Einmal Matchwinner gegen Bayern – für morgen fordert der Coach „Mut und Begeisterung“

Skripnik weiß, wie’s geht

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Gegen die Bayern ging Viktor Skripnik immer besonders motiviert zur Sache – so wie hier gegen Paulo Sergio.

Bremen - Kein Scherz: Werder hofft morgen gegen Spitzenreiter Bayern München auf einen Sieg. „Das wäre ein Traum, der Höhepunkt meiner Karriere“, sagt Trainer Viktor Skripnik, der – so viel Ehrlichkeit muss sein – allerdings nur nach Aufforderung über diesen allgemein als sehr sehr unwahrscheinlich eingestuften Fall nachdenkt. „Aber wenn du keine Hoffnung im Herzen hast, warum trittst du dann überhaupt erst an? Du musst auch gegen Top-Mannschaften mit Mut und Begeisterung spielen. Und das ist unser Ziel“, meint Skripnik. Also nochmal: Gewinnen? „Warum nicht?“

Es gibt natürlich zig Gründe, die gegen einen Bremer Erfolg sprechen. Die jüngste Bilanz von 24 Gegentoren in vier Duellen mit den Bayern zum Beispiel. Oder die grundsätzliche Überlegenheit der Münchner. Der Abstand von 28 Punkten in der Tabelle. Der Etat. Die Anzahl an Weltmeistern und Weltklassespielern. Der 7:0-Kantersieg in der Champions League über Schachtjor Donezk. Die Liste der Überlegenheit ließe sich beliebig fortsetzen. Aber Skripnik kürzt es ab, sagt: „Gegen solche Ochsen müssen kleine Vereine wie wir ihren Stolz zeigen und sich richtig präsentieren.“ Und was richtig bedeutet, wird sogleich erklärt: „Meine Mannschaft wird Vollpower spielen. Wir stellen nicht zwei Busse in den eigenen Strafraum. Das bringt uns nicht weiter. Ich habe den Jungs schon gesagt: Wenn du Angst hast, kannst du gleich in der Kabine bleiben.“

Skripnik weiß, wovon er spricht. Als Aktiver hat er eine positive Bilanz gegen den FC Bayern. Von sechs Duellen verlor er nur zwei, gewann drei. Unter anderem im November 2001. Der Tabellensiebte SV Werder (derzeit Achter) bezwang den Spitzenreiter aus München im eigenen Stadion mit 1:0. Torschütze per Elfmeter: Viktor Skripnik. Zum Elfmeter gefoult: Torsten Frings.

Das Bremer Trainer-Duo weiß also, wie man es gegen die Bayern anstellen muss. Nun muss das aktuelle Team es ihnen nur noch nachmachen.

csa/kni

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