Santiago Garcia und die ewige Sorge ums Knie

Ein bisschen Angst spielt noch mit

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Das Knie hält, „nur im Kopf, sagt Santiago Garcia, gibt es noch ein Problem. Er meint die Angst.

Bremen - Das Comeback? Es läuft wie geschmiert für Santiago Garcia. Seit zwei Spielen ist der Ex-Langzeitpatient bei Werder Bremen wieder dabei. Seine Bilanz: Zwei Siege, in beiden ging der Linksverteidiger über die volle Distanz. Und brachte zuletzt beim 3:1 gegen 1899 Hoffenheim mit einem präzisen Pass quer durch die gegnerische Hälfte den Treffer zum entscheidenden 2:1 auf den Weg. „Die Siuation“, sagt „Santi“ folglich, „ist super.“

Zu erwarten war es jedoch nicht, dass der Argentinier mit den ersten Einsätzen gleich wieder voll da ist. Mit Patellasehnenproblemen, die von einem Knochenödem am rechten Knie abgelöst wurden, fiel Garcia von März bis nach der Saisonvorbereitung aus. „Eine schlimme Zeit“, nennt er die Zwangspause, „ich will auch gar nicht mehr drüber reden.“ Verständlich, denn zum Nichtstun verdammt zu sein, ist alles andere als der Wunschzustand eines Profi-Sportlers.

Jetzt spielt er ja wieder und registriert glücklich, dass das Sorgen-Knie den Belastungen standhält. „Mir geht es gut“, verkündet der 27-Jährige in einem mittlerweile passablen Deutsch. „Nur im Kopf“, sagt er, gibt es noch ein Problem: „Ich habe noch ein bisschen Angst, dass die Schmerzen zurückkommen.“ Denn die Patellasehne hat ihn in seiner Karriere schon oft geplagt. Doch aktuell – toi, toi, toi – ist alles in Ordnung bei dem Südamerikaner.

Seine Rückkehr hat bei Werder auch zu einer interessanten Neuerung auf der linken Seite geführt. Das Garcia-Tandem wurde erfunden, ausprobiert und für gut befunden. In der Viererkette hat der erfahrene Santiago seinen angestammten Platz wieder eingenommen, der junge Ulisses (19), in den ersten beiden Bundesliga-Partien noch der Linksverteidiger, ist ins Mittelfeld vorgerückt. Beide können hinten absichern, beide können aber auch Dampf nach vorne machen. Wie das Zusammenspiel mit „Uli“ funktioniert? „Ich bin wirklich zufrieden mit ihm“, sagt „Santi“: „Und ich bin überrascht, wie gut er das schon macht.“

csa

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