Torsten Frings schreibt in seiner DeichBlick-Kolumne

Torsten Frings: „Ich bin froh, dass Markus Anfang bei Werder ist“

Die Deichstube-Kolumnisten von links nach rechts: Nils Petersen, Torsten Frings, Rollo Fuhrmann, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes und Felix Kroos.
+
Die Deichstube-Kolumnisten von links nach rechts: Nils Petersen, Torsten Frings, Rollo Fuhrmann, Sebastian Prödl, Jurica Vranjes und Felix Kroos.

Von Torsten Frings. Es ist für mich immer noch unfassbar, dass so ein großer Verein wie Werder abgestiegen ist. Ich bin unglaublich traurig gewesen. Und irgendwie kann ich mich gar nicht richtig auf den Start in die 2. Liga freuen.

Andererseits: Endlich darf wieder vor Fans gespielt werden. Das ist großartig! Ich hätte das als Profi früher wahrscheinlich kaum ertragen, ohne Zuschauer zu spielen. Und ich bin mir sicher: Mit Zuschauern wäre Werder Bremen nicht abgestiegen. Aber okay, es ist jetzt so.

Ich sehe da auch eine große Chance für einen Neuanfang. Es kann jetzt eine neue Mannschaft aufgebaut werden, die sich zu 100 Prozent mit Werder identifiziert. Ich weiß, dass das gerade bei Werder sehr schwierig ist – für die Spieler und den Verein. Die finanzielle Situation kennt jeder. Aber ich würde mir dringend wünschen, dass sich ein Kern der Mannschaft endlich klar zu Werder bekennt. Es ist doch so: Wenn du als Spieler damit liebäugelst, vielleicht doch erstklassig zu bleiben, dann beschäftigt dich das. Du rufst regelmäßig deinen Berater an, fragst, ob es etwas Neues gibt. Das lenkt ab und kann sich letztlich auf deine Leistung auswirken. Das ist nicht bei jedem Spieler so, aber es kann ein Problem werden. Gerade auch für den Trainer.

Torsten Frings: „Ich bin froh, dass Markus Anfang bei Werder Bremen ist“

Für Markus Anfang würde ich mir am meisten wünschen, dass er schnellstmöglich weiß, auf wen er wirklich setzen kann. Ich halte ihn für einen richtig guten Trainer. Ich bin froh, dass er bei Werder Bremen ist. Markus hat schon viel Erfahrung gesammelt. Wer als Trainer beim 1. FC Köln war, der weiß mit Druck umzugehen. Ich mag auch die Art, wie er Fußball spielen lässt – offensiv, mit schnellen Außen und auch mal nach vorne kombinierend. Darauf können wir uns in Bremen freuen.

Ich bin schon ein bisschen gespannt, wie Werder gegen Hannover 96 in die Saison startet. Aus eigener Erfahrung als Trainer mit Darmstadt 98 weiß ich, dass man sich nach einem Abstieg erst an die 2. Liga gewöhnen muss. Klar, du kannst und solltest auch aufs Fußballerische setzen, aber es ist vor allem Kampf und Mentalität gefragt. Alle wollen Werder wehtun und ärgern. Deswegen glaube ich, dass Werder Bremen nicht von Anfang an oben mitspielen wird. Da muss man etwas Geduld haben. (tsf) Auch interessant: Benno Möhlmann soll bei Werder Bremen der neue Marco Bode werden! Und: So seht Ihr den Zweitliga-Auftakt von Werder Bremen gegen Hannover 96 live im TV!

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Auftakt ins Ungewisse: Nach dem 1:1 gegen Hannover ist unklarer denn je, was von Werder zu erwarten ist

Auftakt ins Ungewisse: Nach dem 1:1 gegen Hannover ist unklarer denn je, was von Werder zu erwarten ist

Auftakt ins Ungewisse: Nach dem 1:1 gegen Hannover ist unklarer denn je, was von Werder zu erwarten ist
Kommentar zum Werder-Start in der 2. Liga: Raus aus dem Jammertal

Kommentar zum Werder-Start in der 2. Liga: Raus aus dem Jammertal

Kommentar zum Werder-Start in der 2. Liga: Raus aus dem Jammertal
Werder-Debüt: Michael Zetterer braucht für seine Emotionen sogar eine Entschuldigung

Werder-Debüt: Michael Zetterer braucht für seine Emotionen sogar eine Entschuldigung

Werder-Debüt: Michael Zetterer braucht für seine Emotionen sogar eine Entschuldigung
Spieler-Verkäufe: Werder-Trainer Markus Anfang hat bei keinem Profi Veto-Recht

Spieler-Verkäufe: Werder-Trainer Markus Anfang hat bei keinem Profi Veto-Recht

Spieler-Verkäufe: Werder-Trainer Markus Anfang hat bei keinem Profi Veto-Recht

Kommentare