Trainerdiskussion spitzt sich zu: Skripnik oder Eichin – einen wird es wohl erwischen

Knall am Wochenende?

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Viktor Skripnik (li.) und Thomas Eichin – einer von beiden hat möglicherweise keine Zukunft mehr bei Werder Bremen.

Bremen - Von Carsten Sander. Was genau zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung in diesen Tagen besprochen wird, ist absolute Geheimsache. Niemand äußert sich. Klar ist aber, dass es um die Trainerfrage bei Werder Bremen geht. Und immer stärker zeichnet sich ab, dass die Diskussion nicht ohne großen Knall zu Ende gehen wird. Entweder erwischt es Viktor Skripnik oder Thomas Eichin.

Der Geschäftsführer Sport des SV Werder vertritt nach dem nur auf den letzten Drücker geschafften Klassenerhalt die Lösung Trainerwechsel. Skripnik soll gehen. Aber der Coach hat eben seine Fürsprecher im Aufsichtsrat um dessen Vorsitzenden Marco Bode. Zwei Standpunkte prallen also aufeinander. Und mit ihnen zwei Funktionäre mit ausgeprägtem Führungsanspruch und in der Sache klaren Positionen.

Die Szenarien, die sich daraus entwickeln können, sind diese: Setzt sich Eichin durch, ist Skripnik weg. Setzt sich Bode durch, kann es kein Miteinander mehr zwischen Sportchef und Trainer geben. Das Tischtuch zwischen ihnen dürfte nach Lage der Dinge nicht nur zerschnitten, sondern zerfetzt sein. Selbst die Atmosphäre zwischen Eichin und Bode könnte am Ende nachhaltig gestört sein. Eichins Gesichtsverlust wäre ohnehin enorm.

Aber noch ist es nicht soweit, noch geht es zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat darum, Vorschläge zu bewerten, abzuwägen, für gut oder schlecht zu befinden. Eichin muss diese Vorschläge liefern – sprich: Er muss einen Trainer präsentieren, dem zugetraut werden darf, es besser zu machen, als es Viktor Skripnik gemacht hat. Mit welchen Namen dabei jongliert wird? Geheim, geheim. Eine Lösung mit Wunschkandidat Lucien Favre ist nicht umsetzbar, der Schweizer steht bei europäischen Top-Clubs hoch im Kurs, hat die freie Auswahl.

Eichin braucht den einen Kandidaten

Ein anderer Kandidat ist ebenfalls bereits aus dem Rennen. Der Niederländer Jos Luhukay hat bei Erstliga-Absteiger VfB Stuttgart unterschrieben. Es bleiben noch Andre Breitenreiter und Markus Gisdol, die immer wieder genannt werden. Doch mehr als unbestätigte Gerüchte sind es eben nicht. Eichin aber braucht den einen Kandidaten, der alle überzeugt. Findet er eben diesen nicht, wird es eng für ihn. Dann steht am Ende auf dem Auflösungsvertrag sein und nicht Skripniks Name.

Spätestens am Wochenende werden wohl Fakten geschaffen. Denn für Anfang der kommenden Woche hat die Medienabteilung ein Bilanzgespräch mit Eichin angekündigt. So eine Medienrunde kann zwar verschoben werden, aber Werder sollte es sich nicht leisten, die interne Kontroverse in die Länge zu ziehen. Das würde am Ende allen schaden.

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