Schröder-Abgang: Kleinigkeiten fehlen noch

Verhandlungen statt freies Geleit

Mainz - Vollzug? Vielleicht heute! Gestern haben Werder Bremen und Mainz 05 den Wechsel von Sportdirektor Rouven Schröder noch nicht zum Abschluss gebracht. „Aber wir werden uns sicherlich einigen“, sagte Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin, der damit einen seiner wichtigsten Mitarbeiter an einen direkten Mitbewerber verliert.

Ja und?, fragt Eichin: „Ich habe sicherlich sehr gut mit Rouven Schröder zusammengearbeitet. Wir haben beide voneinander profitiert. Aber das Thema ist letztendlich nur eine Randgeschichte.“ Vielleicht für Eichin, aber gewiss nicht für Mainz 05. Die Rheinhessen hatten Schröder (40) früh als Nachfolger des zu Schalke 04 abwandernden Managers Christian Heidel auserkoren. 05-Präsident Harald Strutz verriet, dass die ersten Gespräche bereits im Januar geführt worden waren – also zu einer Zeit, als Schröder mit Eichin den Werder-Kader für die Rückrunde und die kommende Saison plante. Darin mag man ein doppeltes Spiel sehen, letztlich ist es aber nur ein vollkommen normales Gebaren in der Branche.

Mainz und der neue Manager haben sich in Win- deseile lieb gewonnen. „Wir sind uns mit Rouven Schröder einig und wollen mit ihm zusammenarbeiten“, sagte Strutz gestern auf einer Pressekonferenz. Was noch fehlt, ist eben die Übereinkunft mit Werder. Strutz: „Wir sind in Verhandlungen.“ Demnach gibt es kein freies Geleit für Schröder (Vertrag bis 2017), es wird über eine Kompensationsleistung geredet. Laut Thomas Eichin gibt es aber nur noch Kleinigkeiten zu klären: „Die Dinge sind besprochen, alle Seiten haben sich klar positioniert.“ Rouven Schröder soll seinen Dienst in Mainz am 1. April antreten, würde in Bremen aber sofort freigestellt werden.

Wer in Zukunft bei Werder seine Aufgaben und seine Position übernimmt, ist noch unklar. Vorerst werde nichts passieren. So Eichin. Tim Steidten, sportlicher Leiter der U 23, rückt – nach jetzigem Stand – einen Schritt nach vorn. Was im Sommer passieren könnte, lässt Eichin noch offen: „Im Moment ist auf dem Transfermarkt keine Rushhour. Wir haben Zeit bis Juni. Aber tendenziell denke ich, dass wir den Posten nicht neu besetzen werden.“ csa

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