielern mitten in der größten finanziellen Krise der Vereinsgeschichte kaum üppigere Verträge anbieten kann als bisher. „Jeder Verein hat durch Corona unglaubliche finanzielle Einbußen, und natürlich ist es dann zwangsläufig so, dass sich in der Gehaltsstruktur etwas verändern wird“, sagt Fritz. Am Ende sei alles Verhandlungssache. „Als Verein können wir nur sagen: Das sind unsere finanziellen Möglichkeiten, zu denen können wir es machen. Da wird sicherlich nicht jeder Spieler begeistert sein.“ (dco)

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