Keeper will Jiri Pavlenka als Nummer eins ablösen

Kapino verlängert - bei Werder steht der Torwart-Plan für die Zukunft

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Wenn die Geste das Ziel ausdrückt: Stefanos Kapino möchte eines Tages die Nummer eins bei Werder Bremen werden.

Zell – Der Sommer 2019 wird für Stefanos Kapino möglicherweise für immer der Sommer bleiben, in dem er einiges in seinem Leben geregelt hat. Während des Urlaubs hat er geheiratet, „wild und romantisch“ war‘s, lacht er. Nun hat der Torhüter seinen Vertrag bei Werder Bremen vorzeitig verlängert.

Nicht wild und romantisch, sondern überlegt und kalkuliert. Denn hinter der Unterschrift steht der Plan, in absehbarer Zeit Jiri Pavlenka als Stammkraft im Bremer Tor zu beerben. Stefanos Kapino sagt es so: „Ich will in Zukunft die Nummer eins bei Werder Bremen sein. Und diese Zukunft beginnt, wenn Pavlas geht.“

Dass an Jiri „Pavlas“ Pavlenka derzeit kein Weg vorbei geht, ist Kapino absolut klar. „Stabil“ sei der Kollege – er sei einer, „der keine Fehler macht“. Dass er dennoch vorzeitig ein neues Arbeitspapier (über dessen Laufzeit Werder keine Angaben macht) angeboten bekommen und unterschrieben hat, zeigt, dass sich der Grieche und Werder Bremen nach einer Anlaufzeit von einem Jahr voll aufeinander einlassen.

Stefanos Kapino: Vertrauen von Werder Bremen - trotz wenig Spielzeit

2018 war der 25-jährige Kapino von Nottingham Forest an die Weser gewechselt. Was dann passierte, fasst der Torhüter so zusammen: „Ich war das erste halbe Jahr verletzt, habe dann fünf Monate nur trainiert, um 45 Minuten Bundesliga zu spielen. Dennoch wird mir ein neuer Vertrag angeboten – das zeigt, dass der Club mir vertraut und an meine Fähigkeiten glaubt.“

Diese Deutung ist absolut zulässig und wird von Frank Baumann gestützt. Der Sportchef sieht in Stefanos Kapino einen „verlässlichen Rückhalt, wenn es darauf ankommt“. Allerdings konnte der Keeper das nur einmal unter Wettkampfbedingungen nachweisen. Am 29. Spieltag war es beim hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg. Pavlenka war angeschlagen zur Pause ausgewechselt worden, Kapino rückte nach. Das war Mitte April – und noch im gleichen Monat kam das erste Angebot zur Vertragsverlängerung.

Werder Bremen: Stefanos Kapino will Jiri Pavlenka im Tor als Nummer eins beerben

Weil er es angenommen hat, hat sich Kapino zum Nachrücker mit Wartezeit, aber mit Aussicht auf Nachhaltigkeit gemacht. So jedenfalls stellt sich der ehemalige griechische Nationalkeeper (neun Einsätze) die Zukunft vor. Noch ist Pavlenka bei Werder Bremen, aber wenn der Tscheche mal verkauft werden sollte – vielleicht in einem Jahr, spätestens in zwei Jahren –, „dann will ich da sein“, meint Kapino. Dann soll er auch da sein. Dieser Plan des SV Werder Bremen ist durch die Vertragsverlängerung (geschätzte Laufzeit: bis 2022) klar erkennbar.

Unterdessen versucht Werder Bremen, Michael Gregoritsch vom FC Augsburg unter Vertrag zu nehmen. Über einen anderen schon fixen Deal dürften sich Fans und Verantwortliche freuen: Durch den Wechsel von Ex-Bremer Marko Arnautovic nach China kassiert auch Werder einen Teil der Millionen-Ablöse. Alles, was im Trainingslager von Werder Bremen im Zillertal, sonst wichtig ist, erfahrt ihr in unserem Ticker - schaut mal rein! Oder auch hier: „Flo hat mir brutal geholfen“ - Neuzugang Niclas Füllkrug von Werder Bremen im DeichStube-Interview über seine Rückkehr, seine Knie und Familie.

Quelle: DeichStube

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