Skripnik fordert heute Punkte gegen Berlin

Werder startet mit „Schicksalsspiel“

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Werder-Caoch Skripnik

Bremen - Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung – und zwar die schlechte. Zwei Mal trat Werder in dieser Bundesliga-Saison bislang am letzten Tag der Woche an, die Hertha drei Mal – und für beide Teams gab es nur Niederlagen.

Die Bremer verloren 0:2 beim Hamburger SV und 2:5 bei Eintracht Frankfurt. Die Berliner traf es noch härter. Sie kassierten ein 0:1 in Augsburg, ein 1:3 in Paderborn und zum Abschluss der Hinrunde ein sattes 0:5 gegen Hoffenheim. Heute (15.30 Uhr) wollen sowohl Werder als auch Hertha im direkten Duell aus dem Sonn- endlich auch einen Feiertag machen. Beide schweben in Abstiegsgefahr, für beide ist ein gelungener Auftakt deshalb richtig wichtig. Werders Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic, dessen Team mit einem Sieg am Gegner vorbeiziehen und auf Platz zwölf springen kann, findet recht drastische Worte und spricht von einem „extremen Schicksalsspiel“ – denn: „Da kann man schon sehen, in welche Richtung es geht.“

Nach dem Start gegen Berlin geht es nach Hoffenheim (Mittwoch), dann kommen Bayer Leverkusen (Sonntag) und der FC Augsburg (14. Februar) ins Weserstadion. Drei Heimspiele in den ersten vier Partien – da will und muss sich Werder eine gute Ausgangsposition für den Abstiegskampf schaffen, sonst wird es richtig eng. „Am Anfang zu punkten ist enorm wichtig“, betont Trainer Viktor Skripnik. Und er glaubt, dass es seinem Team auch gelingt: „Wir haben die Kraft dafür. Und wir sind in der Vorbereitung im Trainingslager eine noch geschlossenere Einheit geworden, haben gute Ergebnisse erzielt und viel Selbstvertrauen getankt.“ Die Spieler klingen ähnlich optimistisch wie ihr Trainer. Innenverteidiger Alejandro Galvez hat ein „positives Gefühl“.

Torjäger Franco Di Santo, der heute nach seiner Knieverletzung sein Startelf-Comeback gibt, findet, dass „die Vorzeichen gut stehen“. Und Junuzovic lobt, dass sich die Mannschaft unter Skripnik in den vergangenen Wochen schon weiterentwickelt habe: „Es ist jetzt mehr bei uns in den Köpfen drin, dass wir Fußball spielen wollen. Ich habe ein gutes Gefühl.“ „Gleich nachlegen“ Im Prinzip, meint der 27-jährige Österreicher, müssen seine Bremer einfach so weitermachen, wie sie am Ende der Hinrunde im Dezember gegen Dortmund (2:1) aufgehört haben. „Dieses Spiel ist noch immer eine Orientierung für uns. Da haben wir 70, 80 Minuten hervorragend gestanden und nur ganz wenig zugelassen“, erinnert sich Junuzovic.

Skripnik hofft ebenfalls, dass Werder heute „gleich nachlegen“ kann: „Wir wollen wieder so eine Stimmung wie im letzten Heimspiel erzeugen. Und wir müssen die Favoritenrolle annehmen.“ Die Hertha ist zwar ziemlich auswärtsschwach (erst ein Sieg und insgesamt fünf Punkte in fremden Stadien), wird aber sicher nicht im Vorbeigehen zu schlagen sein – glaubt Galvez: „Das wird ein sehr hartes Spiel – für unsere Abwehr, unser Mittelfeld und unseren Angriff.“
mr

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