Werder-Sportchef: „Dann gibt es überall Klarheit“

Baumann für Verkürzung der Transferperiode

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Werder-Sportchef Frank Baumann spricht sich für ein einheitliches Transferende aus.

Bremen - Reinhard Rauball, der Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL), will die 36 Erst- und Zweitliga-Vereine während der DFL-Mitgliederversammlung im Dezember über eine Verkürzung der Transferperiode abstimmen lassen.

„In diesem Jahr hat es einen Rein- und Raus-Tourismus gegeben, der nicht mehr vertretbar ist. Deshalb muss da ein Pflock eingehauen werden“, erklärte der 70-Jährige gegenüber der „Sport Bild“. Zudem soll es möglichst ein einheitliches Transferende in Europa geben. Bei Werders Sportchef Frank Baumann stößt Rauballs Vorhaben auf offene Ohren.

In der vergangenen Woche hatte Baumann an der Bundesliga-Manager-Tagung teilgenommen und sich mit seinen Kollegen über das Thema ausgetauscht. „Die absolute Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen, dass die Transferperiode verkürzt wird“, berichtete Baumann, der den aktuellen Zeitraum im Sommer von knapp neun Wochen ebenfalls für zu lang hält.

DFL führt Gespräche mit anderen Top-Ligen

Ein ganz entscheidender Punkt in den Augen des 41-Jährigen ist die Koordination mit den anderen Top-Ligen Europas: „Es sollte ein einheitliches Transferende geben. Dann gibt es überall Klarheit“, betonte Baumann. „Wenn die eine Liga noch einkaufen kann, die andere aber schon nicht mehr, dann entsteht Unruhe.“ Einigen Clubs könnte in der Tat ein Ausverkauf drohen, auf den sie nicht mehr mit eigenen Transfers reagieren könnten.

Um so ein Szenario zu vermeiden, führt die DFL derzeit Gespräche mit Vertretern der anderen Top-Ligen Europas. Stimmen die deutschen Vereine im Dezember für die Verkürzung, will sich Deutschland bei FIFA und UEFA endgültig für eine einheitliche Europa-Regelung stark machen.

Baumann sieht Alleingang der Premier League kritisch

Die finanzstarke englische Premier League hat ihr Transferfenster gerade erst angepasst. Auf der Insel gibt es kein festes Datum für den Stichtag mehr, sondern der Saisonstart, der Jahr für Jahr anders liegt, begrenzt die Wechselfrist. Baumann sieht den Alleingang der Engländer kritisch: „Sie sehen erst mal nur ihre Position, weil sie als Liga eine gewisse Führungsrolle haben.“ Bei den Gesprächen sei die Premier League zwar nicht außen vor, „aber ich glaube nicht, dass sich die Entscheidung nochmal ändert“.

In der Tat dürften sie das Thema in England relativ entspannt sehen. In der Premier League werden die mit Abstand höchsten Spielergehälter gezahlt. Die Gefahr für die Vereine, dass wichtige Spieler nach dem englischen Transferende in andere Ligen wechseln wollen, in denen das Fenster noch offen ist, ist ziemlich gering.

Quelle: DeichStube

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