Stimmen nach der Niederlage gegen Gladbach

Nouri: „Ich bin nicht so wichtig“

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Werder-Coach Alexander Nouri im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Werder Bremen bleibt in der Fußball-Bundesliga auch nach dem achten Spieltag sieglos. Die Stimmen nach der Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach.

Zlatko Junuzovic (Werder-Kapitän): „Das ist eine verdiente Niederlage. Wir sind immer ein, zwei Schritte zu spät gekommen. Wir wollten dagegenhalten, aber da sind wir gar nicht hingekommen. Wir sind sehr geknickt, das müssen wir erstmal verarbeiten. es wird nicht leichter. Wir sind sehr zufrieden mit dem Trainerteam. Bei uns gibt es keine Diskussion, in der Öffentlichkeit ist das wahrscheinlich anders. Wir wollten heute einen Dreier für den Trainer holen, das haben wir nicht geschafft.“

Alexander Nouri (Werder-Coach): „Das war in der ersten Hälfte zu wenig, wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit deutlich besser gelungen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir diese Phasen noch länger aufrechterhalten hätten. Wir hatten ein, zwei Situationen, wo der Ball einfach nicht über die Linie will. Wir müssen weiter hart arbeiten und gemeinsam als Team zusammenstehen. Ich bin nicht so wichtig. Wir werden als Trainerteam unser Bestes geben.“

Izet Hajrovic (Werder-Spieler): „Die zwei Gegentore haben uns das Genick gebrochen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann umgestellt und offensiver gespielt. Dann lief es etwas besser, aber wir waren dafür hinten offener, weil wir riskoreicher gespielt haben. Wir müssen weiterhin alles geben.“

Jannik Vestergaard (Ex-Bremer und Gladbacher Torschütze): „Das war eines meiner schönsten Tore. Wir hatten in der ersten Halbzeit viel Ballbesitz, haben sehr geduldig gespielt und unsere Chancen genutzt. Ich wünsche Werder alles Gute, ich hoffe, sie packen es.“

„Es war natürlich ein spezielleres Spiel als sonst. Ich habe viele Heimspiele vor den Werder-Fans spielen dürfen, das ist natürlich was besonderes.“

Quelle: Sky

Einzelkritik: Delaney neben der Spur, Pavlenka verhindert Schlimmeres

Jiri Pavlenka
Jiri Pavlenka: Parierte zweimal stark gegen Thorgan Hazard (27./67.). Aber es muss auch gefragt werden, ob er sich bei Stindls Tor nicht zu sehr auf die kurze Ecke konzentriert hatte. An Pavlenka lag es jedoch am wenigsten, dass Werder das Spiel verlor. Note 2,5 © nordphoto
Milos Veljkovic
Milos Veljkovic (bis 45.): Das 0:1 wäre nie gefallen, wenn er seine Kopfballabwehr im Mittelfeld zum eigenen Mann statt zum Gegenspieler gebracht hätte. Es war ein unnötiger, folgenschwerer Fehler. Seine Auswechslung nach nur 45 Minuten hatte aber taktische Gründe: Veljkovic fiel der Umstellung auf Viererkette zum Opfer. Note 4,5 © nordphoto
Lamine Sane
Lamine Sane: Nach drei Spielen Pause wegen einer Knieprellung kehrte Sane ins Zentrum der Dreierkette zurück. Hatte immer dann Probleme, wenn Gladbach mit Tempo kam. Souverän sieht anders aus. Note 4 © nordphoto
Niklas Moisander
Niklas Moisander: Auch er hatte große Schwierigkeiten mit der Geschwindigkeit eines Hazard. Der Finne ließ sich mehrfach von dem schnellen Belgier düpieren. Allein mit Routine geht eben auch nicht alles. Note 4,5 © nordphoto
Robert Bauer
Robert Bauer: Wäre nicht Theodor Gebre Selassie wegen einer Erkältung ausgefallen, hätte sich Bauer sicher auf der Bank wiedergefunden. Bauer lief folglich nicht als Innen-, sondern als Rechtsverteidiger auf. Ließ sich in dieser Funktion vor dem 0:1 übelst von Stindl narren und machte dem Gladbacher den Weg zum Tor frei. Note 5 © nordphoto
Ludwig Augustinsson
Ludwig Augustinsson (bis 79.): Der Schwede fand offensiv bis zur Pause überhaupt nicht statt, defensiv zudem mit Schwierigkeiten. Das war nicht der Augustinsson, den man sich wünscht. Note 5 © nordphoto
Philipp Bargfrede
Philipp Bargfrede (bis 46.): Ließ sich oft tief fallen, um Stindl in Bewachung zu nehmen. Im defensiven Mittelfeld insgesamt nicht präsent genug. Machte zur Pause mehr Offensivkräften Platz. Note 4,5 © nordphoto
Thomas Delaney
Thomas Delaney: Der Däne wechselte zur zweiten Halbzeit von der „8“ auf die „6“ – was aber nichts an seiner seltsamen Leistung änderte. Delaney wollte viel, machte aber auch unheimlich viele Fehler und leistete sich einige Ballverluste. Vergab zudem die größte Bremer Chance der ersten Halbzeit, als er den Ball aus acht Metern über die Latte jagte. Note 5 © Gumz
Zlatko Junuzovic
Zlatko Junuzovic: Erstmals nach seinen langwierigen Achillessehnenproblemen stand der Kapitän wieder in der Startelf. Die großen Impulse, die man sich von ihm erhofft, konnte Junuzovic der Mannschaft aber nicht geben. Verfehlte mit einem Schlenzer das Gladbacher Tor nur knapp (62.). Note 4,5 © Gumz
Fin Bartels
Fin Bartels: Läuft viel, findet aber den Weg zum Tor nicht – so ist das bei Bartels. Blieb wirkungslos. Note 5 © nordphoto
Ishak Belfodil 
Ishak Belfodil: Einmal versuchte er, den Ball mit der Hacke Richtung Tor zu schubsen, was gründlich misslang. Und sonst? Unauffällig, weil kaum in Szene gesetzt. Note 4,5 © Gumz
Florian Kainz
Florian Kainz (ab 46.): Kam ins Spiel, um die linke Außenbahn zu besetzen. Trat schwungvoll auf, blieb aber immer wieder im Gladbacher Strafraum hängen. Note 4,5 © nordphoto
Izet Hajrovic
Izet Hajrovic (46.): Das Kainz-Gegenstück auf der rechten Seite. Hajrovic traute sich mit dem aus zwei Länderspieltoren getankten Selbstvertrauen zunächst durchaus etwas zu, doch dann verschwand er schnell in der Versenkung. Note 5 © nordphoto
Johannes Eggestein
Johannes Eggestein (ab 79.): Kam zu seinem zweiten Bundesliga-Einsatz und wurde mit viel Applaus empfangen. Aber wie viel Spaß muss es gemacht haben, in ein Team zu kommen, dass sich schon aufgegeben hatte? Note - © nordphoto

Lest auch: Baumann gibt Nouri Jobgarantie

Ein Kommentar: High Noon für Nouri

Quelle: DeichStube

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