Rotation beim Gastspiel in Osnabrück

Das zweite Gesicht soll morgen offensiver werden

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Im Trainingslager hat Robin Dutt die Werder-Profis ordentlich rennen lassen. Nach einem Tag Verschanufpause testen die Bremer heute beim VfL Osnabrück.

Bremen/Osnabrück - Von Björn Knips. Heute hat der gesamte SV Werder die Beine hoch gelegt: Trainer, Spieler, Manager – alle gönnten sich einen Tag nach der Rückkehr aus dem anstrengenden Trainingslager in Zell am Ziller in Österreich eine Verschnaufpause. Doch am Sonntagabend wird es wieder ernst.

Um 18 Uhr gastiert der Bundesligist beim VfL Osnabrück. Und Coach Robin Dutt warnt schon einmal vor dem Drittligisten, der bereits in einer Woche in die Saison startet: „Tests gegen Mannschaften bis runter zur Dritten Liga gehen meistens knapp aus. Mal hast du einen guten Tag und gewinnst, mal hast du einen schlechten – und dann erwischt es dich.“

Doch vier Wochen vor dem Bundesliga-Start sind Dutt Ergebnisse noch nicht so wichtig. Der neue Werder-Trainer denkt in Etappen: „Die Mannschaft kann jetzt nach zwei Wochen Vorbereitung 30 Minuten hohes Tempo gehen, in zwei Wochen sollen es 60 Minuten sein und in zwei weiteren Wochen beim Bundesliga-Start gegen Braunschweig dann 90 Minuten.“

Beim Test am Mittwoch gegen 1860 München (1:1) hatte das mit der guten halben Stunde schon ordentlich geklappt. Wenn auch etwas zu defensiv. Die müden Bremer wagten nur wenige Angriffe und versuchten lieber, mit viel Ballbesitz den Gegner zu kontrollieren. Das soll sich morgen etwas ändern. „Ich erwarte, dass wir auch offensiv Akzente setzen“, sagt Dutt. Und dabei vertraut er Werders zweitem Gesicht. Am Sonntag wird rotiert. „Wir werden durchmischen“, kündigt der 48-Jährige an: „Wer gegen München nicht so viel oder gar nicht gespielt hat, der bekommt seine Chance.“

Nur im Tor ist das mit der Chancengleichheit in dieser Saison so eine Sache. Dutt hat sich bereits auf Sebastian Mielitz als Nummer eins festgelegt und damit einen Konkurrenzkampf ausgeschlossen.

„Grundsätzlich haben wir die Strategie, dass Mielitz einen Großteil der Testspiele machen soll, um die Sicherheit zu kriegen“, erklärt Dutt, lässt aber noch ein Hintertürchen für Ersatzmann Richard Strebinger offen: „Natürlich wird zwischendurch auch mal die Nummer zwei belohnt.“ Vielleicht schon in Osnabrück.

Der ganz große Kracher ist die Partie allerdings nicht. Nur 5 000 Zuschauer werden in der 16 000 Besucher fassenden Osnatel-Arena erwartet. Dabei geht es um die gute Sache. Ein Sponsor feiert seinen 100. Geburtstag, gönnt sich dafür einen Werder-Auftritt und stiftet die Einnahmen für die Heilpädagogische Hilfe.

Für Osnabrücks neuen Trainer Maik Walpurgis steht aber selbstverständlich der sportliche Aspekt im Vordergrund. „Wir wollen gegen Werder zeigen, wie weit wir sind und was wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben“, sagte der 39-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ und gab sich selbstbewusst: „Ich gehe ziemlich fest davon aus, dass Werder uns nicht abschießen wird.“ Zu sehr sollte er sich darauf allerdings nicht verlassen. Denn anders als beim München-Spiel, als vormittags noch knallhart trainiert wurde, geht Werder diesmal ziemlich ausgeruht in die Partie.

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