So reagieren Schaaf und Allofs auf Wieses Abgang

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Klaus Allofs äußert sich in der Press ekonferenz zum Wiese-Abschied.

Bremen. Irgendwie emotionslos, ohne eine Spur von großer Enttäuschung äußerten sich Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs am Donnerstag zum Abschied von Torhüter Tim Wiese. Wird Kevin Trapp der Nachfolger?

In der obligatorischen Pressekonferenz vor dem nächsten Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln sagte Allofs: "Tim Wiese ist ein Verlust als Torhüter und als Figur". Thomas Schaaf meinte nur auf die Frage zu seiner Gemütslage: "Ich habe das so zur Kenntnis genommen." Der Nationalkeeper hatte am Mittwochnachmittag seinen Trainer in einem Gespräch über seine Entscheidung informiert.

Schaaf und Allofs betonten immer wieder, dass Wiese den Entschluss gefasst habe. Die Vertragsgespräche zwischen Werder Bremen und Tim Wiese waren zuletzt in Stocken geraten. Nun ist der Schlussmann den Verantwortlichen mit seiner Entscheidung zuvorgekommen, da ihm auch kein aktuelles Angebot vorlag. Er hat sie ihnen mehr oder weniger abgenommen. Und irgendwie schienen Sportdirektor Allofs und Schaaf etwas erleichtert. Eigentlich ganz froh darüber. "Es hätte auch in eine andere Richtung laufen können", meinte Werder-Chef Allofs. Aber der Verein hätte noch keinen Entschluss gefasst gehabt. Während Werder also noch zögerte, ging Wiese voran. Auf die noch ausstehenden sechs Bundesliga-Spiele soll dies laut Thomas Schaaf aber keinen Einfluss haben. Es sieht also danach aus, dass Wiese weiter die Nummer eins bleibt.

Der Zeitpunkt, den der Nationaltorhüter wählte, ist wohl nicht der beste. Am vergangenen Wochenende hatte Allofs noch verboten, zu Vertragsverhandlungen Stellung zu nehmen. Bei der Pressekonferenz war die Personalie Wiese nun eindeutig das Hauptthema. In die Abwägungen zu Wiese habe auch eine Rolle gespielt, dass der Verein mit Sebastian Mielitz (22) einen starken Keeper habe, dem man zutraue, dass er die neue Nummer eins werde. "Werder wird aber einen zweiten Torwart holen - ganz klar", sagte Allofs. Es solle auch in der kommenden Saison einen Konkurrenzkampf zwischen den Torpfosten.

Da passte es ins Bild, dass Torhüter Kevin Trapp den Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern am Saisonende verlassen wird. Dies kündigte nämlich FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz am Donnerstag an. „Trapp hätten wir gerne behalten. Er hat unser Angebot aber abgelehnt“, sagte Kuntz. Der 21 Jahre alte Trapp steht seit geraumer Zeit auf dem Wunschzettel von Werder Bremen. Allofs wollte sich aber nicht zu dem Namen Trapp äußern und meine nur scherzhaft, dass auch Kölns Rensing ein guter Torhüter wäre. Doch der kommende Gegner war irgendwie weiterhin nur Nebensache. pfa

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