In der Pause geht Werder erst in die Knie – und dann wird auch noch gesprintet

In der Pause geht Werder erst in die Knie – und dann wird auch noch gesprintet
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In der Pause geht Werder erst in die Knie – und dann wird auch noch gesprintet

Bremen - Werder braucht kein Unterhaltungsprogramm mehr in der Halbzeitpause – auch den Job übernehmen nun die Profis. Schon lange vor Ende der eigentlich 15-minütigen Erholung standen Clemens Fritz und Co. im Bundesliga-Spiel gegen Dortmund wieder auf dem Platz.

Erst gingen sie auf Anweisung von Fitnesscoach Jörn Heineke in die Knie, dann gab es noch kurze Sprints. Viele Zuschauer, die Ersatzspieler des Gegners und die Mitarbeiter für die Rasenpflege nahmen es verdutzt zur Kenntnis. Es war ja auch ein Novum in der Bundesliga. Im Pokal gegen Köln hatte Werder damit angefangen – auf Anraten des neuen Leistungsdiagnostikers Axel Dörrfuß. „Wir sollen dadurch spritziger sein“, erklärt Theodor Gebre Selassie. Und hat es geklappt? „Das ist schwer zu beurteilen“, sagt der Abwehrspieler und grinst etwas verlegen. Denn sowohl gegen Köln als auch gegen Dortmund gab es direkt nach Wiederanpfiff eine Riesenchance für den Gegner. Doch Gebre Selassie ist ein loyaler Mitarbeiter, also lobt er noch: „Als Vorsichtsmaßnahme für Verletzungen ist es sicher nicht schlecht.“

Dazu zählt auch eine weitere Neuerung. Künftig ist nicht mehr der Dienstag als freier Tag gesetzt, sondern die Profis dürfen sich am zweiten Tag nach einem Spiel erholen. Schon Skripniks Vorgänger Robin Dutt hatte betont, dass der Körper der Spieler an diesem Tag besonders verletzungsanfällig sei. In der sportlichen Krise galt das allerdings nicht mehr, Dutt wählte dann einen anderen freien Tag.

Es geht wohl auch immer darum, bloß nichts zu sehr einfahren zu lassen. „Wir versuchen gerade, etwas zu verändern“, bestätigt Skripnik: „Wir machen vor und nach dem Spiel andere Dinge in der Kabine.“ Was genau, sagt der Ukrainer nicht: „Wir wollen uns verbessern und weiterentwickeln. Es geht dabei um Kleinigkeiten.“ Ob das Pausen-Training dabei eine Dauereinrichtung bleibt, ist ungewiss. Auf jeden Fall sind leichte Korrekturen notwendig. Denn gegen Dortmund waren die Bremer so früh mit ihren Aufwärmübungen fertig, dass sie noch lange auf den Gegner warten mussten und wieder kalt wurden. „Das sollten wir etwas besser timen“, findet Gebre Selassie.

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