Nach Mainz ist vor Schalke

Kohfeldt wittert die Chance: „Jetzt müssen wir zupacken“

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt freut sich auf den Saison-Endspurt mit den Grün-Weißen.

Bremen – Draußen sangen die Fans von Europa, doch im Inneren des Weserstadions dämpften die Protagonisten die Euphorie. Werder-Sportchef Frank Baumann kramte dabei sogar eine ganz alte Geschichte hervor: „Wir haben noch nichts erreicht – außer dass wir die 40-Punkte-Marke übersprungen haben.“

Dieser Moment gilt in der Branche als sicherer Verbleib in der Bundesliga. Für viele Teams sind die 40 Punkte das primäre Saisonziel, für Werder war das bis zum vergangenen Sommer auch so. Dann sprachen Baumann und Co. plötzlich von Europa – und rissen damit einen ganzen Club, eine ganz Stadt mit. 

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Kohfeldt hakte das Thema Klassenerhalt am 22. Spieltag ab

Nach dem 27. Spieltag weiß nun auch der Letzte, dass dieses hoch gesteckte Ziel keine Träumerei war. Werder ist durch das 3:1 gegen Mainz auf Platz sechs gesprungen. Bliebe das bis zum Saisonende so, wären die Bremer direkt für Europa qualifiziert. Die Chance ist da.

„Jetzt müssen wir zupacken“, forderte Trainer Florian Kohfeldt deshalb. Bloß nicht nachlassen. Angesprochen auf die 40-Punkte-Geschichte seines Sportchefs musste er schon ein bisschen grinsen. Er persönlich habe das Thema Klassenerhalt für sich schon nach dem 1:1 am 22. Spieltag abgehakt. Danach ging sein Blick nur nach oben. 

Platz sechs sei zwar als Ausgangslage gut, bedeute aber „gar nichts“, betonte der 36-Jährige und fügte mit einem Lächeln im Gesicht an: „Ich will nicht von meiner jahrzehntelangen Erfahrung sprechen, die gibt es ja nicht. Aber ich gucke schon sehr lange Fußball. Und ich weiß: In den letzten Spielen einer Saison passieren Dinge in der Liga, da denkst du vorher gar nicht dran. Diese Zeit beginnt so langsam.“

Werder ist darauf offenbar gut vorbereitet, steckt dabei auch immer wieder den Ausfall von Leistungsträgern weg. Die Mannschaft habe einen Reifeprozess durchlaufen, meinte Kohfeldt: „Wir sind defintiv weiter als in der Hinrunde. Wir sind da, wenn es notwendig ist.“ Die Treffer von Milot Rashica (3.) und Max Kruse (36. und 63.) passten perfekt, um die gar nicht so schlechten Mainzer, die nur durch Robin Quaison (52.) trafen, in Schach zu halten.

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Breite Bremer Brust 

„Im Winter habe ich gesagt, dass wir lernen müssen, ein Spiel besser zu fühlen. Das haben wir heute gut gemacht, aber auch noch nicht überragend“, meinte der Coach. Es ist immer noch Luft nach oben, aber erst mal kurz Zeit zum Luftholen. Kohfeldt hat seiner Mannschaft vor dem Pokalspiel am Mittwoch auf Schalke (20.45 Uhr) einen freien Montag verordnet.

Dorthin können die Bremer mit breiter Brust fahren:Sie haben in diesem Jahr keines ihrer elf Pflichtspiele verloren und in den letzten 28 Bundesligaspielen (saisonübergreifend) immer getroffen – das ist ein neuer Vereinsrekord. Das klingt doch schon sehr nach einer Zukunft in Europa – wie die Gesänge der Fans...

Quelle: DeichStube

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