Werder Bremen: Henrichs weiter Top-Kandidat

Wer wechselt zu Werder Bremen? Bernardo und Janik Haberer kein Thema

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Werder Bremen: Sportchef Frank Baumann hat viel zu tun und kündigt einen Neuzugang an, „an dem wir sehr, sehr viel Spaß haben werden“.

Bremen – Ömer Toprak ist endlich da, aber Sportchef Frank Baumann ist längst noch nicht fertig. Werder Bremen hat mindestens einen weiteren Transfer angekündigt. Aber wer kommt?

Benjamin Henrichs von der AS Monaco ist nach Informationen der DeichStube weiterhin der Topkandidat für die offene Planstelle in der Außenverteidigung bei Werder Bremen

Der zuletzt von Medien ins Spiel gebrachte Brasilianer Bernardo vom Premier-League-Club Brighton & Hove Albion wird dagegen von Werder ebenso wenig umworben wie Mittelfeldspieler Janik Haberer vom SC Freiburg.

„Wir suchen nach der bestmöglichen Lösung im Rahmen unserer Möglichkeiten“, erklärte Frank Baumann bei der offiziellen Vorstellung von Ömer Toprak am Sonntag in Bremen und fügte noch vielversprechend an: „Wir werden zumindest noch einen Spieler verpflichten, der sehr gut reinpasst und an dem wir sehr, sehr viel Spaß haben werden.“ Namen nannte Baumann freilich nicht. Der 43-Jährige lehnt es auch ab, sich zu Gerüchten zu äußern. Immerhin beschrieb er nun, für welchen Bereich Werder Bremen noch eine Verstärkung sucht: „Es ist nach wie vor so, dass wir auf der Außenverteidigerposition noch etwas machen wollen. Gerne einen Spieler, der flexibel ist, der auf verschiedenen Positionen spielen kann.“

Werder Bremen: Benjamin Henrichs weiter Top-Kandidat - aber es ist schwierig

Benjamin Henrichs würde da natürlich perfekt für Werder Bremen passen. Der 22-Jährige kann auf beiden Seiten verteidigen, fühlt sich als Rechtsfuß auf der rechten Seite dabei etwas wohler. Dort steht Werder nur Theodor Gebre Selassie zur Verfügung (der mögliche Ersatz Felix Beijmo wird nach Schweden verliehen). Fällt der Tscheche aus, muss improvisiert werden, Linksfuß Marco Friedl aushelfen. Das ist keine dauerhafte Lösung. Henrichs könnte aber auch im Mittelfeld spielen, wie er es am Wochenende bei der AS Monaco gemacht hat. Allerdings setzte es eine 0:3-Heimpleite gegen Olympique Lyon. Der deutsche U21-Nationalspieler wurde in der 74. Minute beim Stand von 0:2 ausgewechselt. Aktuell ist völlig unklar, wie Trainer Leonardo Jardim mit dem Ex-Leverkusener plant. Für die Position des rechten Außenverteidigers wurde gerade erst Ruben Aguilar vom Ligakonkurrenten HSC Montpellier für eine Ablösesumme von acht Millionen Euro verpflichtet. Der Franzose stand gegen Lyon auch sofort in der Startelf.

Mal heißt es aus Monaco, Benjamin Henrichs sei ein Verkaufskandidat, nun soll er wieder ganz wichtig für die Zukunft des Clubs im Fürstentum sein. Für Werder Bremen dürfte es jedenfalls schwierig werden, ihn wie geplant auszuleihen. Einen sofortigen Kauf können sich die Bremer nicht leisten. Der 22-Jährige besitzt noch einen Vertrag bis 2023 und hat aktuell einen Marktwert von 15 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de).

Michael Gregoritsch: Werder Bremen ist dran - bislang ohne Erfolg

Ähnlich teuer ist auch Michael Gregoritsch. Der FC Augsburg scheint nicht bereit zu sein, von seinen Forderungen abzurücken. Werder hat sich schon vor Monaten intensiv um die Dienste des Angreifers aus Österreich bemüht. Vergeblich. Da half es auch nicht, dass Gregoritsch in den sozialen Medien angedeutet hat, dass er gerne zu Werder wechseln würde. Sogar sein Vater Werner Gregoritsch mischte sich ein.

Der Trainer der U21-Auswahl von Österreich sprach sich indirekt für einen Wechsel seines Sohnes aus. Beim peinlichen Augsburger DFB-Pokal-Aus am Samstag beim Regionalligisten SC Verl durfte Gregoritsch beginnen, wurde dann beim Stand von 1:2 in der 67. Minute ausgewechselt. Die Niederlage konnte Trainer Martin Schmidt damit auch nicht mehr verhindern. Michael Gregoritsch soll nach der Partie stocksauer gewesen sein – wegen der Pleite und wegen seiner Auswechslung.

Zu wenig Geld: Werder Bremen will auf Leihgeschäfte setzen

Und was bedeutet das für Werder Bremen? Wahrscheinlich nichts. Nach der Verpflichtung von Ömer Toprak ist wohl nicht mehr genug Geld da für einen großen Transfer. Den Innenverteidiger hat Werder zwar nur von Borussia Dortmund ausgeliehen, aber die Gebühr ist sehr hoch. Denn letztlich handelt es sich um einen Kauf, der dann in einem Jahr automatisch eintritt. Die Ablösesumme soll am Ende über fünf Millionen Euro betragen und noch erfolgsabhängig auf bis zu sechs Millionen Euro steigen können. 

Das Thema Michael Gregoritsch dürfte sich für Werder Bremen erledigt haben, es sei denn, es wird noch eine neue Geldquelle entdeckt. Die Bremer schielen eher auf Leihgeschäfte, um eine Ablösesumme zu vermeiden. Die Messlatte liegt dabei sehr hoch, wie das Beispiel Toprak zeigt. Qualität soll her, um den Kader signifikant zu verstärken. Frank Baumann glaubt dabei schon, dass der Toprak-Transfer „in der Branche registriert wird, dass sich bei uns etwas tut, dass die Spieler das auch wahrnehmen. Hier finden sie eine Mannschaft vor, die guten Fußball spielt, hier entwickelt sich etwas. Davon können sie ein Teil werden.“ Bis zum 2. September hat Baumann noch Zeit, die Kandidaten und deren Clubs von einem Wechsel zu Werder Bremen zu überzeugen.

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Er hat schon ganz viel erlebt. Nach seiner Verpflichtung soll Ömer Toprak bei Werder Bremen nun auf Anhieb ein Anführer sein. Unterdessen hat Werder Bremen die Ausschreitungen und den Fan-Angriff auf Polizisten verurteilt. Und ein Spieler hat ein interessantes Interview gegeben - Maxi Eggestein sagt: Mein Traumclub? „Das fliegt mir um die Ohren!“

Inzwischen ist auch ein neues Gerücht aufgetaucht: Die Grün-Weißen haben offenbar einen Königsblauen im Visier. Wie die „Bild“ berichtet, ist Werder Bremen an Nabil Bentaleb vom FC Schalke 04 interessiert.

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