Heimspiel gegen Bayern München

So läuft der Werder-Tag vor dem Pokalkracher

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Was Max Kruse auf den Ohren hat ist nicht bekannt. Wie sein Tag getaktet ist, jedoch schon.

Bremen - Alle lieben Abendspiele – Trainer, Fans, Spieler: Aber bis es wirklich auf den Platz geht, dauert es. Das gilt auch für den Pokalkracher am Mittwochabend zwischen dem SV Werder und dem FC Bayern München. Was machen die Werder-Profis eigentlich vom Aufstehen bis zum Anstoß? Die DeichStube klärt auf.

Wie vor jedem Heimspiel hat das Team von Trainer Florian Kohfeldt am Abend vorher im Bremer Parkhotel Quartier bezogen. Geschlafen wird in Doppelzimmern, einige Spieler dürfen sich aber auch über ein Einzelzimmer freuen. Meistens, weil sie zu laut schnarchen und damit den Kollegen um den nötigen Schlaf bringen würden. Der eine oder andere Star hat sich diesen Status aber auch erspielt. Aufstehen kann im Prinzip jeder Spieler, wann er will. Er muss nur zwischen 7.30 und 9 Uhr gefrühstückt haben.

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Anschwitzen im Weserstadion

Wenig später geht es dann zum Weserstadion - zum berühmten Anschwitzen. Eine lockere Trainingseinheit, um den Körper in Bewegung zu bringen. Nach einer guten halbe Stunde verlassen die Profis schon wieder den Platz und fahren zurück ins Hotel. Dort steht um 12.30 Uhr die Teambesprechung auf dem Programm. Dann wird es ernst, die Mannschaft erfährt von Kohfeldt die Aufstellung und den Matchplan.

Anschließend gibt es das gemeinsame Mittagessen - und danach herrscht Mittagsruhe. Fast alle Profis schlafen. Die Zeit bis zum nächsten Termin ist allerdings lang, sehr lang sogar. Da wird auch die eine oder andere Serie oder ein Film auf dem Tablet geschaut. Ein Spaziergang durch den Bürgerpark ist natürlich auch nicht verboten.

Promi-Umfrage: Werder kommt ins Finale, weil...

„...Claudio Pizarro den entscheidenden Elfmeter verwandelt.“ – Nils Petersen, Werder-Profi von 2012 bis 2015.
„...Claudio Pizarro den entscheidenden Elfmeter verwandelt.“ – Nils Petersen, Werder-Profi von 2012 bis 2015. © imago images
„...es Dinge gibt, die nicht mehr so häufig vorkommen und deshalb absolut schützenswert sind. Dass Werder seit 31 Jahren kein Pokal-Heimspiel verloren hat, gehört unbedingt dazu. Das muss bitte bleiben!“ – Arnd Zeigler, Radio- und TV-Moderator, Bremer Stadionsprecher.
„...es Dinge gibt, die nicht mehr so häufig vorkommen und deshalb absolut schützenswert sind. Dass Werder seit 31 Jahren kein Pokal-Heimspiel verloren hat, gehört unbedingt dazu. Das muss bitte bleiben!“ – Arnd Zeigler, Radio- und TV-Moderator, Bremer Stadionsprecher. © imago images / Jan Huebner
„...unsere Mannschaft ihre Lehre aus dem Punktspiel gezogen hat, sie den Bayern diesmal kein Tor schenken wird und unsere Fans das Team immer zu ein, zwei Toren treiben.“ – Jürgen Born, Ex-Werder-Boss.
„...unsere Mannschaft ihre Lehre aus dem Punktspiel gezogen hat, sie den Bayern diesmal kein Tor schenken wird und unsere Fans das Team immer zu ein, zwei Toren treiben.“ – Jürgen Born, Ex-Werder-Boss. © gumzmedia
„...Werder eine wundervolle Phase erlebt und einen Fußball spielt, der für jeden Gegner gefährlich ist. Werder kann sehr gut kontern – und dann ist es auch noch ein Heimspiel mit den tollen Fans im Rücken.“ – Naldo, Werder-Profi von 2005 bis 2012.
„...Werder eine wundervolle Phase erlebt und einen Fußball spielt, der für jeden Gegner gefährlich ist. Werder kann sehr gut kontern – und dann ist es auch noch ein Heimspiel mit den tollen Fans im Rücken.“ – Naldo, Werder-Profi von 2005 bis 2012. © gumzmedia
„...Werder nicht innerhalb von fünf Tagen zweimal mit Pech gegen die Bayern verlieren wird.“ Thomas Eichin, Ex-Werder-Manager.
„...Werder nicht innerhalb von fünf Tagen zweimal mit Pech gegen die Bayern verlieren wird.“ Thomas Eichin, Ex-Werder-Manager. © gumzmedia
„...es die Fans nach ihrem jahrelangen Support in schwierigen Phasen einfach verdient haben. Und Werder ist in einer sehr guten Verfassung.“ - Sebastian Mielitz, Torhüter, bei Werder von 2008 bis 2014.
„...es die Fans nach ihrem jahrelangen Support in schwierigen Phasen einfach verdient haben. Und Werder ist in einer sehr guten Verfassung.“ - Sebastian Mielitz, Torhüter, bei Werder von 2008 bis 2014. © Björn Knips
„...wir diese Saison einfach den richtigen Biss haben. Das Bundesligaspiel gegen Bayern hat am Wochenende gezeigt, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und auf Augenhöhe spielen.“ – Mirja Du Mont, Model und Werder-Fan.
„...wir diese Saison einfach den richtigen Biss haben. Das Bundesligaspiel gegen Bayern hat am Wochenende gezeigt, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und auf Augenhöhe spielen.“ – Mirja Du Mont, Model und Werder-Fan. © imago images / Horst Galuschka

Um 17.45 Uhr kommt das Team wieder zusammen - zum Essen. Immer drei Stunden vor einem Spiel gibt es etwas auf die Gabel, um die Energiespeicher aufzufüllen. Um 18.45 Uhr ist noch einmal eine Teambesprechung angesetzt, dann fährt die Mannschaft mit dem Bus zum Weserstadion. Ankunft dort ist wahrscheinlich zwischen 19.15 und 19.30 Uhr. 

Auch danach sind die Abläufe in der Kabine und dann beim Warmmachen auf dem Rasen genau geregelt. Die Co-Trainer, Physiotherapeuten, Ärzte und Analysten haben alle ihre Aufgaben. Die Torhüter kommen als erste Profis zum Warmmachen auf den Rasen, etwa eine halbe Stunde vor Spielbeginn folgt der Rest der Mannschaft. 

Nun geht es Schlag auf Schlag. Rückkehr in die Kabine, kurze Heißmacher-Ansprache - und dann raus auf den Platz. Um 20.45 Uhr ertönt der Anpfiff zum vielleicht größten Fußballfest in Bremen in den letzten Jahren.

Quelle: DeichStube

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