Was ist schon passiert, was kommt noch?

Ein schwieriges Kommen und Gehen: So verändert Werder seinen Kader

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Werder-Sportchef Frank Baumann hat in diesem Sommer mal wieder alle Hände voll zu tun.

Bremen - Erst ging es Schlag auf Schlag – und nun herrscht plötzlich Ruhe an Werders Wechselfront. Was ist da los?

Okay, vor wenigen Tagen wurde immerhin noch Ulisses Garcia an die Young Boys Bern verkauft, doch der Schweizer spielte bei Werder nur eine Nebenrolle. Es gibt andere Personalien, die wesentlich interessanter sind. Und natürlich warten die Werder-Fans auf die von Sportchef Frank Baumann angekündigten Neuverpflichtungen. Die DeichStube gibt einen Überblick, was schon passiert ist und was noch geschehen soll:

Die sind schon da!

Kevin Möhwald, Yuya Osako, Martin Harnik und Felix Beijmo.

Nach Saisonende zündete Baumann ein wahres Transfer-Feuerwerk. Dabei machte Möhwald wenige Tage nach Saisonende den Anfang – allerdings wenig überraschend. Sein Transfer war schon im März durchgesickert. Der 24-jährige Mittelfeldspieler kommt ablösefrei vom 1. FC Nürnberg.

Ein kleiner Hammer war kurz darauf die Verpflichtung von Yuya Osako (28), ein absolut gestandener Bundesligaspieler. Den Japaner vom 1. FC Köln, der gerade bei der WM als Torschütze für Furore sorgt, lässt sich Werder eine Ablöse von sechs Millionen Euro kosten. Gut angelegtes Geld.

Josh Sargent ist zwar schon seit Januar in Bremen, gilt aber erst jetzt so wirklich als Neuzugang.

Das gilt auch für die 2,5 Millionen Euro, die für Martin Harnik an Hannover 96 überwiesen werden müssen. Der 31 Jahre alte Stürmer trifft regelmäßig, in der vergangenen Bundesliga-Saison neun Mal.

Felix Beijmo war etwas teurer – und das verwundert bei einem erst 20-Jährigen aus der schwedischen Liga, die im Vergleich mit Deutschland als drittklassig gilt. Doch talentierte Rechtsverteidiger sind in Europa heiß begehrt. Da musste Werder Beijmos Club Djurgardens IF schon einiges auf den Tisch legen, um das Rennen zu machen.

Dazu kommen übrigens noch zwei vielversprechende Talente: Jean-Manuel Mbom (18) aus der eigenen Jugend und Josh Sargent (18), der Anfang des Jahres aus den USA geholt wurde.

Die sollen kommen!

Selten zuvor hat Frank Baumann die geplanten Neuzugänge so exakt beschrieben. Ohne freilich Namen zu nennen. Gesucht wird „ein defensiv-orientierter, zentraler Mittelfeldspieler und ein zentraler, offensiver Mittelfeldspieler, der eine gewisse Kreativität mitbringt“, verrät Baumann.

Dazu soll eine neue Nummer zwei geholt werden, weil Michael Zetterer wegen seiner Probleme am Handgelenk noch länger ausfallen wird. Denkbar ist dazu die Verpflichtung eines talentierten Innenverteidigers und eines groß gewachsenen Mittelstürmers vom Typus Mario Gomez, falls sich eine gute und vor allem günstige Gelegenheit ergibt.

Die sind schon weg!

Thomas Delaney, Jerome Gondorf, Ulisses Garcia, Zlatko Junuzovic, Ishak Belfodil, Justin Eilers, Yuning Zhang, Leon Guwara, Sambou Yatabare und Jesper Verlaat.

Ein Abgang sticht natürlich besonders hervor: Delaneys Mega-Transfer zu Borussia Dortmund – für 20 Millionen Euro. Für Jerome Gondorf (SC Freiburg) kassierte Werder 1,3 Millionen Euro, für Ulisses Garcia (Young Boys Bern) 800.000 Euro.

Kapitän Zlatko Junuzovic (RB Salzburg) verließ den Club ebenso ablösefrei wie Justin Eilers (Apollon Smyrnis) und Jesper Verlaat (SV Sandhausen) sowie die nur ausgeliehenen Ishak Belfodil (1899 Hoffenheim) und Yuning Zhang (ADO Den Haag). Der an Kaiserslautern verliehene Guwara wurde endgültig an den FC Utrecht abgegeben, genauso wie Yatabare an Royal Antwerpen.

Die sollen noch weg!

Robert Bauer, Luca Caldirola, Aron Johannsson, Niklas Schmidt, Ousman Manneh, Fallou Diagne, Lennart Thy und Thanos Petsos.

Es ist wahrlich nicht schön, auf dieser Liste zu stehen. Das hatten sich Club und Spieler bei der Vertragsunterzeichnung gewiss anders vorgestellt. Bei Schmidt (20) und Manneh (21) hat Werder zumindest noch die Hoffnung, dass sie für den Club wieder interessant werden könnten. Deswegen ist eine Ausleihe geplant. Allerdings: Gebracht hat das fast nie etwas.

Diagne, Thy und Petsos waren vergangene Saison auch auf Zeit abgegeben worden, allerdings aus finanziellen Gründen: Keiner wollte sie fest verpflichten und voll bezahlen. Das Trio besitzt bei Werder Verträge, die sie nach ihrem Karriereknick woanders nicht mehr bekommen würden. Und welcher Profi verzichtet schon gerne auf Geld? Mancher kann es sich mit Blick auf die Zukunft vielleicht auch gar nicht erlauben.

Luca Caldirola soll Werder Bremen verlassen.

Caldirola hätte schon im Winter wechseln können, aber die Angebote sagten ihm nicht zu. Der Italiener will weg – genauso wie Bauer. Auch der Olympia-Teilnehmer ist noch auf der Suche. Bislang vergeblich.

Aron Johannsson wird derweil von Werder auf dem Markt angeboten. Der US-Nationalspieler würde gerne bleiben, doch auf seiner Position sind die Bremer schon ausreichend besetzt.

Spannend wird es Anfang Juli, wenn die Vorbereitung startet. Was macht Werder dann mit den eigentlich unerwünschten Spielern? Dürfen sie mit der Mannschaft arbeiten oder bilden sie eine eigene Trainingsgruppe oder werden sie freigestellt?

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Quelle: DeichStube

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