Werder-Trainingslager in Südafrika

„Gute erste Einheit, Männer!“

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Gut zuhören, Fin Bartels! Trainer Florian Kohfeldt erklärt bei der ersten Einheit in Südafrika die Trainingsübung.

Johannesburg – Frank Baumann hatte sich einen guten Platz gesucht. Nah dran am Geschehen, aber doch mit dem nötigen Abstand, um alles überblicken zu können.

Während Werders erster Trainingseinheit in Johannesburg lehnte der Sportchef zeitweise lässig am Torpfosten und sah sich bei bestem Sommerwetter den sportlichen Auftakt seiner Mannschaft ins Jahr 2019 an. „Die ersten Eindrücke hier in Johannesburg sind sehr gut“, berichtete der Sportchef später. „Das Wetter passt, im Hotel fühlen wir uns wohl, das Essen ist gut, und der Trainingsplatz ist auch in einem guten Zustand.“ Beste Voraussetzungen also, um sich fit zu machen für das große Ziel: die Aufholjagd auf die europäischen Plätze in der Rückrunde.

Bartels, Kapino und Bargfrede im Mannschaftstraining

Nachdem der Werder-Tross am Morgen nach zehnstündigem Flug in Johannesburg gelandet und erstmal ins Hotel gedüst war, bat Trainer Florian Kohfeldt seine Spieler am Nachmittag zum ersten Aufgalopp. „Die Spieler konnten sich vorher noch ein bisschen aufs Ohr legen. Es ist ja schon so, dass man im Flieger nicht so gut schläft wie im eigenen Bett“, sagte Baumann. Entsprechend dosiert ließ Kohfeldt dann auch trainieren. Schließlich soll sich die Mannschaft vor Ort erstmal an die Höhenluft gewöhnen. Johannesburg liegt 1.700 Meter über dem Meeresspiegel.

Knapp anderthalb Stunden lang arbeitete die Mannschaft aufgeteilt in zwei Gruppen. Die eine absolvierte mit den Co-Trainern eine Passform, die andere übte mit Kohfeldt das organisierte Aufbauspiel – mal aus einer Dreier-, mal aus einer Viererkette heraus –, das schließlich im Torabschluss mündete. Auffällig: Bereits am ersten Tag unterbrach der Cheftrainer die Übung mehrfach, korrigierte, lobte. Positiv für Werder: In Fin Bartels und Stefanos Kapino waren zwei Profis nach langen Verletzungspausen wieder mit dabei. Auch Philipp Bargfrede stand wieder mit den Kollegen auf dem Platz.

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„Gute erste Einheit, Männer!“ – mit diesen Worten beendete Kohfeldt gegen 18.00 Uhr Ortszeit den Arbeitstag seines Teams. Baumann hatte gefallen, was er gesehen hatte. „Spätestens ab morgen ist dann auch jeder in seinem Rhythmus drin“, sagte er. Alles gut also in Südafrika? Zumindest fast. Denn es gibt da dieses eine Thema, das dem Bremer Sportchef schon etwas übel aufstößt.

Werders Testspiele gegen eine Auswahl der Kaizer Chiefs (Sonntag, 16.30 Uhr) und gegen den Bidvest Wits FC (Freitag, 18.00 Uhr) finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil die südafrikanische Profiliga Testspiele während der laufenden Saison vor Publikum untersagt. Das ist insofern etwas paradox, weil Werder eigentlich im Auftrag der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nach Südafrika gereist ist, um dort die Werbetrommel für die Bundesliga zu rühren.

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Testspiele: Werder bastelt an Sonderregelung für mitgereiste Fans

„Dass die Spiele hier nicht gezeigt werden dürfen, ist nicht optimal“, sagte Baumann. Zwar werde Werders Aufenthalt sicher auch so wahrgenommen, „weil wir hier etwas mit südafrikanischen Medien machen. Aber Spiele, die übertragen werden, hätten sicherlich mehr geholfen. Es ist schade für uns. Die Reise hat ja eigentlich den Hintergrund, die Bundesliga hier noch populärer zu machen.“ Für die etwa 30 mitgereisten Bremer Fans bastelt der Verein derzeit an einer Sonderregelung. Ob das klappt, ist noch offen.

Fakt ist: Das Interesse der Südafrikaner an Werder Bremen hielt sich zumindest am Ankunftstag stark in Grenzen. Einheimische Fernsehteams waren weder am Flughafen noch am Trainingsplatz auszumachen, und nur ein einziger südafrikanischer Fan (siehe Text auf dieser Seite) nahm das Team nach der Landung in Empfang. „Wir hatten nichts Besonderes erwartet. Bei allem Respekt vor uns selbst, aber für die Leute hier ist unser Aufenthalt nicht ganz so entscheidend“, sagte Baumann – und kam noch einmal auf das Thema Testspiele zurück: „Weil sie nicht öffentlich übertragen werden dürfen, wird die Sache öffentlich auch nicht so beworben.“

Fotostrecke: So lief das erste Werder-Training in Südafrika

Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.  © gumzmedia
Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Erstes Werder-Training unter der Sonne Südafrikas.
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Quelle: DeichStube

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