Werder-Coach mit Abwehrsorgen vor Spiel in Paderborn

Skripniks Bastelstunde

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SIE sind sich einig – offenbar auch im Falle von Unstimmigkeiten: Assani Lukimya (l.) und Sebastian Prödl hätten nichts dagegen, heute das Bremer Innenverteidiger-Duo zu geben.

Bremen - Von Cord Krüger. Jannik Vestergaard fällt noch mindestens eine Woche aus, Alejandro Galvez kehrte erst gestern ins Training zurück – und für Luca Caldirola reicht es nach überstandener Knöchelblessur noch nicht für einen Platz im Kader: Abwehr-Alarm bei Werder!

Vor dem heutigen Bremer Bundesliga-Auftritt ab 15.30 Uhr beim abstiegsbedrohten SC Paderborn muss Chefcoach Viktor Skripnik wahrscheinlich wieder seine Innenverteidigung umbauen. Zum wievielten Mal genau, weiß Assani Lukimya nicht mehr. „Ich glaube, wir haben da schon alle möglichen Varianten durch“, gibt der 29-Jährige zu.

Immerhin: Im Abschlusstraining mischte Galvez wieder mit. Doch ob es für den Spanier schon für einen Platz in der Startelf reicht, erscheint nach zwei Tagen Zwangspause wegen hartnäckiger Knieprobleme fraglich. Blieben also in Gestalt von Lukimya und Sebastian Prödl nur noch zwei Innenverteidiger, die derzeit frei von Blessuren und Trainingsrückstand sind. Einiges deutet daher darauf hin, dass sie heute das Duo im Abwehrzentrum bilden. „Kein Problem“ wäre das, sagen beide: „Ich kenne Luki schon lange, er hat auch eine gute Form“, unterstreicht Prödl. Und Lukimya ergänzt: „Mit Basti habe ich schon genügend Spiele gemacht.“ Allerdings räumt der Kongolese ein, dass es „natürlich besser wäre, wenn man alle 34 Spiele in einer Saison zusammen machen könnte: „Gerade in der Innenverteidigung muss man sich als so ein Pärchen sehr aufeinander verlassen. Ein bisschen mehr Konstanz wäre da natürlich „besser, als wenn man alle vier, fünf Male wechseln muss“.

Doch diesem Umstand gewinnt Lukimya auch etwas Positives ab: „Das Gute ist: Wir Innenverteidiger sind alle auf ähnlichem Niveau, und wenn zwei ausfallen sollten, sind wir in der Lage, unsere Leistung zu bringen.“ Deshalb „können wir froh sein, noch Alternativen zu haben“, verdeutlicht Prödl. Der Österreicher, vor einer Woche im Nordderby gegen den HSV auf der für ihn ungewohnten Position des Linksverteidigers unterwegs, könnte also wieder in die Mitte der Viererkette rücken – und er macht „kein Geheimnis daraus, dass ich die Innenverteidigung bevorzuge. Aber wenn der Trainer gezwungen ist zu basteln, bin ich kein ungünstiges Bastelmaterial“, schätzt der 27-Jährige. Allerdings wäre er vor dem HSV-Spiel gern ein bisschen früher in die Pläne mit ihm auf der linken Seite eingeweiht worden: „Dann hätte ich noch ein paar Flankenläufe trainieren können…“ Heute dürfte Skripnik von ihm erwarten, zusammen mit Lukimya das Zentrum dicht zu halten.

Denn nichts wäre im Kampf um die Europa-League-Plätze ärgerlicher, als beim Tabellenschlusslicht zu stolpern. Prödl jedenfalls ist gewarnt: „Paderborn wird wieder wie in allen Heimspielen auf Sieg spielen und nicht mauern. Bei sich zu Hause sind sie jedenfalls nie wie ein Absteiger aufgetreten.“ Ähnlich sieht es Lukimya: „Die werden alles reinhauen, was sie können – für sie ist es ein Finale. Wenn sie das gegen uns vergeigen, ist die Wahrscheinlichkeit wohl um 20 Prozent größer, dass sie es nicht mehr schaffen werden.“ Im Gegensatz zu seinen Kollegen ist Lukimya schon in zwei Pflichtspielen beim SCP aufgelaufen – zu Zweitligazeiten mit Fortuna Düsseldorf. Werder erwarte ein „schönes Stadion mit tollen Anhängern, die alles probieren werden, ihre Mannschaft nach vorn zu treiben“, mahnt Lukimya. Also müssen „wir verhindern, dass das ein Hexenkessel wird – und von Beginn an zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind.“

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