Kommentar zu Skripniks Zukunft

Die Träume sind längst geplatzt

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Werder-Coach Viktor Skripnik

Ein Kommentar von Carsten Sander. Reden wir über Viktor Skripnik! Es muss ja sein. Bei der Diskussion über das, was Werder Bremen gerade widerfährt, lässt sich der Trainer schließlich nicht ausklammern. Nein, man muss ihn sogar weit nach vorne stellen. Denn unter Skripniks Anleitung taumelt die Mannschaft zielsicher dem Abstieg entgegen.

Wer zieht die Notbremse? Thomas Eichin will es (noch) nicht sein. Er lehnt eine Debatte über den Chefcoach ab. Kleiner, aber feiner Einschub: aktuell. Was nur so viel heißt: Bis zum Darmstadt-Spiel darf Skripnik weitermachen. Danach wird die Lage neu bewertet.

Carsten Sander

Reden wir über Viktor Skripnik! Auch wenn es weh tut. Der Ukrainer hatte Werder in der vergangenen Saison bravourös zum Klassenerhalt geführt. Doch der Zauber ist längst verflogen. Werder spielt nicht mehr zu Null, Werder gewinnt nicht mehr im eigenen Stadion, Werder kann nur noch Pokal, aber nicht mehr punkten. Jedenfalls nicht ausreichend, um erneut dem Untergang zu entkommen. Der Trainer hat seine Kraft verloren, er wirkt entmutigt.

Reden wir über Viktor Skripnik! Den Mann mit den stahlblauen Augen, der die Fußballwelt einst mit Witz, Charme und einer Siegesserie zu begeistern wusste. Davon ist nichts übriggeblieben. Aus „Viktory“ ist ein Verlierer geworden, der keine klare Linie mehr hat. Der Entscheidungen trifft, die nicht mehr nachvollziehbar sind.

Reden wir über Viktor Skripnik! Er sollte zu einer Legende auf der Bremer Trainerbank werden. Einer, der aus dem eigenen Club kommt. Der lange bleibt. Der Werder wieder groß macht. Viktor Skripnik sitzt zwar auch am Samstag auf der Werder-Bank, aber die Träume sind längst geplatzt.

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