Werder-Bremen - Die Trainingslager-Bilanz.

Die Trainingslager-Bilanz.

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Mediengruppe Kreiszeitung

Werder-Bremen - Von Malte Rehnert. Nun ist es geschafft! Zehn Tage Trainingslager in Belek enden heute Morgen mit dem Rückflug nach Bremen. Mein persönliches Fazit lautet: Ich kann zufrieden sein und mir ruhig mal kurz auf die Schulter klopfen. Gut, die Laufschuhe haben es leider nicht aus dem Reisekoffer geschafft – dafür aber die Badehose. Jeden Morgen vor dem Frühstück war ich im Hallenbad und habe zumindest jeweils 20 Bahnen im etwa 25 Meter langen Becken abgespult. Ein sportiver Start in den Tag. Und der innere Schweinhund, der sich nach dem Aufwachen meldete und mich zum gemütlichen Liegenbleiben überreden wollte, hat immer verloren. Und dann habe ich es auch noch geschafft, den bequemen Fahrstühlen zu widerstehen. Jedes Mal bin ich die 57 Stufen zu meinem Zimmer hinaufgestiegen statt mal eben in ein paar Sekunden hochzurauschen. Mehrmals am Tag. Das ist auch gut – noch besser aber, dass ich das selbst gesteckte Hauptziel erreicht habe. Abend für Abend habe ich sorgfältig die Aktivitätsdaten von meiner Uhr abgelesen und aufgeschrieben. Und immer (bis auf den Anreisetag) durfte ich die Faust ballen. Immer über 100 Prozent – insgesamt 930. Dazu 23293 verbrauchte Kalorien, da kann ich zu Hause erst mal richtig reinhauen. Und dann noch die 100171 Schritte. Eine geradezu famose Leistung, die ich aber auch unserem Hotel zu verdanken habe. Denn die weiten Wege auf dem Riesen-Gelände mussten ja gemacht werden.

Apropos Hotel: Das war sehr gut – nur zwei Sachen störten. Der zu niedrige Duschkopf in der Badewanne führte täglich zu Verrenkungen. Und der XXL-Generator vom Nachbarhotel brummte so laut, als würde ein Siebeneinhalbtonner auf dem Balkon herumfahren. Ein Mal sogar nachts. Nicht angenehm, dieser durchgängige, dumpfe Lärm.

Was noch zu sagen oder besser zu schreiben bleibt: Die Hunde hier in Belek sind ziemlich schräg drauf. Einer lief ständig auf die Fahrbahn und provozierte gefährliche Ausweichmanöver. Ein anderer lag mitten auf der Straße und hielt genüsslich ein Nickerchen. Das Beweisfoto, für das wir extra noch mal umgedreht waren, kam aber leider nicht zustande. Ein Ladenbesitzer hatte das Tier mit einer Schale Wasser angelockt. Heute haben wir nun nur noch die Fahrt zum Flughafen vor uns. Dann sind wir weg – und die Hunde können andere Autofahrer irritieren.

Zum Schluss muss noch erwähnt werden, dass ich gerne das Wetter eingepackt hätte. Gestern lachte bei 18 Grad die Sonne – und in Deutschland, so ließ ich mir zutragen, warten Bibberkälte und Schnee. Gleich mal den Ofen anmachen...

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