Werder-Coach Skripnik

"Der Kader ist gut genug"

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Werder Coach Viktor Skripnik

Neuruppin - Viktor Skripnik ist gut gelaunt. Das Trainingslager seines SV Werder Bremen in Neuruppin läuft bislang optimal, die Vorfreude auf den ersten Test am Abend beim VSG Altglienicke (18.30 Uhr in Berlin-Adlershof) ist groß. Der Coach nahm sich am Mittag Zeit für eine Medienrunde – genauso wie Sportchef Frank Baumann. Die gemeinsame Botschaft: Werder ist gut aufgestellt und gerüstet für die Saison 2016/17.

„Insgesamt ist der Kader gut genug für die Bundesliga“, sagte Skripnik, machte allerdings eine „Einschränkung: Du weißt nie, ob und wer sich verletzt.“ Außerdem wünscht sich der Coach noch „einen Backup hinten rechts in der Viererkette. Wir schauen uns nach Kandidaten um.“ Skripnik will sich nicht nur auf Theodor Gebre Selassie verlassen. Der Tscheche, der nach seiner EM-Teilnahme noch im Urlaub weilt, ist als Rechtsverteidiger gesetzt – und aktuell konkurrenzlos. Marnon Busch wurde an 1860 München ausgeliehen. Luca Zander soll nach diversen Verletzungen erst einmal wieder in der U23 Fuß fassen.

Mit seiner Innenverteidigung ist Skripnik nach den Verpflichtungen von Fallou Diagne und Niklas Moisander zufrieden. Es sind ja auch noch Alejandro Galvez und Rückkehrer Luca Caldirola da. Da winkt ein harter Konkurrenzkampf – einer mit Folgen, wie Skripnik prophezeit: „Ich kann mir vorstellen, dass alles passieren kann bis Ende der Wechselperiode. Wenn einer sieht, er ist nur die Nummer vier und bekommt ein gutes Angebot, dann sind wir auch nur Menschen.“ Will heißen: Dann dürfte dieser Spieler gegen eine entsprechende Ablöse gehen.

Da passt es eigentlich ganz gut, dass bereits Ersatz gehandelt wird: Der Brasilianer Bruno Uvini (25) vom SSC Neapel. „Wir kennen ihn, aber er ist kein Thema“, stellte Baumann allerdings klar. Der Sportchef sieht es wie Skripnik, der Kader sei gut genug: „Die Jungs haben nachgewiesen, dass sie das Zeug haben, in der Bundesliga zu spielen.“ Aber fehlt nach dem Wechsel von Anthony Ujah nach China nun nicht noch ein Stürmer? „Das können wir so auffangen“, behauptete Skripnik – und Baumann merkte an: „Wenn wir jetzt noch einen Topstürmer holen würden, müssten wir den auch auf die Bank setzen.“ Denn Claudio Pizarro ist im bevorzugten 4:1:4:1-System mit nur einer Spitze die klare Nummer eins.

Aber was ist, wenn sich der 37-Jährige mal verletzt? „Wir schließen es ja nicht aus, dort noch tätig zu werden, aber es müsste passen“, sagte Baumann und fügte noch einen Satz an, den Werder-Fans aufhorchen lassen wird: „Ich darf alles reinvestieren. Wenn wir jemanden finden, werden wir bereit sein, auch mehr Geld auszugeben.“ Das bedeutet: Werder ist bereit, den Kader noch zu verstärken. Aber natürlich müssen Baumann und Skripnik positiv über das vorhandene Personal sprechen. Alles andere wäre höchst unprofessionell.

Zweiter Trainingstag in Neuruppin

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