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Abstiegskampf ohne Schlussphase? So ginge es dem SV Werder ohne die Tore nach der 80. Minute

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Werder Bremen überzeugt in der aktuellen Saison insbesondere in der Schlussphase und kommt so auf 21 Punkte.
Werder Bremen überzeugt in der aktuellen Saison insbesondere in der Schlussphase und kommt so auf 21 Punkte. © Imago Images/pepphoto

Bremen - In der noch jungen Bundesligasaison zeigt sich schon jetzt, welche Teams zu den Gewinnern oder eher zu den Verlierern gehören. Der SV Werder Bremen zählt dabei als Aufsteiger mit einem einstelligen Tabellenplatz definitiv zu Ersteren. Mit dem attraktiven Offensivfußball, den die Grün-Weißen unter Trainer Ole Werner spielen, sorgten sie nicht zuletzt für spektakuläre Auftritte - vor allem in der Schlussphase. Doch wie würden die Bremer ohne diese finalen Minuten dastehen?

Die Bilanz liest sich grausam: Zwölf Punkte, mehr als ein Drittel aller erzielten Tore weniger (15 statt 25) hätte Werder Bremen, wenn die bisherigen 15 Partien schon nach 80 Minuten abgepfiffen worden wären. Damit stünde das Team in der aktuellen Tabelle theoretisch auf Platz 17 - allerdings haben natürlich auch andere Mannschaften in der Schlussphase Treffer erzielt. Besonders hart würde dieser verfrühte Schlusspfiff Toptorjäger Niclas Füllkrug (zehn Tore) treffen. Der Angreifer, der zuletzt zwei Mal hintereinander als „Spieler des Monats“ ausgezeichnet wurde, müsste dann die Hälfte seiner Saisontreffer einbüßen und würde somit nur noch bei fünf Toren stehen. Auch die spektakuläre Aufholjagd am dritten Spieltag gegen Borussia Dortmund (3:2), als die Mannschaft von Ole Werner einen 0:2 Rückstand durch die späten Treffer von Lee Buchanan (89.), Niklas Schmidt (90.+3) und Oliver Burke (90.+5) innerhalb von sechs Minuten in eine Führung drehte, hätte es dann nicht gegeben.

Werder Bremen mit eisernem Willen: Zehn Tore in den letzten zehn Minuten erzielt

Doch glücklicherweise gab es diese Schlussphasen. Ganze 21 Punkte hat Werder Bremen deshalb nach den ersten 15 Spieltagen verbucht - und damit acht Punkte Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze. Mit Position neun hat sich die Angst vor dem erneuten Gang in die Zweitklassigkeit bei vielen Anhängern erst einmal verflüchtigt. Mancherorts wurde sogar zaghaft von Europa geträumt. Clemens Fritz blickt als Leiter Scouting und Profifußball ebenfalls positiv auf die aktuelle Entwicklung: „Wir können sagen, dass es ein sehr gutes Jahr für uns war. Wir haben unsere Ziele erreicht“, erklärte der 41-Jährige kürzlich im Gespräch mit der DeichStube. Das nächste Ziel soll der Klassenerhalt sein. Vielleicht auch durch weitere späte Tore. (rta)

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