Pro und Contra + Umfrage

Soll Werder Pizarro verpflichten?

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Bremen - Die mögliche Rückkehr von Claudio Pizarro an die Weser ist momentan das dominierende Thema rund um Werder Bremen. Was spricht für eine Verpflichtung, was dagegen - die Kreiszeitung hat Pro- und Contra gesammelt.

Das spricht für Pizarro
• Er hat das Torjäger-Gen. Toreschießen ist bei ihm eine gottgegebene Begabung, keine Frage des Alters.
• Sein Charisma ist das eines Superstars. Einen wie ihn im Team zu haben, entwickelt eine Strahlkraft, die weit über die Grenzen Bremens hinaus reichen wird. Pizarro kann Werder durch seine pure Anwesenheit wieder Glanz verleihen. Und Glanz kann der Club gut gebrauchen.
• Integrationsfigur Pizarro? Ein klares Ja! Obwohl er in seiner Karriere Titel gescheffelt hat, hat sich der Peruaner in früheren Werder-Jahren nie über andere gestellt. Im Gegenteil: Er kann und will junge Spieler führen und anleiten, ist als Fußballer und im Mannschaftskreis frei von Standesdünkel.
• Pizarro zieht – und wie: Wenn es gestern schon Werder-Trikots von ihm zu kaufen gegeben hätte, wäre Werders Merchandising-Umsatz sprunghaft in die Höhe gestiegen. Wird aus dem Traum Realität, kann sich der Club auf deutliche Mehreinnahmen in den Fan-Shops freuen.
• Die Fans lieben ihn so sehr, dass sie alles möglich machen würden, um ihren Liebling zurück nach Bremen zu holen. Zwei Vorschläge aus dem Netz: Die Bremer Disco Stubu heißt ab sofort P1, Pizarros Lieblingsclub in München. Pizarro darf im Winter die Temperatur der Rasenheizung bestimmen – Wärme für die alten Knochen. Pferdenarr Pizarro muss am Morgen nach einem Spiel nicht auslaufen, sondern darf ausreiten.

Das spricht gegen Pizarro
• Die 37 ist nicht mehr fern. Am 3. Oktober ist es so weit, Pizarro wird wieder ein Jahr älter. Und er hat längst eine Marke erreicht, bei der Skepsis die grundsätzliche Leistungsfähigkeit betreffend absolut angebracht ist. Viele 90-Minuten-Einsätze sind bei ihm bestimmt nicht mehr drin.
• Passend dazu: Wie sieht es eigentlich mit seiner Fitness aus? Pizarro wirkte zuletzt um die Hüften herum etwas füllig, bei seinen wenigen Einsätzen für die Bayern spannte das Trikot. Und in den zurückliegenden Wochen hat er sich nach eigener Aussage nur mit Waldläufen fitgehalten. Da käme eine echte Aufgabe auf Werder-Fitnesscoach Jörn Heineke zu.
• Die Verletzungsanfälligkeit steigt mit dem Alter. Immer wieder hatte Pizarro zuletzt mit muskulären Problemen zu kämpfen. Ein echtes Problem.
• Einerseits ist es gut, dass Pizarro Aufmerksamkeit erzeugt und auf sich zieht. Doch was, wenn es zu viel wird? Was, wenn der SV Werder für Wochen nur noch der SV Pizarro ist? Es könnte Werder sogar schaden, wenn Pizarro die Erwartungen nicht erfüllt. Dass der aktuelle Pizarro nicht mehr mit dem Pizarro der Vergangenheit mithalten kann, ist jetzt schon klar, auch wenn mancher Fan noch an das Gegenteil glaubt.
csa

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