Nervös in die erste Sommer-Vorbereitung

Skripnik fordert nächsten Schritt

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Viktor Skripnik präsentierte sich gut gelaunt.

Bremen - Viktor Skripnik sah erholt aus. Dabei waren die vergangenen vier Wochen gar nicht so einfach für ihn gewesen. „Es gibt Sachen im Urlaub, da musst du auch kämpfen – mit dem Gewicht und so. Leider habe ich verloren“, seufzte der Werder-Coach und grinste zufrieden, als sein Publikum lachte.

Der Ukrainer erinnerte gestern bei der ersten Pressekonferenz in der neuen Spielzeit an den Viktor Skripnik vom Oktober, als er die Öffentlichkeit auch mit seinem Witz sofort für sich gewann. Am Ende der Saison war er etwas mürrisch geworden, der Abstiegskampf und der verpasste Beitritt in die Euro-Zone hatten offenbar viel Kraft gekostet.

Jetzt ist der Akku wieder voll, die Laune bestens. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit der Mannschaft. Alle sind heiß, wir Trainer auch. Wir wollen den nächsten Schritt machen“, berichtete Skripnik – und ging dabei auch ins Detail: „Wir wollen uns stabilisieren, nicht wie in der vergangenen Saison nur in einer Periode guten Fußball zeigen.“ Außerdem sollen die Talente weiter gefördert werden, und nicht „nur fünf Minuten spielen“, wie Skripnik betonte. Und der 45-Jährige wünscht sich auch mehr Dominanz auf dem Platz: „Wir wollen uns auf unser Spiel fokussieren und nicht warten, was der Gegner macht.“

Der Kader sei dafür gut genug, befand Skripnik. Ein Saisonziel wollte der Coach trotzdem nicht formulieren. Genauso wenig wie Thomas Eichin. Doch der Sportchef regte mit einer Rechenaufgabe durchaus zum Träumen an: „Der Punkteschnitt unter Viktor ist gut. Wenn alles passt, kann alles funktionieren. Wir haben die Qualität, in der Bundesliga eine gute Rolle zu spielen.“ Im Schnitt holte Skripnik in seinen 25 Partien 1,56 Punkte. Hochgerechnet auf alle 34 Spiele wären das 53 Punkte und damit Platz fünf gewesen.

Doch die Situation ist nun eine andere, Skripnik nicht mehr der Feuerwehrmann. Erstmals startet er als Chefcoach in eine Bundesliga-Saison – und der Ex-Profi gestand: „Ich bin schon nervös, ob ich alles richtig geplant habe. Aber in ein paar Tagen werde ich wieder ruhig sein, denn wir sind ja nicht von gestern.“

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Trainingsauftakt bei Werder in Bildern

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