Überraschende Wende beim SV Werder Bremen?

Kehrt Jiri Pavlenka plötzlich ins Werder-Tor zurück? Michael Zetterer verliert seine Einsatzgarantie

Michael Zetterer hat Jiri Pavlenka bei Werder Bremen vorerst den Rang abgelaufen. Ändert sich die Torhüter-Situation nun wieder?
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Michael Zetterer hat Jiri Pavlenka bei Werder Bremen vorerst den Rang abgelaufen. Ändert sich die Torhüter-Situation nun wieder?

Bremen – Seit sieben Zweitliga-Spielen ist Michael Zetterer die neue Nummer eins im Tor des SV Werder Bremen, hat dabei auch Stammkeeper Jiri Pavlenka ausgestochen, doch das könnte sich nun ändern. Der 26-Jährige bekam vor dem Auswärtsspiel am Sonntag bei Dynamo Dresden (13.30 Uhr) keine Einsatzgarantie mehr von Trainer Markus Anfang. Gut möglich, dass der neue Coach erstmals Pavlenka vertraut. Der Tscheche hatte seinen Platz im Tor vor allem wegen einer langen Verletzungspause aufgrund von Rückenproblemen verloren.

„Wir haben morgen noch ein Training, und dann werden wir gucken, wie sich der eine oder andere präsentiert. Und dann werden wir den Jungs sagen, wer spielt“, antwortete Anfang am Freitagmittag auf die Torwartfrage bei Werder Bremen. Es war ein klares Ausweichmanöver. Denn zuletzt hatte der Trainer stets betont, dass es keinen Grund für einen Wechsel im Tor gebe. Schließlich habe Michael Zetterer gute Leistungen gezeigt und vor allem auch zu null gespielt – gegen Karlsruhe (0:0), Rostock (3:0) und Ingolstadt (3:0). „Was soll Jiri da besser machen“, meinte Anfang nach diesen Partien. Dann ging das Nordderby mit 0:2 gegen den Hamburger SV verloren. An den Gegentoren trug Zetterer keine offensichtliche Schuld. Nach langen Flanken ließ er die anschließenden Kopfbälle passieren. Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob ein Jiri Pavlenka auf der Linie besser reagiert hätte. Offenbar ist aber für Anfang der Zeitpunkt gekommen, zumindest über einen Wechsel im Tor nachzudenken.

Werder Bremen: Kehrt Jiri Pavlenka gegen Dynamo Dresden überraschend ins Tor zurück?

Zumal er immer betont hat, dass sich Jiri Pavlenka nichts vorzuwerfen habe, ihn allein die Verletzung gestoppt habe. Dadurch fehle ihm auch Spielpraxis. Pavlenkas letzter Pflichtspieleinsatz liegt inzwischen vier Monate zurück. Anfang September konnte er wenigstens im Testspiel gegen Almelo dabei sein. Davor und danach hat der 29-Jährige hart daran gearbeitet, seinen Stammplatz, den er vier Jahre lang verteidigt hatte, zurückzuerobern. Nun könnte es ihm gelungen sein, für Michael Zetterer wäre das allerdings sehr hart. (kni) Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Dynamo Dresden aussehen! Verfolgt Werder Bremen gegen Dynamo Dresden im Live-Ticker der DeichStube!

Weiter zur letzten Meldung vom 9. September:

Torhüter-Duell bei Werder Bremen zwischen Michael Zetterer und Jiri Pavlenka: Der Sieger darf sich nicht zu sicher sein

Bremen - Für Situationen wie diese wurde das Wort Luxusproblem erfunden. Zwei Männer kämpfen auf einem ähnlichen Niveau um die Position, auf der nur einer spielen kann. Vor dem Spiel gegen den FC Ingolstadt am Samstag spitzt sich beim SV Werder Bremen das Torhüter-Duell um den Posten als Nummer 1 zwischen Jiri Pavlenka und Michael Zetterer zu. Wie heißt es so schön? Es kann nur einen geben! „Beide geben Gas. Beide haben gezeigt, dass sie spielfähig sind“, sagt Trainer Markus Anfang, der seine Entscheidung am Freitag fällen möchte. Bereits vorab kündigte der 47-Jährige an, dass sich selbst der Sieger nicht zu sicher fühlen darf.

„Wir werden uns nach dem Abschlusstraining hinsetzen, eine Entscheidung treffen und das mit den Torhütern besprechen“, erklärt der Coach. In den ersten Saisonspielen hatte Michael Zetterer seinen Job nahezu fehlerfrei abgeliefert, doch jetzt ist Jiri Pavlenka nach auskurierter Rückenverletzung zurück, und der tschechische Nationaltorhüter, der vier Jahre lang die unumstrittene Nummer eins beim SV Werder Bremen war, will seinen Platz wiederhaben. Wer gegen Ingolstadt im Tor steht? Anfang sagt (noch) nichts.

Jiri Pavlenka oder Michael Zetterer: Wer wird die Nummer eins des SV Werder Bremen?

Normalerweise ist die Entscheidung für einen Torhüter eine Entscheidung für die ganze Saison. Es geht um Themen wie Vertrauen, Sicherheit, Automatismen. Doch Anfang sieht keine Veranlassung dazu, jetzt einen Stammplatz für die gesamte Spielzeit zu vergeben. „Ich sehe das ein bisschen anders“, sagt der 47-Jährige – und erklärt: „Ich finde, dass der Leistungsgedanke wichtig ist und zählt. Deswegen würde ich nie sagen, dass einer, der jetzt spielt, auch bis zum Saisonende spielt.“
 
Der Coach des SV Werder Bremen will bei der Frage der Aufstellung keinen Unterschied zwischen Feldspielern und Torhütern machen. „Wenn wir bei Feldspielern sagen würden, die, die anfangen, spielen jetzt für die ganze Saison, dann müssten die anderen ja gar nicht mehr trainieren.“ Gleiches gelte für die Keeper. Wer also für Werder gegen Ingolstadt im Tor steht, kann sich darauf nicht ausruhen. Wer schwächelt, kann ausgetauscht werden. Anfang: „Das ist etwas ganz Normales. Warum sollten die Torhüter nicht genauso um die Position kämpfen wie die Feldspieler auch?“

Werder Bremen und die Torhüter-Frage: Michael Zetterer „hat den Vorteil, dass er mehr Spiele gemacht hat“

Dass hinter diesen Aussagen ein Stück weit Taktik steckt, darf vermutet werden, denn die Entscheidung im Tor hat Tragweite. Sowohl bei Jiri Pavlenka als auch Michael Zetterer läuft der Vertrag am Saisonende aus. Wer auf der Bank sitzt, wird kaum eine Verlängerung unterschreiben wollen. Gerade bei Pavlenka wäre das kritisch. Den 29-Jährigen, mit dem seit Wochen verhandelt wird, am Saisonende zum Nulltarif wechseln zu lassen, können sich die Grün-Weißen eigentlich nicht leisten. Mit einem geschätzten Marktwert von 5,5 Millionen Euro („transfermarkt.de“) gehört er zu den wertvollsten Spielern im Kader.

Doch Zetterer ist deshalb keinesfalls chancenlos. „Zetti hat vielleicht den Vorteil, dass er mehr Spiele und Erfahrung in dieser Organisation, wie wir sie aktuell spielen, gemacht hat“, sagt Anfang. Heißt: Der 26-Jährige hat seinen Fuß in der Tür, beziehungsweise im Tor. Seine Leistung stimmte zuletzt, sodass Anfang sportlich eigentlich keinen Grund zum Wechseln hat. (han)

Lest auch: Als Zweitliga-Meister - US-Statistiker glaubt an sofortigen Wiederaufstieg des SV Werder Bremen!

Ex-Werder-Torwart Felix Wiedwald hat übrigens eine klare Meinung zum Torwart-Duell in Bremen: Wiedwald erklärt seinen Standpunkt in der 41. Folge der Werder-Show #DeichFUMS. Schaut oder hört mal rein (überall, wo es Podcasts gibt und bei YouTube) - ab Minute 22:57 ist der Keeper dabei!

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