Öztunali als Yatabare-Ersatz

Werder setzt gegen Köln auf mentale Stärke

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Viktor Skripnik, Thomas Eichin und Michael Rudolph auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Bremen – Werder Bremen reist nach dem Kantersieg gegen Stuttgart mit viel Selbstvertrauen nach Köln. „Wir werden scharf und fokussiert sein, dieses Spiel zu gewinnen“, so Sportchef Thomas Eichin. Für den verletzten Sambou Yatabare wird wohl Levin Öztunali in die Startelf rücken. Das Wichtigste von der Pressekonferenz am Donnerstag.

Alles reine Kopfsache?
Eine starke Mentalität haben die Bremer bereits im Spiel am vergangenen Montag gegen den VfB gezeigt. Mit der gleichen Einstellung wollen die Grün-Weißen nun in Köln den nächsten großen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen. „Entscheidend ist die mentale Situation – es gilt das Stuttgart-Spiel abzuhaken und den vollen Fokus auf Köln zu legen“, so Eichin. Und der 49-Jährige ist sich sicher, dass das gelingt: „Wir haben keinerlei Sorge, dass wir das Spiel nicht annehmen, wie wir es annehmen müssen.“ Um die Konzentration hochzuhalten, reist Werder bereits am Donnerstagnachmittag nach Köln – mit dabei ist auch wieder Sportpsychologe Prof. Dr. Andreas Marlovits, der bereits vor dem Spiel gegen den VfB im Kurztrainingslage in Verden mit den Bremer Profis gearbeitet hatte.

Yatabare-Ausfall
Für den verletzten Winterzugang (Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel) wird wohl Levin Öztunali gegen den FC in die Startelf rücken. Der 20-Jährige war schon im Spiel gegen Stuttgart für den Malier eingewechselt worden und hatte ein starke Leistung gezeigt. Dafür gab es am Donnerstag auch noch mal ein Extralob von Skripnik: „Er kommt rein und macht alles perfekt – Levin ist der richtige Kandidat für diese Position“, so der Ukrainer.

Ausrichtung gegen Köln
Die taktische Ausrichtung für das Spiel in Köln hat Skripnik am Donnerstag erwartungsgemäß noch nicht bekannt gegeben. Der Coach stellte allerdings klar: „Wir wollen da kein Harakiri spielen. Wir werden aber auch sicher nicht nur hinten stehen und den Ball nach vorne bolzen. Wir wollen Fußball spielen und unsere Chancen nutzen." Die Zwischenstände auf den anderen Plätzen spielen für die Bremer laut Eichin dabei keine Rolle: „Wir müssen unseren Job erledigen – alles andere interessiert uns nicht.“

Der Gegner
Dass die Kölner das Spiel nach dem bereits gesicherten Klassenerhalt nicht mehr ganz so ernst nehmen, dieser Hoffnung will sich in Bremen niemand hingeben. Im Gegenteil. „Köln wird mit aller Macht versuchen, das Spiel zu gewinnen, um eine tolle Stimmung beim letzten Heimspiel zu haben“, so Eichin. Mit etwas Glück hat der FC zudem noch Chancen auf den siebten Platz der Tabelle und damit die Qualifikation für das internationale Geschäft.

Sonstiges
Werder kann auch beim Auswärtsspiel in der Domstadt auf die Unterstützung seiner Fans zählen. 6500 Bremer-Anhänger werden nach Köln reisen – der Gästeblock im Rheinenergiestadion ist ausverkauft. Die Mannschaft wird derweil am Samstag mit Trauerflor spielen für den verstorbenen ehemaligen DFB-Vizepräsidenten Wilfried Straub.

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