Senegalese gibt schon Vollgas

Sane – von Vorsicht nichts zu sehen

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Lamine Sane

Bremen - Dieser Mann ist nicht zu bremsen. Eigentlich wollte Werder Neuzugang Lamine Sane behutsam aufbauen, damit sein Knie der Bundesliga-Belastung dauerhaft standhält. Doch der senegalische Innenverteidiger gibt gleich Gas.

Sane spielte innerhalb von vier Tagen 45 Minuten gegen Meppen (2:0) und am Samstag sogar 90 gegen Ingolstadt (1:0) – obwohl Trainer Viktor Skripnik angekündigt hatte, den 29-Jährigen bei der Pflichtspiel-Generalprobe schonen zu wollen. Doch sowohl Sane als auch die medizinische Abteilung der Bremer signalisierte: Er kann auflaufen. „In der Halbzeit haben wir noch mal gesprochen. Und er hat gesagt, dass er weitermachen will. Darüber bin ich natürlich glücklich“, meinte Skripnik.

Glücklich ist auch Kapitän Clemens Fritz – nämlich darüber, in Werders Abwehrzentrale einen echten Führungsspieler dazugewonnen zu haben, der diesen Anspruch auch gleich geltend macht. „Man merkt sofort seine Präsenz und seine Erfahrung, das tut uns sehr gut. Er hat sich unheimlich schnell eingefügt, will Verantwortung übernehmen und dirigiert schon“, sagte Fritz und ergänzte mit einem Schmunzeln: „Meistens auf Französisch, so kann auch ich noch ein bisschen was lernen.“

Mittlerweile ist es durchaus denkbar, dass Sane auch am Sonntag beim Pokalspiel in Lotte in der Bremer Startelf auftaucht – auch, wenn Sportchef Frank Baumann lieber auf die Bremse tritt: „Er ist noch nicht bei 100 Prozent. Und das wird auch ein bisschen dauern.“ Sehr beliebt bei den Werder-Fans ist Sane übrigens schon jetzt. Am Samstag in Lohne brauchte er ziemlich lange, bis er die zahlreichen Autogrammwünsche erfüllt hatte. Als einer der letzten Bremer verschwand er dann lächelnd in der Kabine.
mr

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