Dutt begeistert von Werders 3:3 in Leverkusen

Ein „sehr gut day“ – Di Santo hat’s geahnt

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Wie angekündigt: Franco Di Santo und Werder erlebten in Leverkusen einen sehr guten Tag – dem Argentinier gelang mit dem zwischenzeitlichen 2:1 sein zweiter Saisontreffer.

Leverkusen/Bremen - Von Malte Rehnert. Franco Di Santo hatte da so eine Vorahnung. „Heute gonna be a sehr gut day. Vamos, Werder. Alle zusammen“, hatte der argentinische Stürmer wenige Stunden vor dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen in einem wilden Mix aus Deutsch, Englisch und Spanisch getwittert – und Recht behalten.

Es war ein sehr guter Tag für die Bremer. Unterstützt von rund 3 000 Fans holten sie am Freitagabend beim Tabellenführer ein 3:3 (1:1). Nach dem spektakulären Torfestival mit zwei Rückständen und einer Führung zwischendurch mussten alle Bremer Beteiligten erst mal tief durchschnaufen. „Das Spiel hatte brutal viele Wendungen, das ging von einer Gefühlswelt in die andere“, ächzte Innenverteidiger Sebastian Prödl, der mit seinem Tor zum 3:3 (85.) letztlich den einen Punkt rettete. Ein Punkt, den sich Werder durch eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdiente – wie auch schon bei den vorherigen Unentschieden gegen Hoffenheim (1:1) und Hertha BSC (2:2).

Ein Punkt aber auch, bei dem das Glück kräftig mithalf. „Das war so, keine Frage“, meinte Prödl. Nach einer guten Viertelstunde und dem Führungstor durch Teenager Tin Jedvaj (17.) nahm Leverkusen die Bremer unter Dauerbeschuss. „Sie waren wie im Rausch“, sagte Werder-Sportchef Thomas Eichin. „Der Druck war unglaublich“, fand Trainer Robin Dutt. Und Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic urteilte: „Wenn die erst mal Spaß am Fußball haben, kannst du machen, was du willst. Dann kannst du sie nicht stoppen.“ Bayer nutzte die Bremer Hilflosigkeit allerdings nicht aus, vergab Riesenchancen und hatte Pech bei drei Pfostentreffern. „Wir müssen uns an die eigene Nase packen. Wir haben es einfach nicht gebacken gekriegt“, schimpfte Leverkusens Torjäger Stefan Kießling: „Wenn wir zur Pause 3:0 führen, schicken wir sie mit sechs Stück nach Hause.“

Rudi Völler hadert

So aber stand es durch Fin Bartels urplötzlich 1:1 (45.) – und Dutt frohlockte: „Das Spiel hätte schon erledigt sein können. Aber Leverkusen hat uns eben am Leben gelassen – und das war deren größter Fehler.“ Nach der Pause war Werder nicht wiederzuerkennen, hielt auf einmal voll dagegen, ging durch Di Santo sogar in Front (59.) – und hatte in Person von Prödl auch die passende Antwort auf die Gegentore von Hakan Calhanoglu (63.) und Heung-Min Son (74.) parat. „In der zweiten Halbzeit war ich einfach nur begeistert von meiner Mannschaft. Sie hat eine unglaubliche Power und Dynamik. Das war ein klares Zeichen, wohin unser Weg geht“, schwärmte Dutt.

Leverkusens Sportchef Rudi Völler war von dem tollen Spiel ebenfalls angetan: „Das ist Fußball im wahrsten Sinne des Wortes.“ Der frühere Bremer Profi trauerte jedoch zwei verschenkten Punkten hinterher: „Es fällt mir schwer von einem verdienten Unentschieden für meinen Ex-Verein zu sprechen.“ Werder war die völlersche Unzufriedenheit vollkommen egal. Die Bremer waren einfach nur glücklich und stolz. „Wir haben das Optimum herausgeholt“, meinte Junuzovic: „Ich glaube, in Leverkusen werden nicht viele Mannschaften punkten.“ Und was sagte Di Santo? Er bedankte sich via Twitter bei den Fans, hob den Daumen und versprach: „Positivo 100 %. Immer grün und weiß.“

Werder-Einzelkritik

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