Vor dem Heimspiel am Freitag gegen die Schwaben

Spektakel und Drama: Zehn große Werder-Spiele gegen den VfB Stuttgart

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Großer Jubel bei Werder Bremen, große Enttäuschung beim VfB Stuttgart: Beim 6:2 im Mai 2016 ließ sich auch Levin Öztunali als Torschütze feiern.

Wenn Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart spielt, bedeutete das in der Vergangenheit oft Spektakel oder Drama. Diese zehn Duelle sind besonders in Erinnerung geblieben.

Saison 1983/1984: VfB holt Meisterschaft in Bremen

33. Spieltag, 19. Mai 1984: Werder 1:2 Stuttgart

„Dann sind wir ja Meister?“ Helmut Benthaus, Trainer von Tabellenführer VfB Stuttgart, war selbst überrascht. Nachdem die Schwaben mit 2:1 in Bremen gewonnen hatten, erfuhren sie von den Ergebnissen ihrer beiden Verfolger: Der HSV und Bayern München hatten zeitgleich gepatzt. Damit hatte der VfB dank eines guten Torverhältnisses seine erste Deutsche Meisterschaft seit Bundesliga-Gründung in der Tasche.

Verfolgt das aktuelle Spiel Werder Bremen gegen VfB Stuttgart bei uns im Liveticker!

Saison 1985/1986: Werder schießt die Superstars ab

17. Spieltag, 29. November 1985: Werder 6:0 Stuttgart

Jürgen Klinsmann, Karlheinz Förster, Guido Buchwald – der VfB Stuttgart hatte 1985 eigentlich eine richtig gute Mannschaft beisammen. Doch die Superstars holten sich im Weserstadion eine richtige Klatsche ab. Zweimal Burgsmüller, zweimal Kutzop, zweimal Ordenewitz, am Ende stand es 6:0. Bis heute ist das einer der höchsten Siege in Werders Bundesliga-Geschichte.

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Saison 1985/1986: VfB spielt den Partycrasher

34. Spieltag, 26. April 1986: Stuttgart 2:1 Werder Bremen

Ob Werder den Gegner nach dem klaren Sieg in der Hinrunde auf die leichte Schulter genommen hat? Oder ob der fatale Elfmeter-Fehlschuss von Michael Kutzop aus der Vorwoche noch in den Köpfen der Spieler hing? Egal, was es war – das 1:2 in Stuttgart kostete Werder Bremen am letzten Spieltag der Saison die Meisterschaft. Der FC Bayern gewann sein Parallelspiel und zog punktgleich, aber mit der besseren Tordifferenz noch an den Bremern vorbei.

Saison 1992/1993: Hobsch schießt Werder zum Titel

34. Spieltag. 5. Juni 1993:  Stuttgart 0:3 Werder

Was neun Jahre zuvor dem VfB in Bremen gelungen war, schaffte Werder 1993 in Stuttgart: die Meisterschaft klarmachen. Das letzte Spiel der Saison war das Spiel des Lebens von Bernd Hobsch. Erst in der 38. Minute eingewechselt, traf der Stürmer in der zweiten Hälfte doppelt und bereitete ein weiteres Tor durch Thomas Wolter vor. Das 3:0 bedeutete den Titel!

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Saison 2003/2004: Ein Riesen-Spektakel

26. Spieltag, 28. März 2004:  Stuttgart 4:4 Werder 

Es ging hin und her. Führung Stuttgart, Ausgleich Werder. Tor Stuttgart, Treffer Werder. Schon nach 35 Minuten stand es 2:2 – ein riesiges Spektakel bahnte sich an. Die 3:2-Führung der Bremer durch Ailton glich Marcelo Bordon per Mega-Freistoß aus 35 Metern aus. Es war der dritte Treffer des Abwehrspielers an diesem Tag. Auf Marco Strellers Führungstreffer für Stuttgart hieß die Antwort schließlich wieder Ailton. So stand am Ende ein 4:4. Es war ein Beispiel der Spielfreude, mit der sich Werder in dieser Saison zum Double ballerte.

Ailton (re.) und Ivan Klasnic erzielten beim 4:4 jeweils einen Doppelpack.

Saison 2005/2006: Reinkes Horror-Verletzung

20. Spieltag, 8. Februar 2006: Stuttgart 0:0 Werder

An das Ergebnis dieses Spiels erinnert sich so gut wie niemand mehr, und es ist auch völlig nachrangig. Eine ganz üble Verletzung von Andreas Reinke hatte die Nullnummer völlig überschattet. VfB-Verteidiger Martin Stranzl rutschte unglücklich in den Werder-Torwart und traf ihn heftig mit dem Knie am Kopf. Reinke erlitt mehrere Frakturen im Gesicht, musste minutenlang blutüberströmt auf dem Platz behandelt werden. Durch die schwere Verletzung verlor der Oldie seinen Stammplatz an Tim Wiese und spielte danach nur noch dreimal in der Bundesliga. Stranzl hatte sich noch am Spieltag entschuldigt: „Es tut mir unendlich leid.“

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Saison 2006/2007: Wiedersehen mit der Ex

21. Spieltag, 10. Februar 2007: Stuttgart 4:1 Werder

Ausgerechnet ein Ex-Bremer stach in dieser Partie hervor: Ludovic Magnin. Der Abwehrspieler, der von 2002 bis 2005 für Werder aktiv war und dann zum VfB wechselte, war beim 4:1-Sieg der Stuttgarter gleich an zwei Toren beteiligt. Erst bereitete er die 1:0-Führung vor, dann traf er selbst zum zwischenzeitlichen 3:1. Am Ende der Saison wurde Magnin mit den Schwaben Meister. Es war seine zweite Meisterschaft nach der mit Werder 2004.

Saison 2007/2008: Das Rekord-Duell - Tore ohne Ende

23. Spieltag, 8. März 2008: Stuttgart 6:3 Werder

Drei Tore in den ersten 45 Minuten. Tor Werder, Doppelschlag Stuttgart – 2:1. Schon mal nicht schlecht für den neutralen Zuschauer. In Hälfte zwei ging dann aber richtig die Post ab. Erst erzielte Bremen den Ausgleich, dann schlug der VfB wieder doppelt zu – und brauchte dafür nur zwei Minuten. Der SVW verkürzte zwar noch auf 3:4, doch die Stuttgarter ließen nicht locker und erhöhten zum 6:3-Endstand. So viele Tore hat es vorher und nachher nie in einem Match zwischen Werder und dem VfB gegeben.

In der Saison 2007/2008 kommt es in Stuttgart zum Tor-Spektakel zwischen dem VfB und dem SVW: am Ende gewinnen die Schwaben in einem denkwürdigen Spiel mit 6:3 gegen Werder - bis heute Tor-Rekord in diesem Duell.

Saison 2010/2011: Ein Spiel zum Vergessen

7. November 2010, 11. Spieltag: Stuttgart 6:0 Werder

Selten waren die Bremer so untergegangen wie an diesem Abend in Stuttgart. Während die Schwaben nahezu jede Möglichkeit nutzten, gelang Werder so gut wie gar nichts. Schon vor dem Kabinengang lag der Club von der Weser mit 0:3 hinten. Und das war noch lange nicht alles. In Hälfte zwei legte Stuttgart noch drei Tore nach – am Ende hieß es 0:6. Ein rabenschwarzer Tag aus Bremer Sicht.

Saison 2015/2016: Tor-Festival im Abstiegskampf

32. Spieltag, 2. Mai 2016: Werder 6:2 Stuttgart

An dieses Duell zwischen Werder und Stuttgart erinnert sich wohl jeder Werder-Fan gerne. Englische Woche. Flutlichtspiel. Abstiegskampf. Und am Ende feiert Grün-Weiß! Was war das für ein verrücktes Tor-Festival: Schon zur Halbzeitpause hatte Werder mit 3:1 geführt, nach dem Seitenwechsel machten Claudio Pizarro, Fin Bartels und Anthony Ujah munter weiter. Am Ende stand ein 6:2 – ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt, den Werder dann am letzten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt (1:0) eintütete.

Quelle: DeichStube

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