. . . aber der erfahrene Pizarro soll den Bremer Angriff noch verstärken / Moreno „überglücklich“

Werders Sturm wirbelt kräftig

Harmonierten in Berlin prächtig: Boubacar Sanogo (li.) erzielte zwei der fünf Bremer Tore, sein Sturmpartner Hugo Almeida bereitete zwei Treffer vor.

Bremen - Die Sonne knallte erbarmungslos vom Himmel. Weit über 30 Grad heiß war es unten auf dem Platz im Stadion „An der Alten Försterei“. Und windstill war’s, ehe mit dem Anpfiff ein Wirbelsturm über das Feld fegte. Knapp eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen Eintracht Frankfurt ist der Angriff von Werder Bremen in einer Topverfassung. Das hat der 5:0 (3:0)-Triumph deutlich gezeigt.

Boubacar Sanogo gelang ein Doppelpack, Sturmpartner Hugo Almeida rannte sich förmlich die Lunge aus dem Hals und bereitete zwei Tore vor. Und als dann Neuzugang Marcelo Moreno elf Minuten vor dem Abpfiff kam, zeigte der Bolivianer, warum er von Schachtjor Donezk geholt worden war: Zwei Tore in elf Minuten – diese Quote gilt es erstmal zu toppen. „Alle haben sich super bewegt. Wenn wir weiter im Sturm so agil arbeiten, dann sind wir kaum zu stoppen“, gab sich Werder-Sportchef Klaus Allofs regelrecht euphorisch.

Sanogo, so der 52-Jährige, habe seine guten Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigt. Das einstige Sorgenkind scheint in die Spur zurückgefunden zu haben. Allofs: „Ich denke, er hat begriffen, worum es geht.“ Sanogo jedenfalls gibt sich geläutert. „Werder ist ein toller Club. Ich bin froh, jetzt noch einmal die Chance zu bekommen. Es war ein gutes Gefühl, gleich zum Pflichtspielauftakt zwei Tore zu schießen. Ich hoffe, dass es jetzt so weiter geht“, strahlte der 26-Jährige.

Die Hände zum Himmel: Marcelo Moreno bejubelt eines seiner Tore.

Ebenfalls total happy kam Marcelo Moreno aus der Kabine. Der 21-Jährige hatte in Berlin seinen ersten Doppelpack für Werder erzielt. „Zwei Tore in so kurzer Zeit – ich bin einfach überglücklich. Ich war zur Stelle, als ich gebraucht wurde“, jubelte der Bolivianer. Nachdem Moreno in der Vorbereitung wegen Problemen an der Achillessehne einige Einheiten verpasst hatte, „werde ich jetzt im Training Vollgas geben, um meinen Platz in der Mannschaft zu finden“, versprach er. Und Allofs ist sicher, dass sein Spieler bald bei 100 Prozent sein wird: „Seine beiden Tore werden ihm zusätzliches Selbstvertrauen geben.“ Sorgen im Angriff braucht sich der 52-Jährige also nicht zu machen. Unabhängig davon arbeitet Allofs weiterhin fieberhaft an der Verpflichtung von Claudio Pizarro. „Wir brauchen noch einen erfahrenen Mann wie Claudio“, sagte der Werder-Boss, „er hat in der vergangenen Saison die meisten Tore für uns geschossen.“ Mit dem Peruaner hat Werder bereits Einigung über einen Wechsel erzielt, allerdings bereiten die noch zu hohen Ablöseforderungen des FC Chelsea Probleme. Geduld heißt also weiterhin das Zauberwort.

Sollte Pizarro verpflichtet werden, dürfte es unruhig im Bremer Angriff werden. Der 30-Jährige ist gesetzt – und für zwei der drei Stürmer, die in Berlin noch so gut harmonierten, bedeutet das: Ersatzbank. Wie wird vor allem Sanogo damit umgehen? Bekanntlich war der Ivorer in der Vergangenheit schnell eingeschnappt, wenn er mal nicht spielte. Doch Allofs macht sich noch keine Gedanken darüber, ob sein Stürmer rückfällig werden könnte. „Es gibt für mich jetzt keinen Grund, negativ zu denken. Ich glaube immer an das Positive im Menschen, bis ich vom Gegenteil überzeugt wurde“, sagte 52-Jährige.

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