So stehen die Bremer EM-Chancen

Werder-Profis Augustinsson, Friedl und Pavlenka im großen EM-Schaufenster

Ludwig Augustinsson, Marco Friedl und Jiri Pavlenka vertreten den SV Werder Bremen bei der Europameisterschaft - und wollen ihren Marktwert steigern.
+
Ludwig Augustinsson, Marco Friedl und Jiri Pavlenka vertreten den SV Werder Bremen bei der Europameisterschaft - und wollen ihren Marktwert steigern.

Bremen – Heute startet die Fußball-Europameisterschaft – mit dabei sind drei Werder-Profis: Jiri Pavlenka, Ludwig Augustinsson und Marco Friedl. Aus Bremer Sicht sollen sie alle das Turnier auch dazu nutzen, ihren Marktwert weiter in die Höhe zu schrauben. Denn dass sie Werder Bremen in die 2. Liga begleiten werden, ist kaum vorstellbar, ein Verbleib an der Weser so gut wie ausgeschlossen. Das Trio soll verkauft werden und dem Club dringend benötigtes Geld in die Kassen spülen. Aber wie stehen die Chancen, dass die Bremer bei der EM tatsächlich positiv auf sich aufmerksam machen werden?

Marco Friedl

Der Verteidiger zählte speziell in der Hinserie der abgelaufenen Saison noch zu den stabilsten Spielern beim SV Werder Bremen. Als Belohnung darf Friedl nun erstmals in seiner Laufbahn mit der österreichischen Nationalmannschaft zu einem großen Turnier fahren. Ob der 23-Jährige dort auch erste Wahl sein wird, ist jedoch zu bezweifeln. Im vorletzten Testspiel in England (0:1) durfte Marco Friedl, der bislang drei A-Länderspiele absolviert hat, zwar über 90 Minuten ran und machte seine Sache auch durchaus ordentlich. Bei der Generalprobe am Sonntag gegen die Slowakei (0:0) fehlte er dann allerdings komplett in Österreichs Aufgebot. Ein Fingerzeig für die Endrunde?

Marco Friedl und Co. treffen in Gruppe C auf die Niederlande, die Ukraine sowie Nordmazedonien und wollen die Vorrunde überstehen, was durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Denn das Niveau des Kaders ist gut: gleich 20 der insgesamt 26 Spieler verdienen ihr Geld in der deutschen Bundesliga. Auch die Ex-Bremer Florian Grillitsch und Marko Arnautovic zählen zum Aufgebot. Dass Friedl – unabhängig vom Turnierverlauf – nach der Euro allerdings noch mal im Dress des SV Werder Bremen auflaufen wird, gilt als sehr unwahrscheinlich. Mehrere Vereine sollen an ihm interessiert sein. Sein Marktwert wird auf 7,5 Millionen Euro geschätzt – ein Top-5-Wert im Bremer-Kader. Friedls Vertrag läuft bis zum Sommer 2023.

Ludwig Augustinsson

Hinter dem Linksverteidiger liegt eine unbefriedigende Saison mit mehreren Muskelverletzungen und wenig überzeugenden Leistungen. Der Schwede blieb insgesamt weit unter seinen Möglichkeiten. In den vergangenen Wochen plagte sich Ludwig Augustinsson zudem wieder einmal mit einer Oberschenkelverletzung herum und verpasste den Großteil der EM-Vorbereitung inklusive des letzten Tests der Schweden gegen Albanien (3:1). Schwedens Co-Trainer Peter Wettergren gab aber tags darauf Entwarnung: „Ich bin überzeugt, dass Ludde ab heute bereit ist.“ Geht alles glatt, wird Augustinsson bis zum EM-Start eine Woche lang mit der Mannschaft trainiert haben. Ob das schon für einen Startelf-Einsatz am Montag gegen Spanien reicht, ist fraglich.

Normalerweise ist der 27-Jährige, der bislang 32 Länderspiele bestritten hat, im schwedischen Team gesetzt. Neben den Spaniern bekommt es das Team von Trainer Janne Andersson in Gruppe E mit Polen und der Slowakei zutun. Platz zwei ist das erklärte Ziel. Augustinsson wird ohne Zweifel alles daran setzen, ein erfolgreiches Turnier zu spielen. Denn klar ist: Lust auf die 2. Liga hat der Schwede nicht. Mit einem kolportierten Marktwert von zehn Millionen Euro und einem Vertrag bis 2022 zählt Augustinsson ohnehin zu den heißesten Verkaufskandidaten bei Werder Bremen.

Jiri Pavlenka

Im vorletzten Test der Tschechen gegen Italien stand Jiri Pavlenka 90 Minuten lang im Kasten. Der Schlussmann des SV Werder Bremen kam mit seinem Team allerdings mächtig unter die Räder – 0:4. Auch wenn den 29-Jährigen daran die geringste Schuld traf, sieht ein Empfehlungsschreiben sicherlich anders aus. So kam es, wie es erwartet worden war: Zur Generalprobe am Dienstag gegen Albanien (3:1) musste Pavlenka wieder mit dem Platz auf der Bank vorliebnehmen. Tomas Vaclik (FC Sevilla) durfte sich zeigen und wird als Nummer eins ins Turnier gehen. Dem Bremer Keeper (13 Länderspiele) bleibt nur die Rolle des Ersatzmannes.

Tschechien trifft in Gruppe D auf Vize-Weltmeister Kroatien, England und Außenseiter Schottland. Ein Weiterkommen wäre eine große Überraschung. Unabhängig davon scheinen die Bremer Chancen auf einen Pavlenka-Transfer (Vertrag bis 2022) gut zu stehen. Der Tscheche spielte eine ordentliche Serie, ist mit einem geschätzten Marktwert von 5,5 Millionen Euro nicht unbezahlbar und soll unter anderem das Interesse des türkischen Meisters Besiktas Istanbul geweckt haben. (mwi)

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Spanien: Wo Formentera sogar Mallorca schlägt - und wo nicht

Spanien: Wo Formentera sogar Mallorca schlägt - und wo nicht

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Meistgelesene Artikel

Nächster Werder-Neuzugang im Anflug? Nicolai Rapp am Weserstadion gesichtet

Nächster Werder-Neuzugang im Anflug? Nicolai Rapp am Weserstadion gesichtet

Nächster Werder-Neuzugang im Anflug? Nicolai Rapp am Weserstadion gesichtet
Werder kämpft um Aursnes, muss ihn aber noch für Molde spielen lassen

Werder kämpft um Aursnes, muss ihn aber noch für Molde spielen lassen

Werder kämpft um Aursnes, muss ihn aber noch für Molde spielen lassen
Rashica-Transfer: Werder winken fette Extra-Zahlungen von Norwich City

Rashica-Transfer: Werder winken fette Extra-Zahlungen von Norwich City

Rashica-Transfer: Werder winken fette Extra-Zahlungen von Norwich City
Nach Schaaf-Frust: Baumann entschuldigt sich bei Werder-Legende

Nach Schaaf-Frust: Baumann entschuldigt sich bei Werder-Legende

Nach Schaaf-Frust: Baumann entschuldigt sich bei Werder-Legende

Kommentare