Werder trainiert trotz Hitze drei Mal am Tag

„Schwitzewelle“ in Neuruppin – und Skripnik pfeift auf Luxus

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Trainer Viktor Skripnik (2.v.l.) schaut genau hin, wie sich seine Profis quälen.

Aus Neuruppin berichtet Malte Rehnert - Als die 24 Werder-Profis gestern Nachmittag um 16.20 Uhr vor dem noblen Teamhotel Resort Mark Brandenburg aus dem klimatisierten Mannschaftsbus stiegen, mussten sie erst mal ordentlich durchpusten. Mit strahlendem Sonnenschein wurden sie im brandenburgischen Neuruppin empfangen, mit blauem Himmel – aber eben auch mit knackigen 32 Grad.

Und das ist nicht unbedingt ein Vergnügen, wenn man in der Sommervorbereitung hart arbeiten, sich die Grundlagen für die neue Bundesliga-Saison holen und drei Mal am Tag ran muss. Morgens ein Lauf, dazu vormittags und nachmittags jeweils ein Mal auf den Platz – das ist das Programm für Neuruppin.

Trainer Viktor Skripnik kannte schon gestern Abend keine Gnade und bat sein Team (nach dem morgendlichen Training im Weserstadion) um 18 Uhr zur ersten, rund anderthalbstündigen Einheit des Trainingslagers ins Volksparkstadion. Wie die Arena des Erzrivalen Hamburger SV heißt auch die Heimspielstätte des Märkischen Sportvereins (MSV) 1919 Neuruppin. Und dort, wo in der Vergangenheit schon der HSV, Europa-League-Sieger FC Sevilla (Werders Gegner am Tag der Fans/25. Juli) und RB Leipzig ackerten, ackert bis Dienstag auch Werder.

Werder in Neuruppin angekommen

Aber mit Augenmaß – wie Skripnik angesichts der wohl noch krasser werdenden Hitzewelle, die für die Bremer gewiss eine „Schwitzewelle“ wird, im Anschluss an die erste Einheit betonte: „Eventuell legen wir das Nachmittagstraining ein bisschen nach hinten. Es tut mir selbst ein bisschen weh, wenn ich sehe, wie sich einige quälen. Aber es ist eben auch kein Wunschkonzert, wir müssen trainieren und wollen nicht nur Spaß haben.“

Nach dem abendlichen Aufgalopp ging es auf Fahrrädern die drei, vier Kilometer zurück ins idyllische Hotel. Aus ihren Zimmern in der Vier-Sterne-Unterkunft haben die Bremer einen herrlichen Blick auf den Ruppiner See – das Hotel hat einen eigenen Steg, von wo aus die Werder-Profis (wenn sie denn zwischendurch überhaupt mal Zeit haben...) eine kleine Tour auf dem Wasser per Ruderboot oder Katamaran machen können. Das Haus bietet in einem Extragebäude eine riesige Thermenlandschaft zum Relaxen. „Der Wellnessbereich ist Wahnsinn“, staunte Skripnik, der auf viel Luxus allerdings keinen Wert legt: „Der Platz ist vernünftig. Das ist wichtig, nicht das Hotel. Wenn man da duschen kann, reicht das.“

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