Werder-DeichBlick-Kolumne von Sebastian Prödl

Sebastian Prödl: „Es gibt keinen Grund zum Nörgeln“

Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Rolf Fuhrmann, Sebastian Prödl, Naldo, Nils Petersen und Klaus Allofs schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.
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Die DeichBlick-Kolumnisten von links nach rechts: Rolf Fuhrmann, Sebastian Prödl, Naldo, Nils Petersen und Klaus Allofs schreiben für die DeichStube über Werder Bremen.

Von Sebastian Prödl. Acht Punkte aus fünf Spielen, Platz sieben in der Tabelle: Das ist für den SV Werder Bremen eigentlich ein solider Start in die neue Bundesliga-Saison – und man sollte annehmen, dass im Verein und bei den Fans Zufriedenheit herrscht.

Aber die Stimmung ist schlechter, als es die Punkte-Ausbeute vermuten lässt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es intern oder extern Kräfte gibt, denen es nicht ungelegen kommt, die schlechte Stimmung aufrecht zu erhalten. Dabei gibt es objektiv gesehen keinen Grund zum Nörgeln, man darf nicht vergessen, wo der SV Werder Bremen herkommt und wie knapp der Verbleib in der Bundesliga war. Ich wüsste nicht, wie man eine übersteigerte Erwartungshaltung rechtfertigen könnte.

Natürlich waren die Leistungen bisher nicht spektakulär, aber der Status quo ist solide und Trainer Florian Kohfeldt hat einige Probleme aus der Vorsaison abgestellt und in den Griff bekommen: Gegentore nach Standards, die wackelige Defensive. Und intern wird bei Werder Bremen sicherlich gewarnt, dass man trotz des akzeptablen Starts nicht blind sein darf und Fehler deutlich angesprochen werden müssen. Irgendwie passt die negative Stimmung rund um den Club nicht zu Werder, wo sogar in ganz schwierigen Zeiten immer Ruhe bewahrt und das gemeinsame Bewältigen von Problemen hoch gehalten wird.

Für Werder Bremen geht es um Stabilität

Auch wenn in der Mannschaft sicher mehr spielerisches Potenzial schlummert, so geht es nach den Erfahrungen der letzten Spielzeit vor allem um Stabilität. Fußball ist und bleibt ein Ergebnisspiel. Es gibt ein Sprichwort: In herausfordernden Zeiten werden Helden geboren. Durch den Wechsel von Davy Klaassen und die Tatsache, dass Niklas Moisander meist nicht mehr in der Startelf steht, muss sich eine neue Hierarchie im Mannschaftsgefüge bilden. Spieler, die bisher keine Wortführer und Anführer waren, müssen in diese Rolle hineinwachsen. Maxi Eggestein, Jiri Pavlenka oder vielleicht sogar Marco Friedl, der sehr selbstbewusst auftritt, könnten diese Lücken bei Werder Bremen ausfüllen.

Sebastian Prödl: Werder Bremen muss keine Angst vor Eintracht Frankfurt haben

Apropos Eggestein: Ich halte die Leihe von Johannes Eggestein nach Österreich zum LASK für einen sehr guten Schritt. Mit mir wurde im Vorfeld Rücksprache gehalten und ich habe für ihn eine Empfehlung abgegeben, weil ich von seinem Potenzial überzeugt bin. Der LASK hat bereits bewiesen, dass er Spieler gut entwickeln kann – eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Eggestein kann sich in der Europa League optimal präsentieren und der LASK hat einen Spieler bekommen, der dabei helfen wird, näher an Red Bull Salzburg heranzukommen. Und wenn es funktioniert, wird Werder Bremen im Sommer einen Mann mit viel Selbstvertrauen zurückbekommen.

Aber zurück in die Gegenwart: Am Samstag in Frankfurt gegen die Eintracht spricht nichts dagegen, dass Werder die Serie von vier Spielen ohne Niederlage prolongiert. Frankfurt darf mit seinen internationalen Erfolgen durchaus als Vorbild dienen, wohin die Reise von Werder Bremen mittelfristig gehen kann. Aber die Eintracht ist keine Mannschaft, vor der Werder Angst haben müsste.

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