Verheißungsvolle Premieren

Sonderlob für Augustinsson und Pavlenka

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Fast hätte Ludwig Augustinsson seine Bundesliga-Premiere mit einem Tor veredelt.

Sinsheim - Viel hat gar nicht gefehlt, und Ludwig Augustinsson hätte sein Bundesliga-Debüt direkt mit einem Tor veredelt.

Während Werders Auswärtsspiel gegen 1899 Hoffenheim kam der Linksverteidiger in der 35. Minute aus halblinker Position im Strafraum frei zum Schuss – Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann musste schon sein ganzes Können aufbieten, um sein Team vor einem Rückstand zu bewahren.

„Den hält er aber auch gut“, staunte Werders Trainer Alexander Nouri, als er die Szene in den Katakomben des Stadions noch einmal im Fernsehen sah. Dann fügte er an: „Starker Schuss von Ludo.“ Auch insgesamt, das machten die Bremer Verantwortlichen deutlich, waren sie sehr zufrieden mit dem Auftritt des Schweden.

Augustinsson: Gute Werte - aber mit Luft nach oben

„Er hat seine Sache auf seiner Seite gut gemacht“, lobte Nouri. Sportchef Frank Baumann ergänzte: „Ludwig hatte viele Aktionen nach vorne und hat hinten links gut zugemacht.“ In der Tat lesen sich Augustinssons Werte nach dem Spiel ordentlich.

Der 23-Jährige brachte es auf 40 Ballkontakte und gewann 62,5 Prozent seiner Zweikämpfe. In Sachen Passgenauigkeit (68 Prozent) hat er aber noch Luft nach oben. Auch von seinen gefürchteten Flanken dürfen es in Zukunft gerne etwas mehr sein. Gegen einen derart spielstarken Gegner wie Hoffenheim war der Schwede aber noch sehr in der Verteidigung gefordert.

Pavlenka „hatte zwei, drei richtig gute Aktionen“

In Jiri Pavlenka gab am Wochenende noch ein zweiter Bremer sein Bundesliga-Debüt, und auch der Tscheche verkaufte sich gut. Großartig gefordert wurde er während des Spiels zwar nicht – wenn, dann war er aber da. Pavlenka hielt stark gegen Serge Gnabry und später gegen Kerem Demirbay. Darüber hinaus strahlte er Ruhe aus.

„Er hatte zwei, drei richtig gute Aktionen“, betonte Baumann, „das war absolut in Ordnung.“ Am Ende ließ sich festhalten: Zwar ist erst ein Bundesliga-Spiel absolviert, aber dass Augustinsson und Pavlenka in Werders Abwehr zu zentralen Figuren werden können, haben sie in Sinsheim angedeutet.

Einzelkritik: Kruse und Bartels noch nicht auf Betriebstemperatur 

Jiri Pavlenka: Der Torhüter wirkte bei seinem Bundesliga-Debüt präsent, wurde allerdings auch nicht großartig gefordert. Leistete sich eine kleine Unsicherheit gegen Szalai, die ohne Folgen blieb (28.). Beim Gegentor ohne Schuld. Verhinderte das 0:2 gegen Demirbay in der Nachspielzeit. Note: 3
Jiri Pavlenka: Der Torhüter wirkte bei seinem Bundesliga-Debüt präsent, wurde allerdings auch nicht großartig gefordert. Leistete sich eine kleine Unsicherheit gegen Szalai, die ohne Folgen blieb (28.). Beim Gegentor ohne Schuld. Verhinderte das 0:2 gegen Demirbay in der Nachspielzeit. Note: 3 © nordphoto
Robert Bauer: Spielte erwartungsgemäß als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette und bewies, dass er diese Rolle beherrscht. Wie immer mit großem Kampfgeist. Fälschte den Kramaric-Schuss unglücklich ab (84.). Note: 3
Robert Bauer: Spielte erwartungsgemäß als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette und bewies, dass er diese Rolle beherrscht. Wie immer mit großem Kampfgeist. Fälschte den Kramaric-Schuss unglücklich ab (84.). Note: 3 © nordphoto
Lamine Sane: Der zentrale Mann in Werders Abwehr wirkte in der Anfangsphase fahrig und war gleich in mehreren Situationen nicht auf der Höhe. In der Folge trug er seinen Teil dazu bei, dass Werders Abwehr lange Zeit dichthielt. Note: 3,5
Lamine Sane: Der zentrale Mann in Werders Abwehr wirkte in der Anfangsphase fahrig und war gleich in mehreren Situationen nicht auf der Höhe. In der Folge trug er seinen Teil dazu bei, dass Werders Abwehr lange Zeit dichthielt. Note: 3,5 © nordphoto
Milos Veljkovic: Spielte im Grunde wie immer: Unauffällig und solide. Als linker Part der Dreierkette zeigte er jedoch kaum die langen Diagonalbälle, die als seine große Stärke gelten. Note: 3
Milos Veljkovic: Spielte im Grunde wie immer: Unauffällig und solide. Als linker Part der Dreierkette zeigte er jedoch kaum die langen Diagonalbälle, die als seine große Stärke gelten. Note: 3 © nordphoto
Theodor Gebre Selassie: Vorstöße über die rechte Seite gab es vom Tschechen kaum, dafür musste er zu sehr in der Defensive mithelfen, was er über weite Strecken zuverlässig tat. Note: 3
Theodor Gebre Selassie: Vorstöße über die rechte Seite gab es vom Tschechen kaum, dafür musste er zu sehr in der Defensive mithelfen, was er über weite Strecken zuverlässig tat. Note: 3 © nordphoto
Ludwig Augustinsson: Der Neuzugang aus Kopenhagen hatte gleich in seinem ersten Bundesliga-Spiel eine dicke Torchance: Er scheiterte mit einem wuchtigen Linksschuss an TSG-Keeper Baumann (35.) Auch er musste gegen einen dominanten Gegner vor allem verteidigen, war auf der linken Außenbahn viel unterwegs. Seine gefürchteten Flanken blieben jedoch aus. Note: 3
Ludwig Augustinsson: Der Neuzugang aus Kopenhagen hatte gleich in seinem ersten Bundesliga-Spiel eine dicke Torchance: Er scheiterte mit einem wuchtigen Linksschuss an TSG-Keeper Baumann (35.) Auch er musste gegen einen dominanten Gegner vor allem verteidigen, war auf der linken Außenbahn viel unterwegs. Seine gefürchteten Flanken blieben jedoch aus. Note: 3 © nordphoto
Maximilian Eggestein (bis 87.): In der Anfangsphase hatte der 20-Jährige große Probleme, als Sechser Ordnung ins Bremer Spiel zu bringen. Steigerte sich im weiteren Verlauf und behauptete wichtige Bälle. Note: 3,5
Maximilian Eggestein (bis 87.): In der Anfangsphase hatte der 20-Jährige große Probleme, als Sechser Ordnung ins Bremer Spiel zu bringen. Steigerte sich im weiteren Verlauf und behauptete wichtige Bälle. Note: 3,5 © nordphoto
Florian Kainz (bis 67.): Obwohl es erst der erste Spieltag war – diese Szene dürfte es in jeden Saisonrückblick schaffen: Der Österreicher verfehlte aus fünf Metern das leere Tor (29.). Es wäre die Führung für Werder gewesen. Spielte neben Delaney als Achter. Rannte sich oft fest und trennte sich zu spät vom Ball. In der Rückwärtsbewegung mit einigen unnötigen Fouls. Note: 4,5
Florian Kainz (bis 67.): Obwohl es erst der erste Spieltag war – diese Szene dürfte es in jeden Saisonrückblick schaffen: Der Österreicher verfehlte aus fünf Metern das leere Tor (29.). Es wäre die Führung für Werder gewesen. Spielte neben Delaney als Achter. Rannte sich oft fest und trennte sich zu spät vom Ball. In der Rückwärtsbewegung mit einigen unnötigen Fouls. Note: 4,5 © nordphoto
Thomas Delaney: Der Däne führte Werder wieder als Kapitän aufs Feld. Ähnlich wie Eggestein benötigte er etwas Zeit, um sich auf die Hoffenheimer Kombinationswucht einzustellen. Danach körperlich sehr präsent. Impulse nach vorne kamen von ihm aber nicht. Note 3,5
Thomas Delaney: Der Däne führte Werder wieder als Kapitän aufs Feld. Ähnlich wie Eggestein benötigte er etwas Zeit, um sich auf die Hoffenheimer Kombinationswucht einzustellen. Danach körperlich sehr präsent. Impulse nach vorne kamen von ihm aber nicht. Note 3,5 © nordphoto
Fin Bartels (bis 75.): Er hatte Kainz vor dessen Mega-Chance schön in Szene gesetzt – mehr auffällige Aktionen zeigte der 30-Jährige jedoch nicht. Verlor viele Bälle und strahlte überhaupt keine Torgefahr aus. Note: 4,5
Fin Bartels (bis 75.): Er hatte Kainz vor dessen Mega-Chance schön in Szene gesetzt – mehr auffällige Aktionen zeigte der 30-Jährige jedoch nicht. Verlor viele Bälle und strahlte überhaupt keine Torgefahr aus. Note: 4,5 © nordphoto
Max Kruse: Bei seinen wenigen Abschlüssen agierte er unglücklich, schoss mal weit über das Tor oder wurde geblockt. Schaffte es nicht, die wenigen Bremer Konter mit seinen Ideen zu veredeln, weil das Spiel ziemlich an ihm vorbeilief. Note: 4
Max Kruse: Bei seinen wenigen Abschlüssen agierte er unglücklich, schoss mal weit über das Tor oder wurde geblockt. Schaffte es nicht, die wenigen Bremer Konter mit seinen Ideen zu veredeln, weil das Spiel ziemlich an ihm vorbeilief. Note: 4 © nordphoto
Philipp Bargfrede (ab 67.): Sollte Werders Defensivbollwerk weiter stärken. Note -
Philipp Bargfrede (ab 67.): Sollte Werders Defensivbollwerk weiter stärken. Note - © nordphoto (Archiv)
Jerome Gondorf (ab 75.): Spielte in der Schlussphase hinter den Spitzen, hatte dort aber auch keine zündenden Ideen mehr. Note -
Jerome Gondorf (ab 75.): Spielte in der Schlussphase hinter den Spitzen, hatte dort aber auch keine zündenden Ideen mehr. Note - © nordphoto
Aron Johannsson (ab 87.): Der eigentlich schon ausgemusterte Stürmer setzte als Joker keine Akzente mehr. Note -
Aron Johannsson (ab 87.): Der eigentlich schon ausgemusterte Stürmer setzte als Joker keine Akzente mehr. Note - © nordphoto

Quelle: DeichStube

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