Vor Spiel gegen 1. FC Köln

Die Montags-Debatte: Der Trainer appelliert an die Ultras

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt versteht den Ärger der Fans über Montagsspiele, wünscht sich gegen Köln aber volle Unterstützung.

Bremen - Der Montagabend als Spieltermin schmeckt vielen Fußball-Fans überhaupt nicht, einige Ultra-Gruppen haben sogar schon angekündigt, dem nächsten Werder-Heimspiel gegen den 1. FC Köln (20.30 Uhr) aus Protest fernzubleiben.

Nun bittet kein Geringerer als Werder-Coach Florian Kohfeldt darum, dieses Vorhaben noch einmal zu überdenken. „Ich hoffe auf ein volles Stadion und eine große Unterstützung. Hier ist ein Heimspiel noch ein Heimspiel. Es wäre schon ein Nachteil für uns, wenn es anders kommt“, mahnte der 35-Jährige.

Grundsätzlich kann Kohfeldt den Ärger der Fans verstehen. „Ich bin ein Freund des Samstagnachmittags, weil ich damit groß geworden bin und weil es der Termin ist, der für die Fans zum Beispiel in puncto Anreise am besten passt.“ Doch in das Thema Ansetzungen mochte er sich öffentlich nicht einmischen, das sei ihm zu „sportpolitisch“. Kohfeldt konzentriert sich lieber auf die Arbeit mit seiner Mannschaft – und dabei ist jede Unterstützung im Abstiegskampf wichtig.

Gute Stimmung beim Montagsspiel vor zwei Jahren

Und er will sich auch nicht darauf verlassen, dass die Stimmung so gut wird wie beim letzten Montagsspiel vor zwei Jahren gegen Stuttgart. Die Partie war damals auf Wunsch der Polizei auf diesen ungewöhnlichen Termin verlegt worden, zahlreiche Ultras hatten mit einem Boykott reagiert.

Die anderen Fans waren damals umso lauter, brüllten die Mannschaft zum unvergesslichen 6:2-Erfolg. Ob sich das wiederholen lässt, wird der kommende Montag zeigen. Oder vielleicht nehmen sich die Ultras Kohfeldts Worte zu Herzen und äußern ihre Kritik auf eine andere Weise.

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Quelle: DeichStube

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