Das Thema Di Santo nervt Skripnik

„Ich habe langsam die Schnauze voll“

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Werder-Coach Skripnik (r.).

Bremen - Die Frage war an beide Protagonisten auf dem Podium gerichtet – doch Werder-Coach Viktor Skripnik bat seinen Chef Thomas Eichin um die erste Antwort. Denn es ging bei der Pressekonferenz für das Schalke-Spiel um Franco Di Santo – und da platzte dem Ukrainer der Kragen.

„Es wird pausenlos von den Medien gefragt. Ich habe langsam die Schnauze voll. Die Mannschaft redet nicht über Di Santo. Wir spielen gegen Schalke und nicht gegen ihn. Der Rest ist mir wurscht. Ich will die drei Punkte“, schimpfte Skripnik. Eichin sprang ihm – wenn auch etwas ruhiger in der Stimme – zur Seite: „Bei uns in der Kabine ist Franco kein Thema mehr.“

Auf den Zuschauerrängen wird der Argentinier das aber sein. Die Fans nehmen dem einstigen Liebling den Blitzwechsel zum FC Schalke noch immer ziemlich übel. Denn Di Santo hatte stets betont, dass er gerne in Bremen bleiben würde. Davon war auch Co-Trainer Torsten Frings ausgegangen, der das Thema mit seinen Aussagen („Das war nicht astrein von ihm. Es ist mir egal, wenn er ausgepfiffen wird“) zu Wochenbeginn in die Schlagzeilen gebracht hatte.

Werder-Pressekonferenz vor Schalke-Spiel

Werder-Pressekonferenz vor Schalke-Spiel

Inzwischen geht Werder mit diesem Thema anders um. Skripnik würgt es einfach ab, und Eichin versucht, Rücksichtnahme zu demonstrieren. So wird die nachträgliche Verabschiedung von Di Santo nicht auf dem Platz, sondern wie berichtet in den Katakomben des Weserstadions vorgenommen. Und Eichin beteuerte zudem: „Wir werden dafür sorgen, dass es keine unnötigen Provokationen gibt.“ Aber reicht das aus, um ein Pfeifkonzert und vielleicht noch mehr zu verhindern? „Ich bin kein Prophet“, lautete darauf die knappe Antwort von Eichin.

Breitenreiter kritisiert Neuzugang aus Bremen

Einen ersten Anpfiff bekam Di Santo übrigens schon auf Schalke. Nicht von den Fans, sondern von Trainer Andre Breitenreiter. „Ich musste ihn heute mal ansprechen und ihm sagen, dass er ein bisschen mehr Gas geben soll. Das hat mir diese Woche gar nicht gefallen“, verriet der Coach gestern – und war zumindest mit der Reaktion des Sechs-Millionen-Einkaufs zufrieden: „Er hat das verstanden und nach der Ansage auch entsprechend trainiert.“ Vielleicht sollten sich die Werder-Fans noch mal genau überlegen, ob sie Di Santo tatsächlich auspfeifen wollen…

kni

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