Werder schwach gegen das Schlusslicht

Nichts passiert

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Wieder nichts: In dieser Szene chipt Werders Aaron Hunt den Ball an Braunschweig-Keeper Daniel Davari vorbei zu Nils Petersen – doch der Stürmer bringt den Kopfball aus kurzer Distanz nicht im Gäste-Tor unter. ·

Bremen - Es gab keinen Sieger, dafür aber gleich zwei Verlierer. Werder Bremen kam gestern zu Hause gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig nicht über ein mageres 0:0 hinaus – ein Ergebnis, das keinem der beiden Teams wirklich weiterhilft.

Weil die Konkurrenten zum Rückrundenauftakt größtenteils gewonnen hatten, müssen die Bremer wieder etwas mehr zittern – und für die Braunschweiger ist der Abstand zum rettenden Ufer sogar noch größer geworden.

Von Bremer Panik war gestern Abend aber nichts zu spüren. „Natürlich haben wir die Tabelle wahrgenommen und freuen uns nicht über die anderen Ergebnisse. Aber wir haben nicht verloren und können ruhig weiterarbeiten“, meinte etwa Innenverteidiger Sebastian Prödl. Werder ist nach wie vor Elfter, der Vorsprung auf den Relegationsplatz (jetzt HSV) ist um nur einen Punkt auf vier Zähler geschrumpft. Aaron Hunt, der nach auskurierter Angina erwartungsgemäß in die Startelf zurückgekehrt war, sieht die Lage deshalb so: „Wir müssen uns nicht verrückt machen, es bricht keine Welt zusammen. Es ist jetzt alles enger beisammen – aber ich vertraue darauf, dass wir uns in den nächsten Spielen steigern.“

Das müssen die Bremer auch, denn mit dem Rückrundenauftakt waren die Verantwortlichen alles andere als glücklich. „Wir haben zwei Punkte zu wenig, ganz klar. Das ist nicht zufriedenstellend“, klagte Sportchef Thomas Eichin. Und Trainer Robin Dutt war „weit davon entfernt, irgendetwas Positives hervorzuheben. Wir haben den Anspruch, zu Hause zu gewinnen. Das haben wir nicht geschafft.“

Der Grund hierfür ist schnell gefunden: Werder trifft einfach nicht mehr. In der Vorbereitung gegen Nijmegen (0:1) und Steaua Bukarest (0:0) gelang kein Treffer – und gestern wieder nicht. „Wir hätten wie das Wetter sein müssen: eiskalt. Aber das waren wir nicht“, bemängelte Prödl.

Zu Beginn der Partie vor 41 040 fröstelnden Zuschauern hatten die Hausherren im Eisschrank Weserstadion (minus acht Grad) nicht mal Chancen. Gefährlicher waren die Gäste, die mit nur zehn Saisontoren die schwächste Offensivabteilung der Liga stellen. Doch der starke Neuzugang Havard Nielsen (8./19.) und Orhan Ademi (16.) verpassten die mögliche Führung. Werder brauchte fast eine halbe Stunde, um in der Offensive auf Temperatur zu kommen. Dann versemmelten Nils Petersen (26./29.), Anfangself-Rückkehrer Zlatko Junuzovic (28.) und Theodor Gebre Selassie per Kopf (31.) kurz nacheinander gute Gelegenheiten – und trieben ihren Trainer damit fast in den Wahnsinn: „Wenn man solche Hochkaräter nicht nutzt, muss Kritik erlaubt sein. Uns hat in diesen Situationen die nötige Entschlossenheit gefehlt“, maulte Dutt. Auf der Gegenseite war dann erneut Nielsen frei, doch Werders Nummer eins Raphael Wolf parierte den Kopfball im Nachfassen (40.).

Bilder vom Spiel

Werder Bremen trennt sich von Eintracht Braunschweig 0:0

Die Einzelkritik

Werder Bremen gegen Braunschweig: Die Noten

In der Kabine schien Dutt die Bremer noch mal richtig heiß gemacht zu haben, denn den zweiten Durchgang begannen sie hochmotiviert. Philipp Bargfrede zog aus 22 Metern ab, scheiterte jedoch am rechten Pfosten (48.). Kurz darauf ordnete Schiedsrichter Felix Brych (München) wegen des einsetzenden Schneefalls einen Ballwechsel an – und mit der neongelben Kugel gelang prompt fast die Führung. Nach Hunts Ecke köpfte Linksverteidiger Santiago Garcia, aber Omar Elabdellaoui klärte auf der Torlinie. Knapp zehn Minuten später war der Ball nach Eljero Elias Schuss dann drin (59.), doch Brych entschied zu Unrecht auf Abseits (siehe Artikel unten).

Das war gleichzeitig die letzte richtig gute Gelegenheit eines intensiven, spielerisch aber ziemlich dürftigen Spiels. „Wenigstens sind wir noch Elfter“, resümierte Eichin hinterher: „Vielleicht kann ich mich morgen darüber freuen . . .“ · mr

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