Casteels im Anflug - Skripnik genervt von Torwartdiskussion

„Egal wer kommt, er wird die Nummer zwei, drei oder vier!“

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Werder-Trainer Skripnik

Bremen - Werder Bremens Trainer Viktor Skripnik ist sichtlich genervt von der aktuellen Torwartdiskussion. Für den 45-Jährigen ist Raphael Wolf die klare Nummer eins bei den Grün-Weißen. Ungeachtet dessen steht Werder kurz vor der Verpflichtung von Koen Casteels. Der Keeper von 1899 Hoffenheim soll nach Informationen der Kreiszeitung am Mittwoch den Medizincheck an der Weser absolvieren.

Verläuft der Check erfolgreich, wird Casteels wohl in der Rückrunde im Kader der Bremer stehen. Wie die belgische Tageszeitung "Het Belang van Limburg" berichtet, aber nur auf Leihbasis. Demnach soll angeblich der VfL Wolfsburg den 22-jährigen Torhüter von Ligakonkurrent Hoffenheim verpflichten und bis zum Sommer an Werder ausleihen. Für die These spricht, dass Wolfsburg auf lange Sicht einen Nachfolger für den mittlerweile 31-jährigen Stammkeeper Diego Benaglio braucht. Nummer zwei beim VfL ist derzeit Max Grün. Wirklich aufgedrängt hat sich der 27-Jährige bei den "Wölfen" bisher nicht.

Indes hat sich auch Casteels selbst zu Wort gemeldet. Gegenüber dem belgischen Sportportal "Sporza" bestätigte der Keeper, dass die Vereine untereinander einig seien, ohne allerdings Namen zu nennen. Zwar müsse er selbst sich mit dem Club noch einigen, da erwarte er aber keine Probleme mehr, so der 22-Jährige.

Von Bremer Seite wird dagegen weiter abgeblockt: „Dazu sagen wir nichts, das sind Spekulationen“, sagte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin am Dienstag. Er empfinde die öffentliche Torhüter-Diskussion als „unerträglich“. Angesprochen auf die Torwartfrage, reagierte auch Trainer Skripnik sichtlich genervt: "Egal wer kommt, er wird die Nummer zwei, drei oder vier - Raphael Wolf ist die Nummer eins!" Im Profikader brauche er nur drei Torhüter. Im Fall, dass ein vierter kommt, werde hinter Wolf neu gemischt, so Skripnik weiter. Im Klartext heißt das: Casteels, Richard Strebinger und Raif Husic würden sich um die zwei verbleibenden Plätze im Profikader streiten.

Casteels galt in Hoffenheim einst als großes Talent, hatte dann allerdings – auch wegen seines Verletzungspechs – trotz Vertrags bis 2017 keine Perspektive mehr. Insgesamt absolvierte er für Hoffenheim 39 Spiele.
mib/kni

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